Wasserwacht warnt: „Von Wassersport absehen“

Traunstein – Ab dem Wochenende werden die steigenden Temperaturen viele Menschen nach draußen locken.

Neben den gesperrten Wanderwegen schlagen die Rettungskräfte für den Chiem sse und die umliegenden Seen und Flüsse Alarm: Die Wasserwacht des BRK bittet die Bevölkerung, Wassersport und Aktivitäten am Wasser zur Sicherheit aller zu unterlassen. Pressesprecher Sohrab Taheri-Sohi betont gegenüber unserer Zeitung die angespannte Personallage aufgrund der Corona-Krise. „Bei Einsätzen rund ums Wasser ist generell dann ein großes personelles Aufgebot der Fall mit Rettungswagen und Notarzt.“ Bei aller Vorsicht der Sportler, komme es bei Wassersportaktivitäten immer wieder zu Einsätzen, bei denen Wasserwacht und andere Rettungskräfte angefordert werden. „Die Kapazitäten stehen zurzeit aber auf Abruf für Einsätze aufgrund der Corona-Krisenlage“, so Taheri-Sohi. Verschärfend komme an den Seen und Uferbereichen hinzu, dass aufgrund der aktuellen Situation und der Winterruhe Wachstationen nicht besetzt seien oder werden könnten. „Wer im Rahmen der Ausgangsbeschränkung zum Segeln, Standup-Paddling oder Kitesurfen geht, hat bei einem Unfall auch mit längeren Zeiten bis zum Eintreffen der Hilfskräfte zu rechnen“. Vor allem am größten bayerischen Gewässer, dem Chiemsee, könne bei Gewässertemperaturen von aktuell rund acht Grad Celsius ein Notfall tödlich enden.

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