Der Waldkindergarten ist noch nicht unter Dach und Fach

Ruhpolding –. Die Einrichtung des geplanten Waldkindergartens war eines der Themen, mit denen sich der Gemeinderat in der ersten Sitzung der neuen Legislaturperiode in der Chiemgau-Arena beschäftigte.

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hatte das Vorhaben angeschoben und Anfang Mai einen Antrag gestellt, um ein ausreichendes Angebot für die Betreuung von Kindern ab dem vierten Lebensjahr in der Gemeinde Ruhpolding sicherzustellen. Wie Bürgermeister Justus Pfeifer dazu erläuterte, sollte der Waldkindergarten von einem privaten Träger betrieben werden, was allerdings nach einigen Gesprächen und einem vorgelegten Finanzplan scheiterte. Grund dafür war, dass der vorgesehene Träger „h & b learning“ sich wegen Personalmangels nicht in der Lage sieht, das Projekt bis September zu realisieren.

In der Fraktionssitzung berichtete Pfeifer auch über das Abstimmungsgespräch mit den Trägern der Kindergärten und Kinderkrippen für das Jahr 2020/2021. Hier wurde seitens der Träger die Rückmeldung gegeben, dass aufgrund der Anmeldungen aktuell für 24 Kinder kein Platz besteht. Den gesetzlich vorgeschriebenen Impfstatus erfüllen derzeit sechs Kinder nicht. Das Behandlungszentrum Aschau ist bereit, ein Konzept auszuarbeiten, indem für eine zusätzliche Gruppe, die gegebenenfalls in der ehemaligen Pfarrerwohnung oder im heilpädagogischen Zentrum Ruhpolding untergebracht werden könnte, Waldpädagogik möglich wäre. Näheren Aufschluss soll eine Besichtigung der Örtlichkeiten ergeben.

Mittlerweile fand ein Gespräch mit dem freien Jugendhilfe-Träger „koniS“ statt, der in Waging sowie in benachbarten Landkreisen tätig ist. Der Gemeinderat stimmt einer Errichtung mit Betrieb eines Waldkindergartens zu und erteilte der Verwaltung den Auftrag, die Umsetzbarkeit mit potenziellen Trägern zu prüfen. Ein Kostenplan ist dem Gremium vorzulegen. slu

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