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So feiern Promis aus der Region Weihnachten

Sängerin Stefanie Hertel bei einer ihrer Fernsehshows. Die Feiertage verbringt sie mit ihrer Familie.
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Sängerin Stefanie Hertel bei einer ihrer Fernsehshows. Die Feiertage verbringt sie mit ihrer Familie.

Die OVB-Heimatzeitungen hörten sich bei Persönlichkeiten aus der Region um, wie sie den Heiligen Abend erleben und welche Gedanken sie zum Fest haben.

Von Sybille Wunderlich, Siegi Huber und Tanja Weichold

Rosenheim/Prien/Traunstein – Weihnachten steht dieses Jahr unter besonderen Vorzeichen. Wegen der Corona-Pandemie müssen soziale Kontakte auf ein Minimum beschränkt werden. Auch am Heiligen Abend und an den Feiertagen gilt die Ausgangsbeschränkung ab 21 Uhr, die beliebten Christmetten können zu später Nachtstunde nicht stattfinden. Dennoch ist das Weihnachtsfest ein Fest mit besonderer Bedeutung. Die meisten Menschen finden trotz geänderter Rahmenbedingungen einen Weg, das Fest schön zu gestalten.

Mettenwürstl, Rehfilet und Rotwein

Der Rosenheimer Landrat Otto Lederer verbringt den Heiligen Abend wie immer mit Frau und den drei Kindern von 16 bis 20 Jahren. Die begleiten traditionell nachmittags mit ihren Instrumenten die Kindermette und die Eltern hören zu. „Danach gibt es daheim Mettenwürste und Bescherung mit allen Kindern“, erzählt Otto Lederer gegenüber unserer Zeitung.

Erinnerungen an die Kindheit

Das Besondere an Weihnachten ist für den Landrat die Erinnerung an die Kindheit. Die steht ihm sehr lebendig vor Augen, denn er lebt in seinem Elternhaus mit seiner Familie und seinem Vater im Tuntenhausener 100-Seelen-Dorf Berg. „Weihnachten ist ein schönes friedliches Fest mit der Familie unter einem Dach“, so Lederer. Sein Traunsteiner Kollege, Landrat Siegfried Walch, wird in Inzell den Heiligen Abend ebenfalls in kleinem Rahmen verbringen. Der leidenschaftliche Hobbykoch und Genießer schwingt den Kochlöffel, auf der Menükarte für ihn und seine Freundin steht Rehfilet, natürlich „von einem der Metzger meines Vertrauens“. Dazu gibt’s ein besonders erlesenes Tröpfchen Rotwein. Nach dem Essen zu Zweit geht es nach alter Familientradition zur unweit gelegenen Wasserkapelle, die für die Familie von besonderer Bedeutung ist.

Nähe zu Gott spüren und Dankbarkeit

Weihnachten verbindet Walch in theologischer Sicht mit der Geburt Christi, mit seiner Mensch-Werdung. „Gott will den Menschen ganz nahe sein“. In weltlicher Sicht sieht der Landrat das Weihnachtsfest als Anlass zu überlegen, was jeder selbst dazu beitragen kann, damit ein Werk gelingt und nicht zu jammern. „Ich bin zum Beispiel sehr dankbar dafür, dass ich Corona nicht in einem anderen Land erleben muss, sondern in Deutschland sein darf. A bissl Dankbarkeit würde uns allen ganz gut tun!“ Der Schauspieler und vierfache Familienvater August Zirner lebt in Prien. Er schreibt den OVB-Heimatzeitungen für Weihnachten folgende persönliche Gedanken: „Weihnachten ist für mich ein Fest der Stille, ein Fest der Lichter, Anlass, darüber zu staunen, dass wir alle irgendwann einmal geboren wurden. Ein Fest der Geburt.“

Skifahrer Pepi Ferstl macht sich keinen Stress

Für Skifahrer Pepi Ferstl wird der Heiligabend wie immer ohne viel Stress ablaufen. Gefeiert wird daheim in Tengling mit seiner Frau Vroni und den beiden Kindern Hannes und Leni. „Wichtig ist, dass sich unsere Kinder über die Geschenke bei der Bescherung freuen. Das erinnert mich immer sehr an meine eigene Kindheit“, so der bald 32-Jährige. Bevor er sich am ersten Weihnachtsfeiertag auf zum nächsten Weltcup nach Bormio in Italien macht, wird er noch einen Kurzbesuch bei seinen Eltern machen. „Aber nur zwischen Tür und Angel und mit Abstand wegen Corona“, sagt der Kitzbühel-Sieger im SuperG von 2019. Der ehemalige Biathlet Andi Birnbacher verbringt den Heiligen Abend wie zuletzt immer mit seiner Frau Anna und den Kindern Luis und Moritz. Nach der Bescherung gibt es geräucherten Fisch. „Den haben wir im Geschäft gekauft und nicht selber geangelt“, verrät der passionierte Hobbyfischer. Später kommen noch seine Eltern vorbei.

Nach den Weihnachtsfeiertagen geht es in die Ruhpoldinger Chiemgau Arena

Die weiteren Feiertage lässt es der Nachwuchstrainer gemütlich und entspannt angehen. Am Montag darauf ist er wieder in der Ruhpoldinger Chiemgau Arena. Seine Trainingsgruppe wird im Vorfeld der World-Team-Challenge am 29. Dezember an den Start gehen.

Stefanie Hertel mag viel Weihnachtsschmuck um sich haben

Weihnachten spielte in der Karriere der vielseitigen Künstlerin Stefanie Hertel schon immer eine große Rolle, ob als Fernsehmoderatorin oder Sängerin. Auch privat schätzt sie diese Zeit „Unser ganzes Haus in Schleching ist seit dem ersten Advent weihnachtlich geschmückt. Ich habe ganz viel erzgebirgischen Weihnachtsschmuck aufgestellt.“

Christbaum beim Bauern ausgesucht

Papa Eberhard Hertel und die Schwiegermama sind zu Besuch. Den Weihnachtsbaum hat sich die Familie schon Anfang Dezember bei einem Bauern ausgesucht. Stefanie Hertel schmückt ihn mit Kugeln, Strohsternen und den ausgesägten Sternen von ihrem Großvater, sogar echte Kerzen am Baum werden angezündet. Um 19.45 Uhr schaut sich die ganze Familie ihre Fernseh-Sendung „Weihnachten daheim“ an. Die Sendung wurde bereits im November in der Heimat von Stefanie im Vogtland aufgezeichnet. Gegessen wird traditionell Käsefondue.

Spaziergang, Spiele und Video-Telefonate

Am ersten Feiertag wird der Geburtstag der Schwiegermama gefeiert. „Da gibt es einen veganen Maronen-Nuss-Braten mit Rotkohl und Semmelknödeln. Da ich Vegetarierin bin, ist diese Köstlichkeit bei uns seit einigen Jahren schon zur Tradition geworden,“ berichtet Stefanie. Am Abend ist sie erneut im Fernsehen zu sehen im ZDF bei Horst Lichter. An den Feiertagen will die Familie spazieren gehen, Spiele spielen, Filme schauen und den Nachbarn über den Gartenzaun winken. Auch einige Video-Telefonate mit Freunden und Familie sind geplant.

Horst Köhler feiert mit seiner Familie heuer auf die Ferne

Der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler schreibt auf Anfrage: „Seit wir im Chiemgau unseren zweiten Wohnsitz haben, ist es Tradition, die Feiertage mit der Großfamilie dort zu verbringen. Das bedeutet aber Anreisen aus Berlin, Bonn, Frankfurt und Lüneburg. Wir haben uns entschieden, das in diesem Jahr zu unterlassen. Am Anfang haben dies am meisten die Enkelkinder bedauert. Jetzt sind sie mit Feuer und Flamme dabei, meine Frau und mich kundig zu machen, wie das Internet genutzt werden kann für das gemeinsame Singen und Vorlesen am Heiligen Abend. Sie machen das Beste aus der für alle unerwünschten Situation. Wir finden das großartig. COVID-19 ist eine große Herausforderung an uns alle. Ich habe Vertrauen in unsere Bundesregierung und Ministerpräsident Söder.“

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