Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Weltkrebstag am 4. Februar

Was Sie über Krebs wissen müssen - Traunsteiner Experten antworten

Wegen der Corona-Pandemie kam bei vielen Menschen die Krebsvorsorge zu kurz. Grafik: KSOB
+
Wegen der Corona-Pandemie kam bei vielen Menschen die Krebsvorsorge zu kurz.

Krebs kann jeden treffen. Daher bietet das Onkologische Zentrum Traunstein zum Weltkrebstag am 4. Februar 2022 eine Telefonsprechstunde an. Über ein wichtiges Thema, über das man nicht gerne redet.

Landkreis Traunstein – „Versorgungslücken schließen“ so lautet das Motto der Internationalen Vereinigung gegen Krebs (UICC) zum 22. Weltkrebstag, am Freitag, 4. Februar. Dies ist der Anlass für das Onkologische Zentrum Traunstein eine Telefonaktion zu starten und verstärkt über die Möglichkeiten der Krebsprävention und der Krebsfrüherkennung sowie über die aktuellen Entwicklungen auf den Gebieten der Diagnose, Therapie und Nachsorge zu informieren.

Das „Onkologische Zentrum Traustein“ ist das interdisziplinäre Krebszentrum in der Region Chiemgau/Berchtesgadener Land. Unter seinem Dach arbeiten alle Kliniken und Abteilungen im Klinikum Traunstein sowie ein Netz ausgewählter niedergelassener Fachärzte zusammen, die spezialisiert sind auf die Diagnose, Behandlung und Erforschung aller bösartigen Erkrankungen.

40 Prozent der Fälle vermeidbar

Jedes Jahr erkranken in Deutschland circa 500.000 Menschen neu an Krebs mit steigender Tendenz. Allein in Deutschland leben über vier Millionen Menschen mit einer Krebserkrankung. Nach Schätzungen könnten bis zu 40 Prozent aller Krebsfälle durch eine gesunde Lebensweise vermieden werden.

„Diese Zahlen machen klar, dass Krebs ein ganz bedeutendes Gesundheitsproblem unserer Gesellschaft ist. Sie zeigen aber auch, dass jeder durch ein gesundheitsbewusstes Verhalten sein individuelles Krebsrisiko senken kann“, erklärt Chefarzt Dr. Thomas Kubin, Sprecher des Onkologischen Zentrums im Klinikum Traunstein. Die Vermeidung von Lifestyle-Risikofaktoren birgt ein enormes Potenzial gegen die Entstehung von Krebs.

Verhalten mit Folgen

Hierzu gehören Rauchen (etwa 19 Prozent aller Krebserkrankungen sind darauf zurückzuführen), Bewegungsmangel, Übergewicht, hoher Fettverzehr, zu viel Alkohol, Verzehr von gegrillten, gepökelten oder geräucherten Speisen, regelmäßiger Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch, ballaststoffarme Ernährung mit zu wenig Aufnahme von Obst und Gemüse und übermäßige UV-Strahlung.

Genauso wichtig wie die Prävention ist aber auch die regelmäßige Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen, die einen beginnenden Krebs in frühen Stadien entdecken können. Dann können die Betroffenen mit recht hoher Wahrscheinlichkeit von dem Tumor geheilt werden. Natürlich sollte jeder, der unklare Beschwerden hat, sich auch außerhalb der empfohlenen Termine bei einem Arzt vorstellen und entsprechend abklären lassen.

Die Coronapandemie hat auch dazu geführt, dass viele Menschen Arztbesuche, Vor- und Nachsorgeuntersuchungen vermieden haben. Die Folgen zeigen sich so langsam mit einer Zunahme von Krebsdiagnosen in fortgeschrittenen Stadien, was dazu führt, dass die Heilungsquoten zum Teil deutlich absinken und die Überlebenszeit und die Lebensqualität stark beeinträchtigt werden kann.

Eine kompetente und uneingeschränkte Versorgung von Patienten mit aktiver Krebserkrankung ist im Onkologischen Zentrum Traunstein jederzeit gewährleistet. Von daher ergeht der Aufruf, Vorsorgeuntersuchungen, Abklärung bei Beschwerden sowie auch die wichtigen Nachsorgeuntersuchungen unbedingt wahrzunehmen.

Innovative Behandlungsformen

Dank einer immer besseren biologischen Charakterisierung von Tumoren, aber auch einer rasch wachsenden Anzahl von Medikamenten und Behandlungsmethoden können wir heute für die meisten Krebspatienten ganz individuelle, personalisierte Therapiemöglichkeiten mit zielgerichteten Therapien, Immuntherapien oder neuartigen Therapiekombinationen anbieten.

Verein unterstützt

Auch wenn die moderne Krebsmedizin heutzutage oftmals hervorragende Behandlungsergebnisse vorweisen kann, kommen Information, Kommunikation und Unterstützung für die Patienten und ihre Angehörigen leider mitunter zu kurz. Der Kostendruck im stationären und ambulanten Gesundheitssektor lässt der Zuwendung zu den psychosozialen Problemen häufig wenig Raum.

Deshalb wurde in Kooperation mit dem Onkologischen Zentrum Traunstein der Verein „Gemeinsam gegen den Krebs e.V.“ gegründet. Ein breit gefächertes Angebot von der Familiensprechstunde über eine Ernährungsberatung bis hin zu psychosozialer und psychoonkologischer Beratung steht den Patienten und ihren Angehörigen damit kostenfrei und jederzeit zur Verfügung.

So sind die Experten zu erreichen

Die Telefonaktion des Onkologischen Zentrums am Weltkrebstag, Freitag, 4. Februar, bietet die Möglichkeit, sich über sämtliche Aspekte zum Thema Krebs zu informieren. Unter Telefon 0861/70-51005 stehen die Fachexperten des Onkologischen Zentrums Traunstein von 15 bis 17 Uhr für individuellen Fragen kostenlos zur Verfügung. Zu folgenden Fachrichtungen sind Anrufe möglich:

Für Brustkrebs und gynäkologische Tumore: Prof. Dr. Christian Schindlbeck, Juliane Singhartinger und Lisa Fricke.

Für medikamentöse Therapien in der Hämatologie/Onkologie: Dr. Thomas Kubin und Dr. Florian Zettl.

Für Magen-Darm-Tumoren: Dr. Björn Lewerenz und Dr. Manuel Strohmeier.

Für Prostatakrebs und weitere urogenitale Tumoren: Prof. Dr. Dirk Zaak und Dr. Thomas Hofmann.

Für Operationen im Bauchbereich: Dr. Thomas E. Langwieler und Dr. Birgit Reinisch.

Für Strahlentherapie: Dr. Thomas Auberger, Dr. Irmtrud Kleff und Dr. Ingrid Jacob.

Pressemitteilung/RE