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Nachfrage nach Betreuung groß

Warum ziehen in Reit im Winkl Kinder ins Seniorenheim ein?

Das bisherige Seniorenheim an der Tiroler Straße soll künftig den Kindergarten beherbergen und dazu seniorengerechtes Wohnen ermöglichen.
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Das bisherige Seniorenheim an der Tiroler Straße soll künftig den Kindergarten beherbergen und dazu seniorengerechtes Wohnen ermöglichen.
  • VonJosef Hauser
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Die Kindergartenfrage zieht größere Kreise. In Folge davon könnte neuer bezahlbarer Wohnraum in der Gemeinde entstehen. Wie das alles zusammenhängt, erklärte der Bürgermeister auf der Bürgerversammlung.

Reit im Winkl – Die Gemeinde Reit im Winkl kauft das Gebäude des bisherigen Seniorenheims an der Tiroler Straße und will es nach einer Sanierung und Erweiterung als Kindergarten und für seniorengerechtes Wohnen nutzen. Dies gab Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU) bei der Bürgerversammlung im Festsaal bekannt.

Zum eingangs erwähnten Thema sagte der Bürgermeister, dass wegen der großen Nachfrage im September letzten Jahres befristet für ein Jahr eine Zusatzgruppe des Kindergartens im Pfarrsaal eingerichtet worden sei. Da heuer viele Kindergartenkinder in die Schule kämen und außerdem ab September ein Waldkindergarten als neues pädagogisches Angebot eingeführt werde, könne der Bedarf derzeit so gedeckt werden.

Wald-Wagen ist vom her Standort flexibel

Die Gemeindeverwaltung habe sich in enger Abstimmung mit der Kindergartenleitung für den Kauf eines Waldkindergartenwagens entschieden, der eine Veränderung des Standorts leichter ermögliche als ein fixer Standort.

„Eine große Herausforderung ist die Frage, wie es mit dem Gebäude für Kindergarten und Kinderkrippe weitergehen soll“, stellte der Bürgermeister fest. Bislang sei die Kirchenstiftung sowohl Eigentümerin des Anwesens als auch Trägerin der Einrichtung. Im Falle einer Sanierung des Bestandsgebäudes oder auch eines Neubaus auf Kirchengrund würde sich die Erzbischöfliche Finanzkammer finanziell mit einem Drittel beteiligen, ebenfalls zu etwa ein Drittel fördere die Regierung von Oberbayern.

Mindestens ein Drittel beziehungsweise alle nicht gedeckten Kosten hätte die Gemeinde zu tragen. Die Planungen der Kirche lägen mit Gesamtkosten von knapp 7 Millionen Euro sehr hoch.

Angebot für Kinder und Senioren im ehemaligen Anthojo-Gebäude

„Diese Bedingungen und die Schließung des Seniorenheims durch den Betreiber Anfang letzten Jahres haben uns veranlasst, die Sache völlig neu zu überdenken und Alternativen zu prüfen“, berichtete Bürgermeister Schlechter. Die Gemeinde habe daher eine Machbarkeitsstudie für die Sanierung und Erweiterung des bisherigen Seniorenheims an der Tiroler Straße zur Nutzung als Kindergarten und für mitarbeiter- und seniorengerechtes Wohnen zum Vergleich in Auftrag gegeben.

Zusammengefasst habe die Studie ergeben, dass die Gemeinde diese beiden Nutzungen an dieser Stelle verwirklichen könne. Die hierfür prognostizierten Kosten lägen unter denen für einen Neubau an der Schwimmbadstraße zusammen mit der Kirche. Das Ergebnis habe den Gemeinderat überzeugt, und so habe er nun gemeinsam mit den Eigentümern den Kaufvertrag für das frühere Seniorenheim unterzeichnet.

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Nach Genehmigung der Urkunde durch den Gemeinderat und des vor Kurzem beschlossenen Nachtragshaushalts durch das Landratsamt trete der Vertrag in Kraft. „Zusammen mit den Planern, dem Team des Kindergartens sowie Pflegediensten und weiteren Fachleuten für seniorengerechtes Wohnen möchten wir das Haus zu einem Ort für Jung und Alt, für das ganze Dorf und für unsere Zukunft entwickeln“, so Bürgermeister Schlechter.

Schafft Kirche Wohnraum?

Wenn alles gut laufe, könne der Kindergarten im Sommer 2024 umziehen, und die Wohnungen könnten bezogen werden. An der bisherigen Stelle des Kindergartens habe die Kirche die Möglichkeit, bezahlbaren Wohnraum zu errichten und zur Verfügung zu stellen. Die Gemeinde biete in diesem Fall jegliche Unterstützung an.

Weiter ging der Bürgermeister in der Versammlung auf den geplanten Verlauf der Hochwasserschutzbaustelle des verrohrten Hausbachs ein. Bis Anfang Juli werde jetzt noch in der Nähe der Kirche gebaut. Ab Mitte oder Ende August bis zur Winterpause gehe es dann weiter bis zur Alten Schmiede. Im Frühjahr 2023 beginne der technisch anspruchsvollste Abschnitt von dort bis zum neuen Einlaufbauwerk unterhalb des Grünbühels. Für diesen Bauzeitraum müsse eine Notumfahrung für die Anlieger sowie für Rettungsdienst und Feuerwehr nördlich des Grünbühels und durch den Barfußpark bis zum Seerosenweg hergestellt werden.

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