Weltweit aktiv und erfolgreich

Georg Hefter (links) führte durch den Betrieb.  Foto  Hötzelsperger
+
Georg Hefter (links) führte durch den Betrieb. Foto Hötzelsperger

Einer der größten Arbeitgeber Priens, das Maschinenbauunternehmen Hefter, ist auf dem Weltmarkt aktiv und zugleich familiär orientiert. Die über 320 Mitarbeiter verstehen sich als große Familie, die dank technisch raffinierter Entwicklungen Schritt halten mit den Anforderungen des Marktes.

Prien - Vor gut 50 Jahren begann die Erfolgsgeschichte in einer Garage in Prien-Trautersdorf, als Georg Hefter senior unter anderem einen Schleifbock mit Mehrfachnutzen zur Boden- und Wandmontage als erstes Serienprodukt schuf. Was sich seither an Neuem ergab, das zeigte sich beim großen Familientag, zu dem das Unternehmen Hefter Beschäftigte, ihre Angehörigen und Freunde eingeladen hatte.

Herzstück des Familientages waren Führungen durch das Unternehmen, angeboten von Georg Hefter, seinen Geschäftsführern und einigen Bereichsleitern, sowie dessen Vater, der erst vor kurzem seinen 88. Geburtstag feiern konnte und der zusammen mit seiner Frau Maria immer noch das Firmen-Geschehen aktiv begleitet. Eine Führungsgruppe bestand aus Mitgliedern des Marktgemeinderates.

Der Rundgang führte zuerst in den Raum, der Roboter beim Schweißen zeigt, und dann in das betriebseigene Elektrizitätswerk, das in Verbindung mit drei Blockheizkraftwerken umweltbewusst Energie und Wärme erzeugt. Eine weitere Station war die Lehrwerkstatt mit Vorführungen des Maschinenbau-Nachwuchses.

"Ausbildung in allen Unternehmensbereichen ist uns immer schon wichtig gewesen, weil eine gute Ausbildung auch gute Produkt- und Lieferqualität zum Ergebnis hat", so Georg Hefter, der in seinem Unternehmen derzeit 26 Lehrlinge mit einer Ausbildungszeit von drei bis dreieinhalb Jahren ausbildet. "In der Regel werden unsere Lehrlinge nach erfolgter Prüfung innerhalb der Betriebs-Familie übernommen, da wissen wir, wen wir haben", so Hefter weiter.

In den Fräszentren entstezen komplexe Teile, in der Qualitätssicherungsabteilung werden hochgenaue Messungen vorgenommen. In der Versuchswerkstatt stehen die aktuellen Aufbauten im Fokus. Unter anderem mithilfe von Lasersinter-Technik (auch bekannt als 3-D-Druck) werden die an den CAD-Arbeitsplätzen konstruierten Teile hergestellt. Hier entstehen innovative Ideen für die neuesten Produkte aus den Bereichen Medizintechnik, Sicherheitstechnik, Umwelt- und Energietechnik und Werkzeugmaschinenbau. Auch Office- und Bodenreinigungstechnik der Tochterfirmen Hefter Systemform und Hefter Cleantech sind weitere Bestandteile der Firmen-Erfolgsgeschichte.

Zweiter Produktionsstandort

in Ungarn

Um den Bedürfnissen des Weltmarktes gerecht zu werden, wurde in Ungarn ein zweiter Produktionsstandort mit mittlerweile zwei Werken aufgebaut. Wie Georg Hefter weiter erläuterte, kann dank Ungarn durch andere Lohn- und Energiepreise für den internationalen Markt ein optimaler Kostenmix erzielt werden.

In Prien erfolgt in erster Linie die Produkt-Entwicklung und die Serien-Produktion von hochkomplexen Produkten sowie die Kundenbetreuung und die Steuerung der verschiedenen Standorte. Nach einem vorgegebenen Zeitraum werden dann die Serienprodukte am Standort Ungarn produziert. Dort werden auch über 80 Prozent der Lackierarbeiten und Pulverbeschichtungen vorgenommen.

Immer wieder staunend blieben Bürgermeister und Gemeinderäte stehen, länger als geplant, insgesamt zwei Stunden waren sie unterwegs, unter anderem bei einem Buch-Scanner, der in einer Stunde maximal 2500 Seiten vollautomatisch lesen kann und der vor allem für Groß-Büchereien ein Bestell-Thema ist.

Über 50000 verschiedene Artikel sind im Lager vorrätig und werden flexibel und je nach Auftrag auskommissioniert. Auf ganz besonderes Interesse der Priener Kommunalpolitiker stießen die verschiedenen Lasersinter-Anlagen zum Herstellen von hochkomplexen Bauteilen aller Art aus diversen Materialien von Kunststoff über Titan bis zu Teilen aus Gold zum Beispiel für den Dental- oder Schmuckbereich sowie die Anlagen zum Personalisieren von Reisepässen, wie sie weltweit unter anderem in den Länder-Botschaften eingesetzt werden können.

"Vor acht Jahren waren wir zuletzt mit dem Priener Gemeinderat hier, was sich seitdem getan hat, verdient allen Respekt und Anerkennung", sagte Zweiter Bürgermeister Hans-Jürgen Schuster zur Familie Hefter.

Für die vielen Kinder gab es an diesem Tag kurzweilige Erlebnis- und Volksfest-Angebote wie Biathlon, Fahrsimulator, Hüpfburg, Kinderschminken, Tanzen und vieles mehr. Die Erwachsenen wurden im Festzelt mit Kaffee und Kuchen verwöhnt.

Am Abend gab es ein bayerisches Buffet, die "Sulzberger" sorgten für Stimmung, gekrönt von einem Auftritt des extra angereisten Kabarettisten Helmut Binser. Bis in die Morgenstunden wurde an einer großen Bar gefeiert. hö

Kommentare