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Weil es so viele betrifft: Priener Arzt-Patienten-Forum zum plötzlichen Herztod

Zusammen mit ärztlichen Kollegen informiert Chefärztin Dr. Andrea Menzl beim Chiemseer Arzt-Patienten-Forum über den plötzlichen Herztod, die Hintergründe von Herzkrankheiten und passende Therapieformen. klinik st. irmingard
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Zusammen mit ärztlichen Kollegen informiert Chefärztin Dr. Andrea Menzl beim Chiemseer Arzt-Patienten-Forum über den plötzlichen Herztod, die Hintergründe von Herzkrankheiten und passende Therapieformen. klinik st. irmingard

Der plötzliche Herztod steht im Mittelpunkt eines Arzt-Patienten-Forums mit Infoabend am Mittwoch, 20. November, ab 18.30 Uhr an der Klinik St. Irmingard. Dr. Andrea Menzl, Chefärztin für Kardiologie, erklärt im ovb-Interview,wie man sich schützen kann und was die Besucher des Infoabends erwartet.

Prien – Der plötzliche Herztod steht im Mittelpunkt eines Arzt-Patienten-Forums mit Infoabend am Mittwoch, 20. November, ab 18.30 Uhr an der Klinik St. Irmingard. Immerhin fallen diesem in Deutschland jährlich fast 200  000 Menschen zum Opfer. Im Interview mit der Chiemgau-Zeitung erläutert Dr. Andrea Menzl, Chefärztin für Kardiologie an der Klinik St. Irmingard, wie man sich schützen kann und was die Besucher des Infoabends erwartet.

Plötzlicher Herztod, das hört sich an wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Was passiert dabei?

Beim plötzlichen Herztod treten meist unvorhergesehen schwere Herzrhythmusstörungen auf, denen binnen weniger Minuten der Herzstillstand folgt. Die Betroffenen verlieren das Bewusstsein und die normale Atmung setzt aus. Dann sind unverzüglich Gegenmaßnahmen gefragt, denn mit jeder Minute sinkt die Überlebenschance um zehn Prozent. Per Definition liegt zwischen dem Auftreten der ersten Symptome und dem Tod maximal eine Stunde.

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Was ist in so einem Fall zu tun?

Im Idealfall wird beim Auftreten der geschilderten Symptome zuerst ein Notruf unter der Nummer 112 abgegeben und anschließend mit der Herzdruckmassage und ergänzend mit der Mund-zu-Mund-Beatmung begonnen. Wie so etwas geht, zeigen wir am Infoabend. Sofern vorhanden, sollte auch ein automatischer externer Defibrillator eingesetzt werden. Dieses Gerät gibt elektrische Impulse ab, die das Herz wieder in seinen normalen Rhythmus zurückbringen können. Der Notarzt und Rettungsdienst versorgen den Patienten dann weiter und bringen ihn in die Klinik zur Weiterbehandlung.

Wodurch werden die schweren Herzrhythmusstörungen ausgelöst, die zum plötzlichen Herztod führen können?

In den meisten Fällen werden die Störungen durch einen unvorhergesehenen Herzinfarkt ausgelöst. Ursache können aber auch bisher nicht entdeckte krankhafte Veränderungen des Herzens sowie Entzündungen oder eine Schwäche der Herzmuskulatur sein. Dazu kommen als Risikogruppe Menschen mit einem angeborenen Herzfehler oder solche, die bereits einen Herzinfarkt hatten, der zu einer deutlichen Schwächung des Herzmuskels geführt hat. Mitunter trifft es auch junge Sportler mit nicht entdeckter Herzerkrankung.

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Gibt es besondere Risikofaktoren?

Neben den genannten Herzerkrankungen sind ganz allgemein ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel oder ein zu hoher Blutdruck und ein nicht richtig eingestellter Cholesterinspiegel Faktoren, die einen Vorfall begünstigen können.

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Zum Schutz gegen den plötzlichen Herztod werden heute auch implantierbare Defibrillatoren zur Therapie eingesetzt. Wie funktionieren sie?

Die Defibrillatoren sind ähnlich wie Herzschrittmacher, sie schützen das Herz jedoch zusätzlich vor diesen gefährlichen schnellen Rhythmusstörungen mit 180 bis 280 Schlägen pro Minute. Die kleinen Geräte werden unter die Haut oder Muskulatur verpflanzt und die Sonden führen über die großen Venen ins Herz. Die richtige Funktion muss regelmäßig überprüft werden. Wie man damit gut leben und sogar reisen kann, erklären wir beim Infoabend.

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Gibt es Einschränkungen?

Man muss ein paar Vorsichtsmaßregeln im Umgang mit elektromagnetischen Feldern beachten etwa bei Induktionskochherden, bei Flughafenkontrollen oder speziellen medizinischen Untersuchungsmethoden.

Beim Infoabend geht es auch um Reanimation zur Verringerung des Risikos beim plötzlichen Herztod.

Das ist ein ganz wichtiger Faktor. Wir wollen den Leuten zeigen, wie man richtig beatmet und Herzdruckmassagen durchführt. Ebenso ermutigen wir die Besucher, dass sie sich an die Erste Hilfe herantrauen und wir zeigen, dass sie als Ersthelfer quasi nichts falsch machen können.

Nachsorge ist ein wichtiger Erfolgsfaktor nach einer Operation. Was bietet die Klinik St. Irmingard hier an?

Wir haben verschiedene Herzsportgruppen, die über zwei Jahre gehen und von den Kassen erstattet werden. Dann gibt es eine intensivierte ambulante Rehabilitationsnachsorge arbeitsgebleitend oder Informationsveranstaltungen das Arzt-Patienten-Forum. In Kürze werden wir auch eine spezielle App für Info-Angebote der Klinik herausbringen.

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