Übernahme von 32 Kilometer Leitungsnetz
Wasserversorgung Unterwössen ab 2023 in kommunaler Hand: So teuer wird das
Zum 1. Januar 2023 übernimmt die Gemeinde Unterwössen einige Gesellschaftsanteile. Darunter 32 Kilometer Leitungsnetz und einen Hochbehälter. Der Gesamtkaufpreis des gemeindlichen Haushalts wurde ebenfalls bekannt gegeben.
Unterwössen – Die Wasserwerk GmbH & Co.KG ist der zentrale Versorger im Ortsteil Unterwössen. 24 Gesellschaftsanteile gehen zum 1. Januar 2023 an die Gemeinde über und ein Anteil wird noch treuhänderisch verwaltet.
Die Gemeinde übernimmt damit 32 Kilometer Leitungsnetz, einen Hochbehälter, den Tiefbrunnen Hacklau sowie einige Grundstücke. Der Gesamtkaufpreis beträgt 675.000 Euro, die aus dem gemeindlichen Haushalt beglichen werden.
Private Wasserwerke für Versorgung zuständig
Die Wasserversorgung ist primär eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Unterwössen war seit Generationen an mehrere privat betriebene Genossenschaften und zuletzt an die privat betriebene Wasserwerk GmbH und Co. KG übertragen worden. Diese hat die Versorgung stellvertretend für die Gemeinde übernommen. Nun stehen umfangreiche Investitionen an, die für die Firma ohne größere Kapitalerhöhung nicht leistbar gewesen wären. Anstehende Maßnahmen sind die Erweiterung des Hochbehälters, die Sanierung der Leitungsnetze und die Schaffung einer Notversorgung.
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In einem interkommunalen Wasserkonzept mit der Gemeinde Schleching wurde eine gemeindeübergreifende Notversorgung gutachterlich betrachtet und für möglich erachtet. Fördermittel können hierfür nur öffentliche Träger erhalten. Deshalb wurden Gespräche mit den Fachstellen und die Verhandlungen mit den Gesellschaftern aufgenommen, die nun zu diesem – für alle Beteiligten zufriedenstellenden – Ergebnis geführt haben.
„Mein Dank gilt den Verhandlungsführern für die offene und zielgerichtete Kommunikation, den Fachstellen für die kompetente Beratung sowie den Gemeinderäten für das Mittragen dieser weitreichenden Entscheidung, ich bin mir sicher, das ist ein guter Tag für Unterwössen“, so Bürgermeister Ludwig Entfellner (CSU).
re/CF