Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Marquartstein und Reit im Winkl jetzt als neue Mitgliedsgemeinden im Verein "Ökomodell Achental" aufgenommen

Weichenstellungen für das noch junge Jahr

Bergen - In der Gesamtvorstandssitzung des Vereins Ökomodell Achental im Bergener Rathaus begrüßte Josef Loferer, Erster Vorsitzender des Ökomodells und Bürgermeister von Schleching, die neuen Mitgliedsgemeinden Marquartstein und Reit im Winkl. Er überreichte den Bürgermeistern Andreas Dögerl und Josef Heigenhauser feierlich ihre Mitgliedsurkunden.

Im Ökomodell, das im Jahre 1999 gegründet wurde, haben sich nun neun Gemeinden zusammengeschlossen: Bergen, Grabenstätt, Grassau, Marquartstein, Reit im Winkl, Schleching, Staudach-Egerndach, Übersee und Unterwössen. Josef Loferer freut sich über die neuen Mitglieder: "Wir haben durch die gemeindeübergreifende Arbeit im Achental schon viel bewegen können. Durch die Erweiterung der Mitgliedsgemeinden hat das Ökomodell nun noch bessere Möglichkeiten eine zukunftsorientierte Entwicklung des gesamten Achentals voranzubringen." Überdies stellte sich Stefan Kattari, neuer Mitarbeiter in der Ökomodell-Geschäftsstelle in Schleching, vor. Stefan Kattari wird als Gebietsbetreuer für das Achental tätig sein.

Um das Ziel, das Achental bis 2020 vollständig mit erneuerbaren Energien aus der Region versorgen zu können, wird eine Machbarkeitsstudie zur Wasserkraftnutzung an der Tiroler Achen mittels Fließgewässerkraftwerken in Auftrag gegeben. In unabhängigen Studien sollen die ökologische, die technische und die ökonomische Machbarkeit untersucht werden. Die Finanzierung dieser Untersuchungen mit Kosten im fünfstelligen Bereich wird voraussichtlich vom Bayerischen Wirtschaftsministerium unterstützt. Den verbleibenden Eigenanteil tragen die neun Ökomodell-Gemeinden.

Bürgermeister und Beisitzer waren sich einig, dass im Achentaler Energiekonzept die Nutzung der Wasserkraft eine besondere Stellung einnimmt. Langfristig besteht das Ziel darin, unabhängig von den großen Wettbewerbern lokale Energieversorger aufzubauen. Auf diese Weise kann die maximale Wertschöpfung in der Region gehalten werden, neue Arbeitsplätze entstehen und es erfolgt ein weiterer Meilenstein zum Umbau der Energieversorgung im Achental.

Ein weiterer Beschluss der Vorstandssitzung galt der Schaffung einer neuen Personalstelle, um die im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) priorisierten Maßnahmen umzusetzen. Nach Festlegung der Förderhöhe durch das Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern wird das Ökomodell die Stelle offiziell ausschreiben. Der Schwerpunkt der ILE-Maßnahmen gilt dem Tourismus im Achental. Weitere Felder sind die Themen Landwirtschaft und regionale Wertschöpfung, Energie und Klimaschutz, Innenentwicklung und Gewerbe sowie Sozialstruktur und Ehrenamt. Das "Soziale Netzwerk Achental" ist mittlerweile über den Internetauftritt der Gemeinde Grassau abrufbar.

Fritz Irlacher, Initiator des Ökomodells und Altbürgermeister von Schleching, war im November letzten Jahres als Vorsitzender des Ökomodells zurückgetreten. Einstimmig wurde beschlossen, ihn als Ehrenvorsitzenden und wichtigen Multiplikator weiterhin in die Arbeit des "Ökomodell Achental" einzubinden. Ferner wurde der von Geschäftsführer Wolfgang Wimmer vorgestellte Haushalt für die Achental Betriebs- und Entwicklungs GmbH und das "Ökomodell Achental" diskutiert. Unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Gemeinderäte beschloss der Gesamtvorstand, den Haushalt von 22000 Euro für die GmbH und 263000 Euro für den Verein.

Barthl Irlinger informierte abschließend zur Situation des Sport-Hallenbades in Unterwösssen. Um die Attraktivität des Schwimmbads zu erhöhen, wurden neue Angebote zum Beispiel für Kinder und Senioren geschaffen. Er appellierte an die Bürgermeister, für den Schwimmunterricht in den Achental-Schulen das Hallenbad zu nutzen. Nur im Zusammenspiel der Gemeinden können wichtige Infrastrukturmaßnahmen erhalten werden. re

Kommentare