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Der Weisheit letzter Schluss noch nicht gefunden

Der verkehrsberuhigte Bereich in der Reichenhaller Straße ist keine Ideallösung, und daher sucht der Inzeller Gemeinderat nach einer anderen Lösung. wegscheider

Inzell – Die Verkehrsführung in der verkehrsberuhigten Reichenhaller Straße wird in Inzell schon seit einiger Zeit diskutiert.

Nun hat der Gemeinderat die Zielformulierungen aus dem Interkommunalen Entwicklungskonzept beschlossen. Dabei wird unter anderem eine Reduzierung des Durchfahrtsverkehrs sowie der Durchfahrtsgeschwindigkeit durch ordnende Maßnahmen im Sinne der Straßenverkehrsordnung, gestalterische und bauliche Maßnahmen empfohlen.

Dass dort ein verkehrsberuhigter Bereich ist, bedeutet, dass Fußgänger die Straße in ihrer ganzen Breite benutzen dürfen, spielende Kinder erlaubt sind und Fahrzeuge Schrittgeschwindigkeit einhalten müssen – was einer Geschwindigkeit zwischen vier und sieben km/h entspricht. Die Fahrer dürfen Fußgänger dabei weder gefährden noch behindern. Das Parken ist außerhalb der dafür gekennzeichneten Flächen unzulässig, ausgenommen zum Ein- oder Aussteigen oder zum Be- oder Entladen.

Beim Ausfahren aus einem verkehrsberuhigten Bereich ist eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer auszuschließen. Wie beim Ausfahren aus einem Grundstück ist man gegenüber allen anderen Verkehrsteilnehmern wartepflichtig. Eine Rechts-vor-Links-Regel gilt in diesem Fall nicht. Leider, so befand das Gremium, sei Tag für Tag festzustellen, dass diese Vorschriften so gut wie von keinem eingehalten werden. Auch, dass die Durchfahrt für Lkw, ausgenommen Lieferverkehr, gesperrt ist, werde sehr oft nicht eingehalten.

Eine Überwachung der Geschwindigkeit ist nach Aussage der Polizei praktisch nicht möglich. Die Polizei empfiehlt, den verkehrsberuhigten Bereich aufzuheben, weil er in der Praxis nicht funktioniert.

Verschiedene Varianten kamen im Gemeinderat ins Spiel – von alles bleibt wie gehabt, bis zur beidseitigen Sperrung der Durchfahrt. Eine weitere Möglichkeit wäre eine Einbahnstraße ohne Änderung der Festlegung „Verkehrsberuhigt“ oder auch eine Einbahnstraße und Änderung auf Zone 20 (jeweils mit oder ohne bauliche Verengung). Nach Abwägung aller Argumente wurde vorgeschlagen, den verkehrsberuhigten Bereich aufzuheben und die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 20 km/h festzusetzen. Hinzu käme ein Durchfahrtsverbot für alle Fahrzeuge über 2,8 Tonnen sowie Busse, und zwar von der Einfahrt Schmelzer Straße bis nach dem Dorfkramer, ebenso eine Einbahnstraßenregelung von der Schmelzer Straße in Richtung Dorfkramer. Um die großen Fahrzeuge abzuhalten, ist dort eine Verengung der Fahrbahn vorgesehen. Blumentröge sollen helfen, die Geschwindigkeit zu reduzieren.

Durch diese Maßnahmen soll der Durchgangsverkehr deutlich reduziert und die Parksituation entschärft werden. Alle Anlieger würden auch weiterhin erreichbar bleiben. Die Ein- und Ausfahrt vom Rathausplatz zur B 306 wurde bereits in beide Richtungen freigegeben. Der Lieferverkehr zu den Gewerbebetrieben ist weiterhin über die B 306 und die Reichenhaller Straße möglich.

Dritter Bürgermeister Michi Lorenz möchte, dass die neue Lösung zumindest optisch ein gutes Bild machen soll. „Es macht keinen Sinn, dass man nur Betontröge hineinstellt, es muss ansprechend für Einheimische und Gäste sein.“

Annelie Gromoll (OBIC) schlug vor, die Planung zu digitalisieren, drei bis vier Vorschläge zu besprechen und die Alternative anschließend festzulegen. Sepp Rieder (SPD) ist der Überzeugung, dass bei einer Sperrung nur der Verkehr verlagert wird und das aber nicht nur auf die Bundesstraße. „Die jetzige Regelung kann so auf keinen Fall bleiben. Eine gute Möglichkeit ist auf jeden Fall eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 km/h“. Geschäftsführer Walter Neudecker stellte klar, dass zunächst eine Absichtserklärung festgelegt werden muss, um welche Maßnahme es sich letztlich handelt. Sollte der Gemeinderat sich zu einer Lösung durchringen, wäre ein Antrag beim Landratsamt zu stellen. Das wird dann eine Verkehrsschau durchführen und die Stellungnahmen der Fachbehörden einholen.

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