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BEBAUUNGSPLANVERFAHREN ABGESCHLOSSEN

Weiter freier Blick auf den Chiemsee

Der Blick vom Maurer Sitzbankerlam südlichen Ortsrand von Rimsting auf Chiemsee und Berge soll nicht durch neue Häuser verbaut werden. Darauf zielt die Bebauungsplanänderung ab, die der Gemeinderat jetzt mehrheitlich verabschiedet hat. Auf unserem Bild genießen Maria Hirn und ihre Tochter Sofia die Aussicht.  Thümmler
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Der Blick vom Maurer Sitzbankerlam südlichen Ortsrand von Rimsting auf Chiemsee und Berge soll nicht durch neue Häuser verbaut werden. Darauf zielt die Bebauungsplanänderung ab, die der Gemeinderat jetzt mehrheitlich verabschiedet hat. Auf unserem Bild genießen Maria Hirn und ihre Tochter Sofia die Aussicht. Thümmler

Der freie und unverbaute Blick vom Maurer Sitzbankerl, einem erhöhten Aussichtspunkt an der Westernacher Straße, auf den Chiemsee und die Chiemgauer Berge, soll erhalten bleiben. Dieses Ziel brachte der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung mit der Änderung des Flächennutzungs- und Bebauungsplanes zum Ausdruck. Das Gremium schloss das Verfahren nach über einem Jahr ab.

Rimsting – Durch Änderungen im Bebauungs- und Flächennutzungsplan wird im Norden der Westernacher Straße, im Anschluss an die baulichen Strukturen des Ortskerns, Bauland für zwei zusätzliche Gebäude am Hang ausgewiesen. Südlich davon soll aber kein weiteres Bauland mehr ausgewiesen werden. Dortige Grundstücke werden ganz oder zum Teil als Grünflächen beziehungsweise landwirtschaftliche Nutzflächen ausgewiesen, um ihre dauerhafte Freihaltung zu gewährleisten.

Natürlicher Geländeverlauf „landschaftsprägend“

Der beginnende Hangbereich nach Osten mit freiem Blick zum Chiemsee und der Aussichtspunkt, im Volksmund als „Maurer Sitzbankerl“ bekannt, sollen weiträumig von einer Bebauung freigehalten werden. Der natürliche Geländeverlauf wurde deshalb als landschaftsprägend definiert.

Weil Bürgermeister Josef Mayer persönlich betroffen ist, übernahm Zweiter Bürgermeister Andi Fenzl bei der abschließenden Abwägung der Behördenanregungen den Vorsitz der Sitzung im Rathaus. Fenzl zufolge gab es keine Einwendungen gegen den Änderungsentwurf von behördlicher Seite. Der Bund Naturschutz (Kreisgruppe Rosenheim) lehnte das Gesamtprojekt östlich der Westernacher Straße ab. Er sah als einzige Alternative die Umwandlung der gesamten Fläche zwischen Wester nacher Straße und „Maurer Sitzbankerl“ von einer Wohnbau- zu einer Grünfläche, ohne die geplanten Ausnahmen.

Das Gremium vertrat aber mehrheitlich die Auffassung, dass auch das zweite nun als Bauland ausgewiesene Grundstück einen „harmonischen Abschluss des Ortsrandes“ darstelle. Außerdem wurde im Beschluss hervorgehoben, dass die im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Wohnbauflächen um rund 6000 Quadratmeter reduziert werden, dem gegenüber nur eine Baulandausweisung von rund 1900 Quadratmetern stehe, wovon auch noch 300 Quadratmeter eine „bepflanzte Böschung“ seien. Die zusätzlich tatsächlich überbaubare Fläche umfasse nur rund 300 Quadratmeter für beide Grundstücke.

Nach Abwägung der vorgebrachten Bedenken und Anregungen sah das Gremium eine Änderung der Planung nicht veranlasst. Die Änderung des Flächennutzugsplanes wurde mit vier Gegenstimmen gebilligt. Er wird dem Landratsamt Rosenheim zur Genehmigung vorgelegt.

Ebenfalls mit vier Gegenstimmen von Rita Ass, Brigitte und Raimund Feichtner (alle UWG) sowie Mary Fischer (Freie Wähler) wurde die Änderung des Bebauungsplans gebilligt. Das Quartett hatte schon im gesamten Verlauf des Verfahrens gegen die Ausweisung von Baugrundstücken in diesem Bereich gestimmt.

Der abschließende, rechtliche Satzungsbeschluss für die Änderung des Bebauungsplanes erfolge, sobald die Genehmigung des parallel durchgeführten Änderungsverfahrens für den Flächennutzungsplan vorliege. Bis dahin sollen auch Bindungen nach dem Einheimischen-Modell mit den beiden Grundstückseigentümern notariell beurkundet werden, kündigte Fenzl an. th

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