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Bombenfund in Traunstein: Sprengsatz entschärft – Anwohner können zurück

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  • Elisabeth Sennhenn
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Bei Bauarbeiten auf einem Grundstück in der Chiemseestraße in Traunstein war am 10. September eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Aktuell (22. September) ist wieder eine Bombe aufgetaucht – auf der gleichen Baustelle. Die Stadt bereitet sich vor.

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Chiemseestraße in Traunstein ist zweimal innerhalb von zwei Wochen eine Fliegerbombe gefunden worden
  • In der Stadt werden betroffene Gebäude seit 14.30 Uhr evakuiert
  • Die Entschärfung der Bombe könnte gegen 16 Uhr beginnen

Update 22. September, 21.17 Uhr

Bombe in Traunstein ist entschärft

Entwarnung für alle Anwohner: Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die heute (22. September) bei Bauarbeiten in Traunstein gefunden wurde, ist entschärft. Nach der Evakuierung des Gebiets rund um den Fundort konnte das Team des Kampfmittelräumdienstes die beiden Zünder der 135 Kilogramm schweren Bombe deaktivieren. Die Anwohner können nun in ihre Häuser zurück und die Straßen sind wieder für den Verkehr freigegeben. Das meldete die Stadt Traunstein gegen 19 Uhr.

Die Bombe war am Dienstagvormittag bei Bauarbeiten an der Chiemseestraße entdeckt worden. Nach einer Lagesondierung wurde beschlossen, alle gut 1100 Anwohner im Umkreis von 350 Metern rund um den Fundort am Nachmittag um 14.30 Uhr zu evakuieren. Zahlreiche Freiwillige waren im Einsatz, um Stadt, Polizei und Rettungsdienst zu unterstützen. Gemeinsam errichteten sie Straßensperren, bereiteten die Turnhalle der Ludwig-Thoma-Grundschule als Notunterkunft vor, versorgten die Helfer mit Getränken und Essen oder überprüften jede Wohnung und jedes Haus, ob es auch wirklich verlassen war.

Die entschärfte 135-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die am 22. September in Traunstein gefunden wurde.

Gegen 16.15 Uhr war die Evakuierung des Gefahrenbereichs abgeschlossen, sodass eine halbe Stunde später die Entschärfung angeordnet werden konnte. Um 18:01 Uhr konnte der Sprengmeister Entwarnung geben. Er hatte beide Zünder deaktiviert und die Bombe verladen. Bei dieser Bombe dauerte die Entschärfung länger als bei der ersten, weil die Zünder und die Bombe selbst stärker beschädigt waren. Sie wird nun eingelagert und am Ende des Jahres vernichtet.

Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer lobte das große Engagement aller Einsatzkräfte, die nun nach dem ersten Bombenfund am 10./11. September zum zweiten Mal gefordert waren. „Ohne diese tatkräftige Hilfe wäre ein solcher Einsatz nicht zu stemmen. Insgesamt waren ca. 250 Personen im Einsatz – ihnen allen gilt mein herzlicher Dank. Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung Traunstein mit Bauhof und Stadtwerken, den Einsatzkräften der Polizei, des Roten Kreuzes, der Malteser Hilfsdienste und der Integrierten Rettungsleitstelle Traunstein, der Deutschen Bahn, und den über 100 Feuerwehrlern aus der ganzen Region. Herzlich danke ich auch Jürgen Pieperhoff, der auch wieder das Bürgertelefon der Stadt Traunstein betreute.“

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Update 22. September, 16.35 Uhr

Entschärfung der Bombe beginnt

Gegen 16.30 Uhr war die Evakuierung der Gebäude rund um die Chiemseestraße 25 in Traunstein abgeschlossen, meldet die Stadt. Der Bericht war gesichert. Die Experten beginnen damit, die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg zu entschärfen, die auf einer Baustelle gefunden wurde.

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Update 22. September, 15.07 Uhr

Entschärfung der Bombe könnte um 16 Uhr beginnen

Die Evakuierung in Traunstein hat begonnen. Nach Einschätzung aus Feuerwehrkreisen könnte das Sperrgebiet im Radius von 300 Metern um den Bombenfundort bis 16 Uhr soweit geräumt sein, dass die Entschärfung beginnen kann.

Bisher ist die Lage vor Ort wesentlich ruhiger und geordneter als bei der ersten Evakuierung. Auf den Ausweichrouten bilden sich allerdings immer längere Staus, Die Stadt warnt vor erheblichen Verkehrsbehinderungen bis in die Abendstunden. An der Wegscheidbrücke, einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt am Rand der Evakuierungszone, regeln Sicherheitskräfte den Verkehr

Betroffene reagieren gelassen und fühlen sich diesmal besser von der Stadt informiert, sagte zum Beispiele eine Tankstellenbesitzerin, deren Anlage genau am Rand des Evakuierungsgebiets liegt. Die Stadt hat unter 0861/65-700 ein Bürgertelefon eingerichtet. Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer zeigte in einer eilig einberufenen Pressekonferenz Verständnis, wenn die Traunsteiner die Situation nerven sollte. Hümmer kündigte auch an, dass die Stadt nach dem zweiten Bombenfund innerhalb weniger Tage nach der Entschärfung nicht zur Tagesordnung übergehen werde, da die Großbaustelle ohnehin als „Verdachtsfläche für Kampfmittel“ gelte.

Auch außerhalb der Sperrzone haben einige Geschäfte inzwischen vorsichtshalber geschlossen, auf den Straßen rund um das Sperrgebiet sind kaum noch Passanten zu sehen.

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Update 22. September, 13.35 Uhr

Gleicher Ort und gleicher Bombentyp

Es handelt sich offenbar um den gleichen Bombentyp wie beim ersten Fund auf dem Grundstück, eine 135-Kilo-Bombe mit zwei Zündern. Der Sprengmeister der Kampfmittelräumdienst-Firma aus Garmisch hat schon die erste Bombe entschärft und auch vor Jahren schon mehrere Bomben am Rosenheimer Bahnhof.

Es müssen etwa 1000 Personen evakuiert werden. Die Stadt und die Rettungsdienste richten gerade Sammelpunkte (s. Update 12-42 Uhr) ein, die Turnhalle der Ludwig-Thoma-Schule dient wieder als Notunterkunft. Die Hilfsdienste beginnen damit, bettlägerige Bürger aus dem Evakuierungsgebiet rund um die Großbaustelle an der Chiemseestraße abzutransportieren. Das Gesundheitsamt koordiniert derweil die Unterbringung von Kranken, die wegen einer Corona-Infektion zuhause in Quarantäne sind und ihre Wohnungen nun verlassen müssen.

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Update 22. September, 12.42 Uhr

Traunstein bereitet Evakuierung vor

Die Stadt Traunstein hat den Radius festgelegt, aus dem bei der Bombenentschärfung am 22. September die Gebäude evakuiert werden müssen.

Für die Entschärfung der Bombe, die heute (22. September) erneut an einer Baustelle an der Chiemseestraße 25 gefunden wurde, müssen wieder alle Anwohner in einem Umkreis von 350 Metern evakuiert werden. Diese Straßen und Hausnummern sind betroffen:

  • Vollständig evakuiert werden folgende Straßen: Engelsteinstr., Gamskoglstr., Gartenzeile, Gesselestr., Gmelchstr., Hochfellnstr., Hörndlwandstr., Rauschbergstr., Waldstr., Am Holzberg und Bahnweg.
  • In den folgenden Straßen sind folgende Hausnummern betroffen
  • Chiemseestraße 6,8,12,14,11,11a,15,17,19,21,22, 23,25,27,29, 31,33,35,37,38,34,36,40,40a,42,42a,44,46,48,48a,48b,50,
  • Einhamer Str. 1, Johann-Joseph-Wagner-Str. 3 und 7, Kreuzstr. 2, Permanederstr. 38, Pinzgauerstr. 15,16,17
  • Staufenstr. 31,31,,33,35b,37,37a,37b,39,41,43
  • Steffgenstr.1, 1a, 2

Für weitere Fragen rund um die Evakuierung ist die Bürgerhotline der Stadt Traunstein erreichbar unter der Telefonnummer 0861/65-700.

Der Unterricht an der Grundschule Haslach findet regulär statt. Die Nachmittagsbetreuung ist bis 14 Uhr gewährleistet. Der Kindergarten in Haslach ist auch betroffen. Hier endet aber die Betreuungszeit rechtzeitig vor der Evakuierung.

Auf dieser Baustelle in der Chiemseestraße 25 in Traunstein wurde am 22. September zum zweiten mal eine Weltkriegsbombe gefunden.

Alle Anwohner sind aufgefordert, ihre Häuser, Wohnungen und Geschäfte bis spätestens 14.30 Uhr zu verlassen. Die Stadt Traunstein stellt Betroffenen, die für die Entschärfung der Fliegerbombe ihre Wohnungen oder Arbeitsstellen verlassen müssen und denen keine andere Unterkunftsmöglichkeit zur Verfügung steht, ab 14 Uhr die Turnhalle der Ludwig-Thoma-Grundschule zur Verfügung.

Folgende vier Sammelpunkte werden für Bürger eingerichtet, die in der Lage sind zu gehen, sich aber nicht selbstständig aus dem Gefahrengebiet entfernen können:

  • Bushaltestelle beim Jobcenter
  • Bushaltestelle an der Chiemseestraße 15 (Netto/Kotter)
  • die Kreuzung Gmelchstraße/Angererstraße
  • die Kreuzung Hörndlwandstraße/Hochfellnstraße/Gartenzeile.

Dort werden die Bürger von den Rettungskräften mit einem Bus aus der Evakuierungszone gebracht.

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Update 22. September, 11.23 Uhr

Wieder Bombenfund auf Grundstück in der Chiemseestraße

Auf der Baustelle an der Chiemseestraße 25 wurde heute Vormittag (22. September) eine weitere Bombe gefunden. Das meldet die Stadt Traunstein. Die Polizei ist bereits vor Ort. Aktuell tagt der Krisenstab, um die weiteren Maßnahmen einschließlich erneuter Evakuierung der angrenzenden Bevölkerung in einem Radius von 350 Metern zu besprechen.

Bereits am 11. September war auf der Baustelle eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Sie konnte tags darauf entschärft werden. Das Grundstück war bereits vor Einrichtung der Baustelle auf Kampfmittel untersucht worden. Dennoch wurde erneut ein Blindgänger gefunden. Das Grundstück war bereits in den 70er Jahren mit einem Gebäude der Post bebaut.

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Update 11. September, 12.53 Uhr:

Sprengmeister deaktiviert beide Zünder – Chiemseestraße wieder frei

Pressemitteilung der Stadt Traunstein

Fotogalerie: Bombenfund in Traunstein am 10. September

Gerade ältere Menschen waren bei der Evakuierung auf Hilfe angewiesen.
Rund 100 Einsatzkräfte waren in Traunstein mit der Absicherung des Sperrgebiets und der Versorgung beschäftigt.
Das ist sie: Die 135 Kilo Bombe mit zwei Zündern, die in Traunstein entschärft wurde
Die Sperrzone umfasst rund 300 Meter rund um die Bombe.
Fotogalerie: Bombenfund in Traunstein am 10. September

Entwarnung für alle Anwohner: Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die am Donnerstag bei Bauarbeiten an der Chiemseestraße in Traunstein gefunden wurde, ist entschärft. Nach der Evakuierung des Gebiets rund um den Fundort konnte das Team des Kampfmittelräumdienstes die beiden Zünder der 135 Kilogramm schweren Bombe deaktivieren. Die Anwohner können nun in ihre Häuser zurück und die Straßen sind wieder für den Verkehr freigegeben.

Die Bombe war am Donnerstag bei Bauarbeiten an der Chiemseestraße zu Tage getreten. Nach einer Lagesondierung mit dem Sprengmeister beschloss der Krisenstab im Rathaus, am nächsten Morgen alle gut 1100 Anwohner im Umkreis von 350 Metern rund um den Fundort aus dem Sperrgebiet zu bringen. Bis Freitag, 8 Uhr, sollten alle Anwohner ihre Häuser und Wohnungen verlassen haben. Zahlreiche Freiwillige waren im Einsatz, um Stadt, Polizei und Rettungsdienst zu unterstützen. Gemeinsam errichteten sie Straßensperren, bereiteten die Turnhalle der Ludwig-Thoma-Grundschule als Notunterkunft vor, versorgten die Helfer mit Getränken und Essen oder überprüften jede Wohnung und jedes Haus, ob es auch wirklich verlassen war.

Gegen 10 Uhr war die Evakuierung des Gefahrenbereichs abgeschlossen, sodass um 10.20 Uhr die Entschärfung angeordnet werden konnte. Bereits gegen 11 Uhr konnte der Sprengmeister Entwarnung geben. Er hatte beide Zünder deaktiviert und die Bombe verladen. Sie wird nun eingelagert und am Ende des Jahres vernichtet.

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Update 11. September, 11.14 Uhr:

Bombe ist entschärft

Laut der Stadt Traunstein ist die 135-Kilo-Fliegerbombe entschärft.

Da die Bombe unweit der Bahnlinie München – Salzburg gefunden wurde, war unmittelbar vor der Entschärfung auch der Zugverkehr eingestellt worden. Es kommt noch zu Behinderungen im Bahnverkehr.

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Update 11. September, 9.50 Uhr:

Bahnpendler im Chaos

Die Bahnreisende Hildegard Mosinger kam bereits mit dem Bus aus Salzburg in Traunstein an. Sie berichtet uns: „Ich habe um 12 Uhr einen Arzttermin in München und hoffe, dass das jetzt irgendwie klappt.“

Im Bahnhof von Traunstein kommen nach vor wie Züge an, teils bleiben sie aber stehen und Bahnreisende werden auf den Schienenersatzverkehr umgeleitet. Jetzt soll der Schienenersatzverkehr laut Informationen vor Ort bereits ab Übersee eingerichtet sein. Rund 100 Menschen warten aber noch in Traunstein auf Weiterreisemöglichkeiten.

Die Bahn hat, so erfährt es unsere Reporterin vor Ort, die Informationen rund um die geplante Bomben-Entschärfung wohl erst gegen 9 Uhr bekommen. Die Folge: Die Fahrpläne hinken hinterher, nicht nur die des Schienenersatzverkehrs.

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Update 11. September, 9.15 Uhr:

Die Turnhalle der Ludwig-Thoma-Schule dient als Notunterkunft.

In der Turnhalle der Ludwig- Thoma-Volksschule, die als Notunterkunft für die Menschen aus dem Evakuierungsgebiet dient, ist derzeit wenig los. Hauptsächlich älteren Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund nutzen das Angebot. Unsere Reporterin trifft eine Anwohnerin wieder: Die Frau musste nach eigenen Angaben eine Stunde auf den Bus warten, der Anwohner aus der Sperrzone brachte.

Eine Mitarbeiterin der Caritas bringt auf Eigeninitiative einen älteren Herren in die Notunterkunft. Er habe weder von dem Bombenfund noch der Evakuierung gewusst.

Vor allem ältere Menschen wurden von den Maltesern zur Notunterkunft gebracht.

Jan Asan, der die Notunterkunft betreut, sagt, dass die meisten Einsatzkräfte nach einer langen Nacht der Vorbereitung und Besprechungen bereits seit mindestens 6 Uhr wieder auf den Beinen seien. Getränke und Essen würden im Laufe des Vormittags an die Wartenden in der Turnhalle geliefert.

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Update 11. September, 8.55 Uhr:

Wann fahren die Züge wieder nach Plan?

Polizeitrupps müssen sicher stellen, dass die Sperrzone menschenleer ist.

Laut Traunsteins Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer soll die Bahnstrecke München-Rosenheim im Bereich Traunstein noch auf unbestimmte Zeit betroffen sein – zumindest im Zeitfenster der Evakuierung.

Die Bahn meldet auf der Strecke Verspätungen und Teilausfällen: „Wir arbeiten an der Einrichtung eines Ersatzverkehrs, warten aber noch auf die Bestätigung unserer Partner.“

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Update 11. September, 8.50 Uhr:

Traunsteins Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer erklärt, warum die Informationen zur Evakuierung erst heute Morgen auch über Lautsprecher-Durchsagen zu den Bürgern gelangten. Man habe man auf so genannte die Allgemeinverfügung warten müssen. Außerdem sei es genau so angedacht, dass sich Bürger gegenseitig informierten. Panik zu verbreiten, indem die Einsatzkräfte mitten in der Nacht durch die Wohnsiedlungen patrouillierten, das sei sicher nicht gewesen, was man wollte.

Auf die Frage, wann man denn von einer Rückkehr der Betroffenen in die Sperrzone ausgehen könne, antwortet Hümmer: „Ich gehe von gar nichts aus.“

Insgesamt seien derzeit rund 100 Kräfte im Einsatz, dazu zwei Experten vom Kampfmittelräumdienst. Wer die Kosten für den Einsatz trage sei derzeit noch unklar, „vermutlich der Freistaat“.

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Update 11. September, 8.40 Uhr:

Bombe hat zwei Zünder

Die Feuerwehr riegelt das Sperrgebiet rund um die Bombe in der Chiemseestraße ab.

Derzeit läuft noch die so genannte Nachsuche, das heißt, dass die Einsatzkräfte Wohnungen und Häuser kontrollieren, damit die Sperrzone rund um die Bombe wirklich menschenleer ist – bis auf die Einsatzkräfte, darunter auch viele ehrenamtliche. Laut Traunsteins Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer ist die Bombe 135 Kilo schwer. Sie habe zwei Zünder, wobei einer „etwas komplizierter" sei, was die Entschärfung erschwere. Er hoffe, dass man gegen Mittag Entwarnung geben könne, so Hümmer, einen festen Zeitpunkt zur Entschärfung gebe es jedoch noch nicht.

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Update 11. September, 8.25 Uhr:

Die Ruhe vor der Entschärfung – Pressekonferenz

Die Traunsteiner nehmen die „Bombe ums Eck" gelassen: Bäckereien in der Sperrzone hatten bis zuletzt Kunden und die Feuerwehr muss sogar eine Frau stoppen, die kurz vor 8 Uhr noch zum Einkaufen ins Sperrgebiet wollte. Nun beginnt sich Ruhe über das Sperrgebiet zu legen, während sich die Reporter zur Pressekonferenz im Schrannensaal des Traunsteiner Rathauses sammeln. Diese ist bereits früher als zunächst angekündigt gestartet.

Pressenkonferenz zum Bombenfund im Traunsteiner Rathaus.

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Update 11. September, 8 Uhr:

Bahnstrecke gesperrt

Die Ruhe vor der Entschärfung: Blick auf die. Bahnstrecke München-Salzburg von der Traunsteiner Wegscheid-Brücke.

Laut Aussage der Feuerwehr vor Ort ist die Bahnstrecke München-Salzburg bei Traunstein nun größtenteils gesperrt. Die Bombe wird allerdings noch nicht entschärft, denn einige letzte Anwohner machen sich nun immer noch auf dem Weg aus dem Sperrgebiet. Viele fühlen sich nicht rundum informiert –nehmen es aber gelassen. Bereits 2016 mussten Anwohner in Traunstein wegen eines Bombenfundes ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

Eine Anwohnerin berichtet, dass sie wichtige Dokumente aus ihrer Wohnung mitgenommen habe. Sie sagt aber auch: Von Sorge könne keine Rede sein, sie habe sich seit gestern Nachmittag dank der Präsenz der Einsatzkräfte mehr als sicher gefühlt.

Die Feuerwehr informiert weiter per Lautsprecher über „die Notstandsmaßname, die behördlich angeordnet wird“.

Insgesamt sind es über 1.000 Anwohner, die wegen der in der Chiemseestraße gefundenen Bombe aus der Sperrzone müssen.

Da bereits um 9 Uhr eine Pressekonferenz anberaumt ist, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Traunsteins Oberbürgermeister Hümmer noch am frühen Vormittag Entwarnung geben kann.

Update 11. September, 07.54 Uhr:

Sperrzone leert sich

Nun beginnt die Feuerwehr mit Einsatzfahrzeugen und Lautsprecherdurchsagen, das Sperrgebiet zu räumen. Immer mehr Autos verlassen die Sperrzone.

Eine Anwohnerin berichtet uns allerdings, dass sie vergeblich auf den Bus wartete, der sie aus der Sperrzone und in die Notunterkunft der Ludwig-Thoma-Grundschule bringen sollte.

Der Leiter des Bürgertelefons, Jürgen Pieperhoff, in Traunstein hat auf Facebook einen emotionalen Post veröffentlicht. Er schreibt: „Ich bin stolz für eine Stadt zu arbeiten, in der so viel Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit vorhanden ist!“ und: „nie wieder Krieg“ - die Forderung des VdK ist aktueller denn je. Denn die gefundene Bombe stammt nicht aus dem jetzigen Jahrtausend“:

Update 11. September, 07.27 Uhr:

Sperrzone noch nicht geschlossen

An der Rupertistraße wird abgeriegelt.

Wie unsere Reporterin vor Ort berichtet, wird der Verkehr rund um die Sperrzone bereits umgeleitet. Es kommt zu leichten Verkehrsbehinderungen an der Ruperti-Straße. Scheinbar sind jedoch viele Busfahrer nicht informiert: Schulbusse werden von der Absperrung gestoppt und müssen umdrehen.

Rund um den Fundort an der Chiemseestraße fließt der Verkehr jedoch noch.

Bei Anwohnern sowie vor allem Angestellten und Geschäftsleuten, die in der Sperrzone arbeiten müssten, herrscht leichte Ungeduld. Werner Thiele, Geschäftsführer der Firma Böhm Traunsteiner Fensterbau, die in der Sperrzone liegt, hatte am Donnerstagabend gegen 17 Uhr von der Bombe erfahren. Zunächst war auch angedacht gewesen, sofort zu evakuieren – bis jetzt sei nichts passiert. Er sagt: „Wir wissen eigentlich von nichts. Wenn jemand kein Internet hat, ist es eher schwierig". Sollte bei der Entschärfung etwas schief gehen, dann würde es die Fensterfront seines Geschäftsgebäudes übel treffen. Auch viele Autohäuser liegen mitten in der Sperrzone.

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Update 11. September, 06.57 Uhr:

Sperrzone wird errichtet

Ab 7 Uhr sollen die Menschen aus der Gefahrenzone, die keine andere Unterkunft haben, in die Turnhalle der Ludwig- Thoma-Volksschule kommen oder gebracht werden.

Update 11. September, 06.33 Uhr:

Evakuierung beginnt um 7 Uhr

Die Stadt Traunstein stellt jenen Bürgerinnen und Bürgern, die für die Entschärfung der Fliegerbombe ihre Wohnungen oder Arbeitsstellen verlassen müssen, ab 7 Uhr die Turnhalle der Ludwig-Thoma-Grundschule zur Verfügung. 

Vollständig evakuiert werden folgende Straßen: Engelsteinstr., Gamskoglstr., Gartenzeile, Gesselestr., Gmelchstr., Hochfellnstr., Hörndlwandstr., Rauschbergstr., Waldstr., Am Holzberg und Bahnweg.

Jeder Bürger, der aufgrund körperlicher Beeinträchtigung, Krankheit oder Bettlägerigkeit nicht in der Lage ist, seine Wohnung oder sein Haus zu verlassen, kann sich ab sofort bei der Integrierten Rettungsleitstelle unter der Notrufnummer 112 melden. Der Transport wird dann sichergestellt.

Jeder Bürger, der in der Lage ist zu gehen, sich aber nicht selbstständig aus dem Gefahrengebiet bewegen kann, kann sich bis 7.45 Uhr an vier Sammelstellen einfinden und wird dort dann von den Rettungskräften mit einem Bus abgeholt.

Diese Sammelstellen sind die

  • Bushaltestelle am Arbeitsamt,
  • die Bushaltestelle an der Chiemseestraße 15 (Netto/Kotter),
  • die Kreuzung Gmelchstraße/Angererstraße und
  • die Kreuzung Hörndlwandstraße/Hochfellnstraße/Gartenzeile.

Update 10. September, 20.34 Uhr:

Behinderungen im Bahnverkehr während Bombenentschärfung

Wenn am Freitagmorgen (11. September) in Traunstein die Weltkriegsbombe auf der Baustelle in der Chiemseestraße 25 entschärft wird, dann hat das auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Denn im Evakuierungskreis verlaufen auch die Gleise der Bahnlinie München - Salzburg. Während der Entschärfung der Bombe am Freitagmorgen wird es zu Behinderungen im Bahnverkehr kommen.

Allgemeinverfügung der Stadt Traunstein als PDF

Zahlreiche Einrichtungen im Evakuierungskreis betroffen

Wie die Stadt Traunstein am Abend mitteilt, ist die Bombe etwas kleiner, als zunächst angenommen. Zuerst war von einer 350 Kilo schweren Bombe die Rede. Jüngsten Angaben zufolge hat die Bombe aber nur ein Gewicht von 135 Kilogramm.

Die Zünder der Bombe seien jedoch intakt, meldet die Pressestelle der Stadt. Aus diesem Grund werden die Gebäude in einem Umkreis von 350 Metern zum Fundort evakuiert sowie die Straßen und Wege gesperrt. Das beschloss der Krisenstab am Abend im Rathaus. Alle Anwohner in einem Umkreis von 350 Metern um den Fundort der Bombe sind aufgefordert, ihre Häuser, Wohnungen und Geschäfte bis spätestens 8 Uhr morgens zu verlassen. Dies betrifft auch den katholischen Integrationskindergarten Haslach, die Agentur für Arbeit sowie die Wohn- und Geschäftsräume der Lebenshilfe Traunstein.

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Aus Sicherheitsgründen müssen neben zahlreichen Nebenstraßen auch wichtige Straßen im Stadtgebiet wie natürlich die Chiemsee- und auch die Rupertistraße voll gesperrt werden, weshalb Stadt und Einsatzkräfte an alle Verkehrsteilnehmer appellieren, das Gebiet rund um die Wegscheidbrücke zu meiden und alle nicht zwingend notwendigen Fahrten im Stadtgebiet zu unterlassen. Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, das Gebiet großräumig zu umfahren.

OB appelliert an die Vernunft der Traunsteiner

Der Krisenstab im Rathaus hat sich unter der Leitung des Oberbürgermeisters am Abend zusammengefunden. Dr. Christian Hümmer: „Ich bitte alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger, Ruhe zu bewahren. Bitte verständigen Sie Ihre Nachbarn, verfolgen Sie die aktuellen Meldungen in den Medien und leisten Sie den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge. Wir sind bemüht, die Situation bestmöglich zu bewältigen.“

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Update 10. September, 17.39 Uhr

Anwohner sollen am Freitagmorgen ihre Häuser räumen

Eine Weltkriegsbombe wurde am Donnerstag auf einer Baustelle in Traunstein gefunden. Die Entschärfung der Bombe findet erst am morgigen Freitag, 11. September, statt. Darüber informiert die Stadt Traunstein in einer Pressemitteilung. Eine sofortige Evakuierung der Anwohner sei damit nicht mehr nötig.

In einem Radius von 350 Metern rund um die Chiemseestraße 25 sollen alle Anwohner bis zum morgigen Freitag, 11. September, 8 Uhr ihre Häuser und Wohnungen verlassen haben.

350 Kilo schwere Bombe in der Chiemseestraße

Die Bombe wurde auf der Baustelle eines großen Bauträgers an der Chiemseee-Straße gefunden. Die Polizei stellte eine 350 Kilo schwere Bombe fest. Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer und Siegfried Wesselak, Sachgebietsleiter im Ressort Sicherheit und Ordnung der Stadt Traunstein, haben sich vor Ort ein Bild von der Lage gemacht. 

Die Chiemseestraße ist eine der Haupteinfallstraßen von Traunstein und führt zur Wegscheidbrücke, der zentralen Verkehrsader. An der Chiemseestraße befindet sich neben Supermärkten und Autohäusern auch das Arbeitsamt.

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Die Erstmeldung vom 10. September, 16.45 Uhr

Traunstein – Über den Fund einer Weltkriegsbombe informierte die Stadt Traunstein am Donnerstagnachmittag. Die Bombe ist auf einer Baustelle in der Chiemseestraße 25 aufgetaucht – nahe der Traunsteiner Innenstadt.

Einsätzkräfte warnen die betroffenen Anwohner in Traunstein

Alle Bewohner in einem Radius von 350 Metern rund um die Chiemseestraße 25 werden aufgefordert, umgehend ihre Häuser zu verlassen. Die 350 Kilogramm schwere Bombe soll entschärft werden.

Einsatzkräfte gehen am Donnerstagnachmittag von Tür zu Tür und warnen die Bewohner, die sich im Gefahrenkreis befinden.

Rubriklistenbild: © Stadt Traunstein

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