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Neues Gesetzespaket

Warum 22.000 Traunsteinern der Impfstatus aberkannt wird

Coronavirus - Spanien
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22.000 Traunsteiner gelten ab morgen als ungeimpft. 

Die neuen Corona-Regeln lassen tausende Einwohner im Landkreis Traunstein ohne gültigen Impfstatus zurück. 22.000 Traunsteiner sind davon betroffen.

Traunstein – Nur noch bis morgen liegt nach § 22a des Infektionsschutzgesetzes mit zwei Einzelimpfungen ein vollständiger Impfschutz vor. Ab Samstag, 1. Oktober, fällt diese Regelung weg. Dann gilt gemäß des neuen Gesetzespakets nur noch als vollständig geimpft, wer mindestens eine Booster-Impfung intus hat oder zweimal geimpft und zusätzlich genesen ist.

Gemäß der Zahlen aus dem Landratsamt sind mehr als 22.000 Bürger im Kreis Traunstein von der neuen Regelung betroffen. Denn im Gegensatz zu den rund 114.600 Zweitimpfungen haben sich nur etwa 92.200 auch boostern lassen. Weitere 9000 haben sogar schon die zweite Auffrischungsimpfung erhalten, die von der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts für Menschen über 60 Jahre und für Risikogruppen empfohlen wird. Die Zahlen für Traunstein stammen vom 21. September.

Rund 114600 Zweitimpfungen verzeichnet der Landkreis Traunstein, allerdings nur 92200 Booster. 9000 Bürger haben bereits die zweite Auffrischungsimpfung intus.

Vorbereitung auf eine mögliche Corona-Welle

Aktuell ergeben sich für nicht vollständig Geimpfte nach dem neuen Infektionsschutzgesetz keine Nachteile. Das könnte sich bei steigenden Inzidenzwerten und möglichen Verschärfungen im Herbst jedoch ändern. Laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach soll das Gesetzespaket, das bis zum 7. April 2023 gelten soll, die Bundesregierung besser auf eine mögliche Corona-Welle vorbereiten. Das bedeutet, dass man es den Ländern ermöglichen will, je nach pandemischer Lage das anzubieten, was notwendig sei.

Das neue Gesetz sieht daher vor, dass wieder die Maskenpflicht in Kultur-, Freizeit-, Sport- oder gastronomischen Einrichtungen eingeführt werden kann. Diese Maßnahme könnten die Länder laut Gesetz dann treffen, wenn durch einen besonders starken Anstieg der Inzidenzzahlen die Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens oder die kritische Infrastruktur in Gefahr sind. Die Länder wären demnach aber auch befugt, vollständig Geimpfte von dieser potenziellen Maskenpflicht auszunehmen.

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Jeder mit einer Booster-Impfung könnte also weiterhin ohne Maske in ein Konzert oder zum Essen gehen, während alle Bürger mit nur zwei Impfungen von der Verschärfung betroffen wären. Der Bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek beklagte bei der Vorschrift, dass eine klare Definition für die verschärften Maßnahmen fehle.

Im Landkreis Traunstein kann zusätzlich zu den Angeboten der Arztpraxen und des Impfzentrums in Traunstein auch der Impfbus weiterhin genutzt werden, der mehrmals wöchentlich an verschiedenen Orten im Landkreis Halt macht.

re/PW

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