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Vier von sechs Intensivpatienten werden beatmet

Wegen hoher Corona-Inzidenz: Besuchsverbot in den Traunsteiner Kliniken

Ein Besuch in den Traunsteiner Kliniken ist ab heute nur noch in Ausnahmefällen möglich.
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Ein Besuch in den Traunsteiner Kliniken ist ab heute nur noch in Ausnahmefällen möglich.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Die Zahlen sind nach wie vor besorgniserregend. Während die bayernweite Corona-Ampel auf Grün steht, sind die Krankenhäuser im Südosten Bayerns gut gefüllt. Die Kliniken Traunstein reagieren auf die hohe Inzidenz mit einem erneuten Besuchsverbot in ihren Häusern, das ab Donnerstag, 4. November 2021, gilt.

Traunstein – „Die Infektionszahlen im gesamten südostoberbayerischen Raum befinden sich auf einem Rekordhoch“, erklärt Klinikensprecher Ralf Reuter in einer Pressemitteilung. Aufgrund der aktuellen Situation passten die Klinken Südostbayern die Besuchszeiten in allen sechs Häusern entsprechend an. Ab Donnerstag, den 4. November, gelte nun wieder ein Besuchsverbot.

Der Impfbus ist wieder unterwegs, hier das Bild von einem früheren Termin in Ruhpolding.

In Einzelfällen würden Ausnahmen gemacht, allerdings erfordere dies eine Rücksprache mit dem Stationsarzt und der Information der Screeningstelle am Patienteneingang. Diese stellen die Klinik in Aussicht für eine Begleitperson in der Pädiatrie (ein Elternteil), für Versorgungs- und Betreuungspersonen mit konkretem Patientenauftrag, für einen Angehörigen eines Palliativpatienten sowie die Schwangerenbegleitung und Väter bei der Niederkunft.

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

Dabei sei laut Reuter weiterhin konsequent die 3-G-Regel zu beachten: Geimpfte, Genesene und Getestete (PCR nicht älter als 48 Stunden oder qualifizierter Antigenschnelltest nicht älter als 24 Stunden) dürfen in oben genannten Ausnahmefällen die Kliniken betreten. Die Nachweisdokumente müssten vorgelegt werden.

„Wir sind uns bewusst, dass das erneute Besuchsverbot für Angehörige sowie Patienten erhebliche Einschränkungen mit sich bringt, aber der Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter geht vor“, so Reuter. Und ergänzt: „Wir werden engmaschig prüfen, wie lange wir diese Regelung aufrechterhalten müssen und bitten alle Besucher und Patienten um Verständnis.“

Im Landkreis Traunstein lagen laut gestriger Auskunft des Landratsamtes 43 Landkreisbürger mit Corona im Krankenhaus, das waren drei weniger, als am Tag zuvor. Sechs Personen waren gestern auf der Intensivstation, vier von ihnen müssen beatmet werden.

Die Impfzentren des Landkreises Traunstein sind dienstags bis samstags geöffnet. Im Bild ein Archivbild vom Impfzentrum in Altenmarkt.

Fast die Hälfte der Krankenhauspatienten sind geimpft

Von diesen 43 Krankenhauspatienten mit Wohnsitz im Landkreis Traunstein gestern waren laut Landratsamt 21 geimpft, darunter auch zwei von der Intensivstation. Neuaufnahmen gab es sechs auf der Normalstation, das heißt, das heißt, das gleichzeitig neun Patienten entlassen werden konnten.

Die Sieben-Tage-Inzidenz kratzt mit 595,5 an der 600er-Marke. 347 Neuinfektion sind laut Landratsamt von Mittwoch auf Donnerstag im Gesundheitsamt gemeldet worden. Ingesamt seien 1275 aktive Covid-Fälle bekannt.

Dr. Wolfgang Krämer, Leiter des Gesundheitsamtes Traunstein, erklärt auf Nachfrage der OVB Heimatzeitungen: „Der Blick auf das Dashboard des Robert-Koch-Instituts zeigt: Die ganze Region ist überproportional betroffen: Südliches Oberbayern, Oberösterreich, Salzburg.“ Aktuell kämen bei den Corona-Infektionen laufend weitere Schwerpunkte hinzu. „Es sind in der Regel fast nur Cluster, also Ausbruchsgeschehen im familiären beziehungsweise privaten Umfeld zu beobachten“, so Krämer.

Schulen oder sonstige Einrichtungen hätten aktuell im Infektionsgeschehen keinen großen Anteil an der Weiterverbreitung des Virus. Schüler würden aufgrund der Testungen bei positiven Testnachweisen sehr schnell herausgefiltert und es komme nur zu vereinzelten Weiterübertragungen in den Klassen.

Der Gesundheitsamtsleiter zieht folgendes Fazit: „Ursächlich für die hohe Inzidenzentwicklung bei uns im Landkreis wie auch in der gesamten Region ist nicht zuletzt eine niedrige Impfquote trotz des umfangreichen Impfangebots von Impfzentren und Ärzteschaft.“

Das Landratsamt weist darauf hin, dass die Impfzentren des Landkreises in Altenmarkt und Traunstein nach wie vor dienstags bis samstags von 15 bis 20 Uhr für Impfungen zur Verfügung stehen. Das Gesundheitsamt rate eindringlich zur baldigen Auffrischungsimpfung mit einem nRNA-Impfstoff, insbesondere für folgenden Personenkreis: Personen ab 70 Jahren, Bewohnern von Altenpflegeeinrichtungen, Pflege- und medizinischem Personal sowie Personen mit einem Immundefekt.

Auffrischung auch beim Hausarzt

Gesundheitsamtschef Krämer spricht beim genannten Personenkreis von einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko). Auch der Hausarzt könne für die Auffrischungsimpfung aufgesucht werden. Personen, die nicht unter die derzeitige Empfehlung der Stiko fielen, sollten die Auffrischungsimpfung mit dem Hausarzt besprechen.

Neben der Auffrischungsimpfung rät das Gesundheitsamt allen, die noch nicht geimpft sind, sich impfen zu lassen. Neben den niedergelassenen Ärzten stehe auch hierbei das Impfzentrum des Landkreises Traunstein inklusive Impfbus unbürokratisch und ohne Terminvereinbarung zur Verfügung.

Landrat Siegfried Walch verweist auf Impfung

„Die Impfung ist weiterhin die wichtigste Maßnahme zur Bekämpfung der Corona Pandemie. Nur so können schwere Verläufe verhindert und unser Gesundheitssystem entlastet werden“, wird Landrat Siegfried Walch in der Meldung des Landratsamtes zitiert.

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