Warten auf Schulsanierung in Grassau: Start der Arbeiten im Frühjahr 2021

Sanierungsbedürftig: Das Gebäude der Grassauer Grund- und Mittelschule. Während der Sanierungsarbeiten sollen Container für die Schüler aufgestellt werden. Eder
+
Sanierungsbedürftig: Das Gebäude der Grassauer Grund- und Mittelschule. Während der Sanierungsarbeiten sollen Container für die Schüler aufgestellt werden. Eder

In Grassau empfängt Baustellenambiente die Schüler. Das ist nicht zu vermeiden, ist die Grund- und Mittelschule doch stark sanierungsbedürftig. Die Containerlösung für den Übergang wird die Gemeinde jeden Monat einen fünfstelligen Betrag kosten.

Von Tamara Eder

Grassau– Die Arbeiten an der dringend sanierungsbedürftigen Grassauer Grund- und Mittelschule sind nach außen zwar nicht sichtbar, ruhen aber nicht. „Die Schule ist derzeit das wichtigste Projekt und soll die beste Ausstattung haben“, betont Bürgermeister Stefan Kattari (SPD) im Gespräch mit unserer Zeitung. Derzeit werde der Zeitplan für die Sanierung erarbeitet und die Neuausschreibung der Gewerke vorbereitet.

Abwarten, wie es mit der Halle weiter geht

Zum Schuljahresbeginn informiert Kattari über den Sachstand. Ihm zufolge gibt es „drei große Maßnahmen“: Zum einen die erst 2019 eröffnete Turnhalle, die wegen Rissen in den Leimbindern der Dachkonstruktion derzeit nicht benützt werden könne. Voraussichtlich werde am Montag das Gutachten des Sachverständigen vorliegen.

Lesen Sie auch: Schülerzahl in Grassau auf Rekordstand

„Wir wissen dann, wie es mit unserer neuen Turnhalle weitergeht“, erklärt der Rathauschef. Die zweite große Maßnahme sei die Generalsanierung der bestehenden Schulgebäude. Laut Kattari geht es hier um eine „große Sanierung“, wobei nicht nur die Elektrik und Böden erneuert werden müssten, sondern auch an neue Fenster, Schattierung, Belüftung und thermische Isolierung gedacht werde. Im Zuge dieser Sanierung sollen die Räume an die Bedürfnisse der Schule angepasst werden.

Aula ist nicht benutzbar

Die dritte Maßnahme sei der Bau eines neuen Schultrakts anstelle der alten Turnhalle aus den 1980er Jahren.

Baustellenambiente empfängt die Schüler derzeit. Schuld ist der Wasserschaden vor zwei Jahren.

Ursprünglich geplant war, erinnerte Kattari, zunächst den neuen Schultrakt zu realisieren und dann mit der Generalsanierung fortzufahren. „Davon sind wir weit entfernt. Zwei Dinge, die wir nicht beeinflussen können, haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, bedauert er und nennt den Wasserschaden von 2018 und den aktuellen Schaden an der Turnhalle. „Das ist sehr bedauernswert. Da die Aula durch den Wasserschaden nicht genutzt werden kann, hat die Schule außer der alten Turnhalle keinen größeren Raum zur Verfügung.“ Somit müsse der ursprüngliche Plan verworfen werden und nun mit der Sanierung gestartet werden. Vergaberechtlich sei man gezwungen, die Generalsanierung neu auszuschreiben.

Das könnte auch interessant sein: Mit Traumnoten in die berufliche Zukunft gestartet

Positiver Nebeneffekt

„Ein positiver Nebeneffekt ist, dass jetzt mit höheren Fördersätze gerechnet werden kann.“ Der Sanierungsplan müsse explizit mit der Schulleitung abgeglichen werden. Um den Schulbetrieb so gering wie möglich zu belasten, müsse abschnittsweise vorgegangen werden. Zum Start der Sanierung im Frühjahr 2021 sollen zwei weitere Schulcontainer aufgestellt werden. Diese seien bereits bestellt und die Baugenehmigung liege vor. Die Container kosteten mehrere 10 000 Euro Miete im Monat „und sollen auch erst dann aufgestellt werden, wenn sie benötigt werden.“

Er wisse, dass die Schule „derzeit nicht gerade einladend“ aussehe. Mit kostengünstigen, kleinen Arbeiten könne aber ein schöneres, angenehmes Umfeld geschaffen werden.

Kommentare