LESERFORUM

Was ist los mit dem Irmengard-Hof?

Zum Bericht über die Björn-Schulz-Stiftung Irmengard-Hof im Lokalteil:

Ich war von 2010 bis 2019 Fundraiserin der Björn-Schulz-Stiftung Bayern und habe die Entwicklung des Irmengard-Hofes von Anfang an begleitet. Der Bericht macht mich sehr ärgerlich, da er nicht nur die Sportler, sondern auch deren Sponsoren diskreditiert. Ich habe in meiner Verantwortung als Fundraiserin viele Jahre eng mit Magdalena Neuner, Steffi Böhler und Tobias Angerer sowie deren Sponsoren zusammengearbeitet. Die Sportler haben sich mit viel Engagement und Herzblut für den Aufbau des Irmengard-Hofes eingesetzt und in jährlichen Charity-Veranstaltungen, die gemeinsam mit den Sponsoren ermöglicht wurden, beachtliche Spendensummen erreicht.

Der Irmengard-Hof war ihr Herzensprojekt – das Verhältnis zu den bayerischen Mitarbeitern war geprägt von Vertrauen und Wertschätzung. Der Hof ist eine soziale Einrichtung, die es Familien mit schwerkranken Kindern ermöglicht, eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Dass dies möglich wurde, daran haben Magdalena, Steffi und Tobias einen großen Anteil, denn sie konnten auch ihre großartigen Sponsoren als dauerhafte Spender für den Hof gewinnen.

Wenn sie sich entscheiden, ihr Amt niederzulegen, sollte man diese Entscheidung respektieren. Wenn man mehr über die Beweggründe wissen möchte, sollte man nicht einen lapidaren Brief schreiben, sondern mal in die Selbstreflexion gehen. Wenn das Herz des Hofes, die Hauseltern, von jetzt auf gleich herausgerissen wird, weil ein Unternehmensberater Kosten einsparen will, dann stellt man sich Fragen.

Ulrike Baumgartner

Dachau

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