Wegen Corona heuer in Inzell nur eine Sammelaktion

Altpapier
              und Altkleidung wurden direkt vor der Haustür abgeholt. Hier von Barbara Pauli.
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Altpapier und Altkleidung wurden direkt vor der Haustür abgeholt. Hier von Barbara Pauli.

Jeweils bis zu vier Tonnen erwartet: Inzeller Kolpingsfamilie organisierte Herbstsammlung für Altpapier und Altkleider.

Von Helmuth Wegscheider

Inzell – Normalerweise wird eine landkreisweite Sammlung von Altkleidern und Altpapier von der Kolpingsfamilie jeweils im Frühjahr und im Herbst durchgeführt. Allerdings musste die Frühjahrssammlung Corona bedingt in diesem Jahr ausfallen und somit gab es nur eine Aktion jetzt im Herbst, jedoch unter strengen Sicherheits- und Hygienevorkehrungen. Ein eigens dafür notwendiges Konzept für Altpapier- und Altkleidersammlung wurde von Hans Pauli erstellt.

Vor der Haustür abholen lassen

Es konnten wieder Papier und Kleidungsstücke an den unterschiedlichen Sammelstellen abgegeben werden. Zudem gab es aber auch Möglichkeit in den verschiedenen Ortschaften, die Utensilien direkt vor der Haustür an die Straße zu stellen um sie abholen zu lassen.

In Inzell und Weißbach fuhren Mitglieder der Kolpingfamilie St. Michael die verschiedenen Straßen ab, die vorab bekannt gegeben worden waren. Die Kleidersäcke und die zusammengebundenen Papierstapel (Zeitungen und Kataloge) mussten die Sammler dann nur noch ins Auto einladen. Auch in Weißbach wurden die abgestellten Sachen abgeholt und nach Inzell zum großen Sammelcontainer am Pfarrheim gebracht.

Aufgeladen wurden Babysachen, Gebrauchtkleidung, Anzüge, Strickwaren, Haushaltswäsche, Hüte, Mäntel, Decken und Federbetten, ebenso wie Zeitungen, Illustrierte, Kataloge, Bücher und Telefonbücher. Nicht angenommen wurden dagegen Packmaterial und Kartonagen.

Sammlung schon seit vielen Jahren

Diese Sammlung der Kolpingfamilie gibt es schon seit über 40 Jahren und der jeweilige Termin wird immer von der Kolping-Bezirksleitung festgelegt. Ein Container wird dann jährlich zweimal vor dem Roten Kreuz/Pfarrheim in Inzell aufgestellt. Bei jeder Sammlung kamen bislang rund vier Tonnen Altpapier und auch in etwa so viel Kleidersachen zusammen.

„Bei der Herbstsammlung ist die Kleidung erfahrungsgemäß etwas leichter. Das liegt wohl an der Winterbekleidung, die im Frühjahr abgegeben wird“, so Hans Pauli, langjähriger Vorsitzender der Kolpingfamilie Inzell. „Allerdings hat diese ja heuer aus bekannten Gründen ausfallen müssen und deshalb liegt das Gewicht in diesem Jahr ein wenig höher.“

Soziale Zecke werden unterstützt

Der Erlös aus dieser Sammlung wird in der Gemeinde für soziale Zwecke verwendet. So wurde in den letzten Jahren der Kinderspielplatz im Badepark renoviert und eine neue Wippe angeschafft werden. Ein Jahr zuvor gab es einen größeren Zuschuss für den Inzeller Kindergarten für Spielgeräte und ein neues Spielhaus. Im vorletzten Jahr erhielten die Ministranten einen Zuschuss für deren Rom-Wallfahrt.

In diesem Jahr waren Gabi Maier, Herbert Pausch und Hans Pauli vor Ort beim Container, um die angelieferten Sachen angemessen zu verstauen. Unterstützt wurden sie dabei von den beiden Kindern Eva Maier und Tom Pleger. Mit den beiden Fahrzeugen unterwegs in den Gemeinden Inzell und Weißbach waren Rudi Lisowski mit seinem Sohn Wolfgang sowie Gerhard Kecht mit Barbara Pauli.

Ein Vorteil für die Helfer ist in jedem Jahr, wenn die Altpapierpakete handlich verpackt sind und nicht zu schwer gemacht werden.

Die nächste Sammlung für Altkleider und Altpapier ist für April 2021 geplant.

Im großen Container verteilten (von links) Eva Maier und Tom Plegerdie Altpaierpacken und die Altkleidersäcke. Wegscheider

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