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Diskussion über erneuerbare Energien

„Es pressiert“: Warum Windkraft auch im Achental eine Rolle spielen sollte

Weithin sichtbar, aber vom Bund gewollt: Auch im Landkreis Traunstein müssen wohl mehr Windräder installiert werden.
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Weithin sichtbar, aber vom Bund gewollt: Auch im Landkreis Traunstein müssen wohl mehr Windräder installiert werden.

Wohin soll die Region Achental in Sachen erneuerbarer Energien gehen? Über dieses Thema haben Kommunalpolitiker in Unterwössen beraten. Klar wurde dabei auch: Die Windkraft sollten die Kommunen beim künftigen Energiemix nicht ganz außer Acht lassen.

von Alexander Reber

Unterwössen – Nach derzeitigem Stand müssten 0,7 Prozent der Landkreisfläche für Windenergie genutzt werden, bis 2032 soll dieser Anteil 1,8 Prozent betragen, wie Christian Nebl schilderte. Er ist Abteilungsleiter für Bauen und Umwelt beim Landratsamt Traunstein.

Ansonsten könne Windkraft praktisch ohne große Berücksichtigung landesmäßiger Interessen gebaut werden. Dies stelle eine Strafe dar, die nicht gewollt sein könne, aber drohe, warnte Birgit Seeholzer, Geschäftsführerin der Wirtschaftsforderungsgesellschaft Chiemgau.

Ambitionierte Projekte

Die sogenannte 10-H-Regel, so Nebl, sei kürzlich für sogenannten Vorrangflächen ab Mitte 2023 abgeschafft worden. In dieser Sache habe der Bund eingegriffen. Aufgrund der Themen Naturschutz, Tourismus und Erholungsgebiete bestehe in den Alpen die größte Herausforderung. Jedoch befinde sich im Achental einiges im Fluss:

Es stünden ambitionierte Projekte an, Biomasse, Wasserkraft und Solar spielten eine große Rolle, und es gebe jederzeit „umfangreiche Unterstützung“ seitens des Landratsamts. Im Auftrag des Kreises habe die Chiemgau GmbH für alle Gemeinden im Landkreis Traunstein eine Potenzialstudie für die Energieträger Fotovoltaik, Wasserkraft, Geothermie und Biomasse ausgeschrieben.

„Eine Nutzung von zwei Prozent der Flächen durch Windkraft könne 75 Prozent des Bruttostromverbrauches abdecken und dies preisgünstig bei vier bis acht Cent pro Kilowattstunde. Windräder sind flächeneffizient am sinnvollsten“, warb Peter Beermann, Vertreter des Landesprojekts „Windkümmerer“ für die Region Oberbayern, für diese Form der Stromerzeugung. Er räumte aber auch ein, dass die Windräder einen entscheidenden Nachteil hätten: Sie seien weithin in der Landschaft sichtbar.

Bevölkerung über Vorteile informieren

Es sei wichtig, die Bevölkerung und die Kommunalpolitik über die Vorteile zu informieren, betonte Georg Huber an dieser Stelle. Er ist Sprecher der Windkraftinitiative im Landkreis Traunstein. Derzeit bestehe noch die Möglichkeit, Großinvestoren und Energiekonzerne von außerhalb zu verhindern.

Es müsse möglichst schnell etwas bewegt werden, Bürgerwindräder seien eine mögliche Alternative. Aber auch Kreis, Stadt und Kommune könnten handeln.

„Wir dürfen uns nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, es pressiert!“, appellierte Huber. Die Initiative, welche Huber vertritt, war maßgeblich am Bau der bestehenden Anlagen in Schnaitsee und in Palling sowie bei den Planungen weiterer Anlagen beteiligt. Laut Beermann seien nun Kommunikation und Planung wichtig, „um die Wertschöpfung lokal zu halten“. re

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