Weiterhin kein direkter VHS-Kursbetrieb in Prien

Während mit den Lockerungen rund um Corona vieles wieder möglich wird, warten in ganz Bayern die Volkshochschulen immer noch darauf, den Präsenzunterricht wieder aufnehmen zu dürfen. Auch die VHS Chiemsee.

Prien – Die Türen der VHS Chiemsee sind seit dem 16. März geschlossen, der Kursbetrieb ruht. Dabei ist die VHS ein Wirtschaftsfaktor für Prien. Immerhin unterrichten rund 130 Dozenten in gut 540 Kursen. Dem gegenüber stehen fast 5900 angemeldete Kursteilnehmer. Ein Lichtblick sind Online-Kurse, die im Gesundheits- und Sprachenbereich angelaufen sind. Dennoch ist das Online-Angebot ein Tropfen auf den heißen Stein, sagt Elisabeth Girg, Geschäftsführerin der VHS Chiemsee. Man ist sich in der VHS darüber einig, dass Präsenzunterricht nicht dauerhaft durch Online-Kurse ersetzt werden kann. Girg fehlt aktuell eine Perspektive, da die Volkshochschulen in der momentanen Öffnungsdebatte nicht wahrgenommen werden. Und dies obwohl die VHS flexibel auf die derzeitige Situation reagieren könnte. Unterricht in kleinen Gruppen unter Einhaltung geregelter Infektionsschutzmaßnahmen wäre leicht machbar. Doch vorerst gibt es für die VHS keine Alternativen.

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Und so macht man sich in der VHS Prien Sorgen um die Zukunft. Vorsitzender Rudolf Eberhardt: „Die Volkshochschule finanziert sich zu 60 Prozent aus Einnahmen aus Kursgebühren.“ Hinzu kommen Zuschüsse von den Trägergemeinden und dem Land. Die bereits jetzt entstandenen Ausfälle seien schmerzhaft. Es sei höchste Zeit, dass die Politik den Weg freigebe, damit die Volkshochschulen aus dem Dilemma wieder herausfinden.

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