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Gemeinderat Inzell

Wanderer werden künftig zur Kasse gebeten: Parkgebühren in Adlgass und Schmelz kommen

Nicht nur der Wanderparkplatz Adlgass soll in naher Zukunft gebührenpflichtig werden. Darüber sind sich die Bayerischen Staatsforsten und die Gemeinde Inzell einig.
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Nicht nur der Wanderparkplatz Adlgass soll in naher Zukunft gebührenpflichtig werden. Darüber sind sich die Bayerischen Staatsforsten und die Gemeinde Inzell einig.
  • VonHelmut Wegscheider
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Das kostenlose Parken an den beliebten Ausflugszielen in Adlgass und Schmelz ist in absehbarer Zeit vorbei: Der Gemeinderat Inzell zeigte sich mit einem einstimmigen Beschluss einverstanden mit den Plänen der Bayerischen Staatsforsten, die Ausflugsparkplätze für Wanderer zu bewirtschaften.

Inzell – Als nächster Schritt erfolgt die Gebührenkalkulation. Das Thema hat bereits Vorlauf: Die Gemeinde plant nämlich schon seit Längerem gemeinsam mit den Bayerischen Staatsforsten als Eigentümer der Flächen ein Parkplatzbewirtschaftungskonzept für die Wanderausgangspunkte Adlgaß und Schmelz zu erstellen. Mit den Staatsforsten wurde nun grundsätzlich eine Einigung erzielt, hieß es in der Gemeinderatssitzung von Seiten der Verwaltung im Rathaus. Der Forst sei stark interessiert an einem Gebührenparkplatz.

Vorerst Gebühren für zwei Parkplatzflächen

Beabsichtigt ist demnach, die Gebührenpflicht zunächst für die zwei Parkflächen einzuführen. Der genaue Ort der Kassenautomaten muss noch bei einer Ortsbegehung fixiert werden. Die Staatsforsten seien durchaus bereit, die Parkflächen in Adlgass ansprechend aufzukiesen und neu herzurichten.

Die Holzlagerplätze würden dann ebenfalls zur Verfügung gestellt, soweit sie nicht zur Lagerung benötigt werden. Falls dies doch der Fall sein sollte, werden sie vom Forst mittels Ketten abgesperrt. In der Schmelz werde derzeit noch geprüft, die Parkflächen in Zusammenarbeit mit dem Forst zu erweitern.

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Geplant ist eine gestaffelte Parkgebühr zu erheben, zum Beispiel bis zu drei Stunden drei Euro und ein Tagesticket für fünf Euro. Die Inhaber von Kurkarten beziehungsweise der Chiemgau Karte sollen keine Ermäßigung erhalten. Gerade diese Zielgruppe solle angeregt werden, mit dem kostenlosen Ortsverkehr die Ausgangspunkte zu besuchen. Ob eine Jahreskarte, wie zum Beispiel in der Ramsau, eingeführt wird, wäre noch zu prüfen.

Vergleiche mit den Gebühren in der Ramsau

Zum Vergleich: Die Parkgebühren in der Ramsau betragen bis zu vier Stunden fünf Euro und ab vier Stunden – also als Tagesticket – sieben Euro. Der Jahresparkschein kostet 20 Euro und der Jahresparkschein in der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee 40 Euro.

Konflikt mit Gasthausparkplatz befürchtet

Petra Maier (CSU) befürchtete in der Sitzung Konflikte mit dem Forsthaus Adlgass: „Wie soll das vonstattengehen, wenn Wanderer dann die Gasthausparkplätze besetzen?“ Bürgermeister Hans Egger (Bürger für Inzell) berichtete, er habe mit den Besitzern bereits gesprochen und sich überwiegend auf positive Inhalte einigen können.

Innerhalb der Gemeinde abstimmen

Sepp Rieder (SPD) schlug vor, sich mit Ruhpolding abzustimmen, um Konkurrenzsituationen zu verhindern. Bürgermeister Egger berichtete, er habe sich bereits mit Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer (CSU) ausgetauscht und darauf hingewiesen, dass dies vom Bezahlsystem kompatibel sein soll. Daraufhin warf Robert Hochreiter (CSU) ein, dass man zunächst das Ganze innerhalb der Gemeinde Inzell mit Eisstadion, Badepark und so weiter kompatibel gestalten müsse, statt zuerst in den Nachbarort zu schauen. Grundsätzlich war man sich aber per Beschluss einig, dass Parkgebühren kommen sollen.

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