Vorsitzender: "Wir sind eine große Kraft in Rimsting"

"Wir sind eine große Kraft in Rimsting."Mit diesen Worten charakterisierte der Vorsitzende der Unparteiischen Wählergruppe Rimsting (UWG), Johann Nußbaum, die Tätigkeit der sechs Gemeinderäte im Gemeinderat bei der Jahreshauptversammlung im Café "Toni" in Hochstätt.

Rimsting - In seinem Bericht bezeichnete Nußbaum das Klima in dieser Wahlperiode mit dem neuen Bürgermeister Josef Mayer als "harmonisch und angenehm". "Es bestehen gute Aussichten auf eine gute Ernte für die Gemeinde", stellte Nußbaum fest.

Der Vorsitzende ging auf eine Reihe von Vorhaben im Gemeinderat ein, bei denen die UWG mitgewirkt habe oder selbst Antragsteller gewesen sei. Aber auch außerhalb der Gemeinderatstätigkeit habe sich die Wählergruppe sehr engagiert, so bei der Gestaltung von Nachmittagen beim Seniorenklub der Pfarrgemeinde und beim Kinder-Ferienprogramm, das jedes Jahr in die "Bavaria Filmstadt" führe. Nußbaum bedauerte, dass es nicht gelungen sei, das Jubiläum der letzten Ankunft von König Ludwig II. mit dem Zug in Rimsting vor 125 Jahren mit einem Fest zu begehen. Trotz "großer positiver Beteiligung" sei es schließlich an den Kosten gescheitert.

Brigitte Feichtner, auch Beauftragte für Schulen im Gemeinderat, fasste ihr Referat "Hauptschule Prien wird zur Mittelschule" mit den Worten zusammen, für Rimsting ändere sich praktisch nichts. Die Kinder ab der fünften Klasse würden wie bisher nach Prien fahren und ein Schulverband, dem auch Rimsting angehöre, bestehe schon bei der Hauptschule.

Dorfgemeinschaft kann leiden

Als Vorteil sah Feichtner, dass es bei der neuen, mehr Praxis orientierten Schule, auch eine Ganztagsbetreuung gebe und die Hausaufgaben "kein Thema" mehr seien. Problematisch dabei sei aber, dass Ganztags-Schulkinder nicht mehr vor Ort seien und die Dorfgemeinschaft und Dorfkultur in den Vereinen und Organisationen unter Umständen darunter leide.

Elisabeth Stögmüller befasste sich mit dem Vorhaben der Gemeinde, einen Spielplatz im Rahmen des Erlebnisweges zur Ratzinger Höhe anzulegen. Der Gemeinderat habe über die Gestaltung zwar noch keine endgültige Entscheidung getroffen, so die Gemeinderätin, doch einen Arbeitskreis gebildet, dem auch zwei Vertreter der örtlichen Leader-Gruppe anhören.

Kritisch dazu äußerte sich der CSU-Ortsvorsitzende Fedor Volkmar-Frentzel, Sprecher des Leader-Arbeitskreises Süd und Mitglied in der Leader-Aktionsgemeinschaft (LAG) "Chiemgauer Seenplatte". Volkmar-Frentzel wollte eine Lanze brechen für alle Aktiven, die sich schon seit drei Jahren für Leader (die EU-Initiative zur Entwicklung des ländlichen Raums) in Rimsting engagieren. Er zeigte sich darüber enttäuscht, dass die Leader-Gruppe so wenig in das Projekt eingebunden worden sei, und jetzt auch nur mit zwei Vertretern dem Arbeitskreis angehöre.

Nußbaum verwies auf den einstimmigen Beschluss des Gemeinderates über das weitere Vorgehen beim Erlebnisspielplatz. Der UWG-Vorsitzende würdigte zwar die gute Arbeit der Leader-Arbeitsgruppe, betonte jedoch gleichzeitig, dass schließlich jedes Leader-Projekt auch die Zustimmung des Gemeinderates finden müsse. th

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