Wegen Corona-Pandemie: Grassauer Advent abgesagt

Auf die festliche Atmosphäre im Hefterstadel beim Grassauer Advent muss verzichtet werden.
+
Auf die festliche Atmosphäre im Hefterstadel beim Grassauer Advent muss verzichtet werden.

Die Corona-Pandemie zwingt die Veranstalter des Grassauer Advents zum Handeln: Weil sie kein schlüssiges Hygienekonzept vorlegen können, muss der beliebte Markt abgesagt werden.

Von Tamara Eder

Grassau – Der Grassauer Advent im Hefterstadel kann wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Zu groß ist die Gefahr, dass sich auf dem Markt mit 40 Ständen Menschen anstecken könnten. Für viele Händler und Vereine bedeutet die Absage massive Einbußen. „Wir können für den Christkindlmarkt leider kein schlüssiges Hygienekonzept vorlegen“, erklärt Caroline Zeisberger, die den Markt organisiert.

Lesen Sie auch

Corona-Pandemie: Christkindlmarkt in Schleching abgesagt

Ein Markt wäre nur im Außenbereich möglich – das Besondere sei aber gerade die Örtlichkeit im Hefterstadel, also in geschlossenen Räumen. „Wir haben nach Alternativen gesucht“, betont Zeisberger. „Wir können jedoch nicht verhindern, dass größere Personengruppen zusammenstehen. Wir können auch nicht von jedem Besucher die Kontaktdaten ermitteln.“ Somit müsse der Christkindlmarkt ersatzlos gestrichen werden.

Der Grassauer Advent wurde bislang immer von einer Ausstellung im Heftersaal begleitet. Dabei übernahm der Trachtenverein die Bewirtung und Musikgruppen traten auf. Ob auch ohne Markt eine Ausstellung organisiert wird, kann Caroline Zeisberger noch nicht sagen.

+++

Tipp der Redaktion:Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

Möglich wäre eine kleine Schau, da im großen Heftersaal die Abstandsregeln eingehalten und die Anzahl der Besucher begrenzt werden können. Eine Bewirtung könne es aber nicht geben. Fraglich ist zudem, ob der beliebte Glühweinstand vor der Kirche an den Adventswochenenden und nach der Christmette öffnen wird. Dies hänge von den Infektionszahlen ab.

Nach Absage des Michaeli-Marktes, des Kinderkleidermarktes und des Spielzeugmarktes ist dies nun eine weitere Absage, die in den Dezember hineinragt. Warum die Absage für den Markt so früh erteilt wird, hängt mit der Planung zusammen. Standbetreiber sollten frühzeitig informiert werden, um keine unnötigen Kosten und Zeit in die Vorbereitung zu investieren. tb

Kommentare