Weil‘s nicht wurscht is

Gammelskandal, Bakterien im Essen, schlechte Zustände in Betrieben oder bei Transporten von Tieren sind nahezu allgegenwärtig.

Doch statt nach einem „Mei, wie schlimm“ das Thema abzuhaken, gilt es Flagge zu zeigen. Wie? Mit Einkäufen beim regionalen Handel und bei Direktvermarktern. Letztere erleben in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom. Ja, die Lebensmittel sind teils teurer. Doch werden sie nicht querbeet durch die Lande gekarrt. Drei Faktoren spielen zudem für die Kunden eine Rolle: die eigene Gesundheit (keine Antibiotika und Co. in den Lebensmitteln), das Wohl der Tiere (artgerechte Haltung) und der ökologische Gedanke (weniger CO2-Ausstoß durch kurze Wege).  Beispielhaft ist hier die Offensive von Priener Direktvermarktern sowie der Prien Marketing GmbH. Sie geben eine Broschüre heraus, in der sich Lebensmittelerzeuger, die ihre Ware ab Hof verkaufen, präsentieren und organisieren Themenwanderungen mit Verkostungen zu den Betrieben. Das ist Aufklärung und Werbung in einem. Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, wo das Essen, das auf dem Teller liegt, herkommt. Denn es ist eben nicht wurscht, wie Lebensmittel entstehen, erzeugt werden und in die Ladentheken kommen.

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