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Gemeinderat stimmt neu kalkulierten Beträgen der Kämmerei zu

Wassergebühren steigen in Siegsdorf

Die Arbeiten zum Bau einer neuen Ring-Hauptwasserleitung von Schweinbach über Wimpasing nach Traundorf laufen. Ziel ist eine sichere und zukunftsfähige Versorgung.
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Die Arbeiten zum Bau einer neuen Ring-Hauptwasserleitung von Schweinbach über Wimpasing nach Traundorf laufen. Ziel ist eine sichere und zukunftsfähige Versorgung.

Die Gemeinde Siegsdorf investiert laufend hohe Beträge ins Kanalnetz und die Wasserversorgung. Das macht nach drei Jahren eine erneute Anpassung der Gebühren notwendig, der Gemeinderat stimmte zu.

Siegsdorf – Ab 1. Februar erhöht sich der Trinkwasserpreis in Siegsdorf um 31 Cent auf 1,85 je Kubikmeter. Dies beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung bei der Gegenstimme von Willi Geistanger (Grüne). Einstimmig fiel dagegen die Abstimmung für höhere Gebühren beim Einleiten von Schmutzwasser um 26 Cent auf 2,13 Euro pro Kubikmeter aus und um 30 Cent für Schmutz- und Oberflächenwasser im Mischsystem um 30 Cent auf 2,36 Euro pro Kubikmeter.

Kosten müssen laut Gesetz gedeckt sein

Der dreijährige Kalkulationszeitraum der Beitrags- und Gebührensatzung läuft zum Jahresende aus, deshalb waren die Beträge neu zu berechnen. Dabei sind die Gemeinden gemäß des Kommunalen Abgabengesetzes zu kostendeckender Arbeitsweise verpflichtet. Der neue Kalkulationszeitraum wird nun vier Jahre umfassen, um für mehrere Jahre eine Gebührenstabilität zu erhalten.

Kämmerer Josef Bauer erklärte dem Siegsdorfer Gemeinderat, dass die Höhe der Gebühren auf der Grundlage der „ansetzbaren Kosten“ ermittelt werden, zu denen neben den Betriebs- und Unterhaltskosten auch die Abschreibungen und eine „angemessene“ Verzinsung des Anlagekapitals gehörten. Der kalkulatorische Zinssatz für die neuen Gebühren sei von der Kämmerei auf 2,3 Prozent festgesetzt worden und entspreche damit dem Durchschnittswert für Kredite aus Kapitalmitteln der letzten 20 Jahre.

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Die Gemeinde Siegsdorf habe in den vergangenen drei Jahren rund 1,3 Millionen Euro in die Wasserversorgung investiert. Von 2019 bis 2021 seien darüber hinaus noch Unterdeckungen in Höhe von rund 351 000 Euro zu verzeichnen. Verbunden mit den allgemeinen Preissteigerungen erhöhten sich auch die Betriebskosten.

Eine kostendeckende Wassergebühr müsste für die nächsten Jahre also 1,85 Euro je 1000 Liter Trinkwasser zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer betragen, was eine Erhöhung um 31 Cent bedeuteten würde.

Hohe Ausgaben bei der Kanalsanierung

Auch beim Abwasser ergab sich auf diese Weise eine Erhöhung von 30 Cent, die Grundgebühren blieben unverändert. Die Betriebs- und Unterhaltskosten bei Grundstücken, von denen nur Schmutzwasser in den gemeindlichen Kanal eingeleitet wird, erhöhen sich verbunden mit der allgemeinen Kostensteigerung auch durch große Ausgaben zur Kanalsanierung und den steigenden Betriebsanteil bei der Kläranlage Traunstein.

Dort ist die Gemeinde Siegsdorf mit einem Anteil von 20,64 Prozent an den Betriebs- und Investitionskosten beteiligt.

Aus Klärgas wird Strom erzeugt

Hier wird ebenso kräftig in die Zukunft investiert, zum Beispiel die Errichtung eines neuen Blockheizkraftwerks zur Klärgasverstromung, in Pumpenstationen und den Neubau des Betriebsgebäudes. In das Siegsdorfer Abwassernetz waren die vergangenen drei Jahre etwa 1,8 Mio Euro in Sanierung und Erweiterung geflossen.

Auf Vorschlag des Haupt- und Finanzausschusses, der die Thematik ausführlich vorberaten und behandelt hatte, genehmigte der Gemeinderat die Änderung der Gebührensatzungen zur Lieferung von Trinkwasser und zur gemeindlichen Abwasserentsorgung.

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