Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


NEUES WASSERKRAFTWERK UNTERWERK I

„Vorzeigeprojekt“ geschaffen

Das Unterwerk Inahmen in Betrieb (von links) Stellvertretender Landrat Josef Konhäuser, Oberbürgermeister Christian Kegel, Günther Hartmann vom planenden Ingenieurbüro und Stefan Will, Geschäftsführer der Stadtwerke Traunstein.  Wittenzellner
+
Das Unterwerk Inahmen in Betrieb (von links) Stellvertretender Landrat Josef Konhäuser, Oberbürgermeister Christian Kegel, Günther Hartmann vom planenden Ingenieurbüro und Stefan Will, Geschäftsführer der Stadtwerke Traunstein. Wittenzellner

Die Stadtwerke Traunstein setzen weiter auf den Ausbau von erneuerbaren Energien. Dieser Tage haben sie das neue Wasserkraftwerk Unterwerk I an der Brunnwiese offiziell in Betrieb genommen.

Traunstein – Einen dauerhaft optimalen Betrieb vorausgesetzt, ist hier mit dem Wasser aus dem Mühlbach die Erzeugung von einer Million Kilowattstunden pro Jahr vorgesehen, was in etwa dem Jahresverbrauch von 260 Haushalten entspricht. Die neue Turbine läuft bereits seit Mitte März.

Die Nutzung der Wasserkraft an diesem Ort hat schon eine lange Tradition. 1896 hatte die Stromproduktion begonnen. 1970 wurde das Kraftwerk dann stillgelegt, nach einem Umbau 1982 war es bis 2015 in Betrieb und lieferte rund 500 000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Die nun umgesetzte Projektidee war, die Stromerzeugung durch Erneuerung und Erweiterung des Unterwerks (UW) I um die Fallhöhe Hasselberger Mühle zu steigern.

Eine Million investiert

Die Stadtwerke Traunstein haben rund eine Million Euro investiert, der Landkreis Traunstein als Grundstückseigentümer ist mit beteiligt. Start des Neubaus und der Erweiterung des Projektes, das einen Planungsvorlauf von rund fünf Jahren hatte, war im Oktober vergangenen Jahres, seit wenigen Tagen läuft die neue Anlage nun offiziell und sorgt dafür, dass es in vielen Haushalten jederzeit verfügbaren „klimafreundlichen Strom“ gibt.

Stefan Will, Geschäftsführer der Stadtwerke Traunstein, sagte, das Unterwerk I decke heute knapp ein Prozent des täglichen Strombedarfs decke. Umfangreiche Planungs- und Baumaßnahmen seien erforderlich gewesen. Auch habe eine neue Turbine eingesetzt werden müssen. Ausdrücklich kritisierte er das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, das auf dem Einbau von Hundert Jahren alten Backsteinen bestanden habe. „Die sieht unter dem Putz sowieso niemand“ so Will, der darauf hinwies, dass man deutlich Geld hätte sparen können. „Und trotzdem würde das Gebäude exakt so dastehen wie jetzt.“

Oberbürgermeister Christian Kegel machte deutlich, dass sich die Stadt Traunstein dem Umwelt- und Klimaschutz verpflichtet sehe. Die Stadtwerke Traunstein seien ein wichtiger Partner der Stadt, wie er am Beispiel des angrenzenden Hackschnitzelwerks Brunnwiese ausführte, das die Stadtwerke seit 2012 betreiben. Man setze auf einen Mix aller Formen erneuerbarer Energien, in der Wasserkraft finde man in Traunstein „optimale Bedingungen.“ Mit dem nun fertiggestellten Projekt hätten die Stadtwerke „einen weiteren wichtigen Schritt gemacht – für die Stadt, für die Menschen, die hier leben, und für den Umwelt- und Klimaschutz.“ Kegel lobte das „Vorzeigeprojekt“, das der Landkreis, die Stadtwerke und die Stadt Traunstein Hand in Hand geschaffen hätten.

Stellvertretender Landrat Josef Konhäuser sprach von einer „zukunftsweisenden Investition der Stadtwerke“. Der Landkreis als Grundstückseigentümer habe sich selbst mit den Überlegungen des Baus eines eigenen kleinen Kraftwerks zur Nutzung der ehemaligen Hasselberger Mühle getragen. Letztlich habe man aber gemeinsam mit den Stadtwerken die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Stromerzeugung für geplante kommende 100 Jahre geschaffen.

Dekan Peter Bertram und Stadtpfarrer Georg Lindl gaben der Anlage den kirchlichen Segen.

Bis in den späteren Nachmittag hinein hatten die Bürger dann die Möglichkeit, sich die Anlage anzusehen und sich von Mitarbeitern der Stadtwerke ihre Funktionsweise erklären zu lassen. Auch das Wasserkraftmuseum und das Biomasseheizwerk waren geöffnet. Das Posaunenquartett der Musikschule sorgte für den richtigen musikalischen Ton. wz

Kommentare