Vorsitzender gibt Amt an jungen Nachfolger ab

Die neue Fürhungsmannschaft des ASV Osberwössen:Thomas Steiner (links) mit Teresa Bauer, Uschi Färbinger, Irmi Schweinöster, Petra Aumann und Lena Färbinger (vordere Reihe von links); Max Steiner, Martin Rihl, Korbinian Fischer, Christian Entfellner und Herbert Tamegger. (hintere Reihe von links) RE
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Die neue Fürhungsmannschaft des ASV Osberwössen:Thomas Steiner (links) mit Teresa Bauer, Uschi Färbinger, Irmi Schweinöster, Petra Aumann und Lena Färbinger (vordere Reihe von links); Max Steiner, Martin Rihl, Korbinian Fischer, Christian Entfellner und Herbert Tamegger. (hintere Reihe von links) RE

Oberwössen –. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der ASV Oberwössen übernahm Thomas Steiner, 23 Jahre alt, das Amt von Urgestein Wolfgang Färbinger.

Färbinger hatte das Amt des Vorsitzenden 23 Jahre lang ausgeführt, quasi seit Steiners Geburt. Als „Glasl wascher“ der Dorffeste war Färbinger mit dem Oberwössner Vereinsleben vertraut, als er 1997, wie er beschrieb, „das Licht des ASV“ erblickte. Er begann als Zweiter Vorsitzender und ist es bis 2014 geblieben. Mit Höhen und Tiefen beschrieb er die 23 Jahre.

Beste Erinnerungen bleiben bestehen

Viel Freude habe er empfunden, aber auch Trauer. „Aber die schönen Tage bleiben am besten in Erinnerung.“ Färbinger nannte die Ausflüge, Jubiläen im Dorf, Schneefest, Kinder- und Fußballfest und die Wanderungen ins Rötelnmoos.

„Ich habe binnen 23 Jahren ASV so einiges miterleben dürfen, von dem ich – so glaube ich – mit Recht sagen darf, dass ich stolz darauf bin.“ Ehe der Zweite Bürgermeister Barthl Irlinger die Neuwahlen leitete, machte er seinem Herzen Luft. Trotz eines Aufrufs von Färbinger zwei Jahre zuvor, brachten Bemühungen des Vorstands keinen Nachfolger. Irlinger beschrieb, wie traurig er vor dem Hintergrund der Geschichte des ASV Oberwössen mit namhaften Sportlern bis hin zu Olympioniken und Weltcupläufern, war. Er beschrieb seine Erleichterung, als sich eine Lösung auftat.

Die Wahlen erfolgten einstimmig. Thomas Steiner erhielt das überzeugende Votum der Mitglieder. Mit der Wiederwahl von Christian Entfellner als Zweitem Vorstand und dem Kassier Martin Rihl stehen ihm erfahrene Mitglieder zur Seite. Auf Martina Breck folgt Irmi Schweinöster als zweite Kassiererin. Wiedergewählt wurde Lena Färbinger in ihrer Doppelfunktion als Schriftführerin und Pressewartin. Auch Kassenprüfer Johannes Bauer bleibt im Amt. Gerätewart wird Max Steiner. Keine Änderungen bietet die Abteilung Ski alpin und nordisch mit Leiter Herbert Tamegger und Vertreterin Petra Aumann. Bei den Eistockschützen hören Simon Weißenbacher und Thomas Stöhr auf. Korbinian Fischer übernimmt das Amt des Leiters. Christian Entfellner führt weiterhin die Eishockeyspieler. Entgegen ursprünglicher Pläne verlängert Uschi Färbinger „ein weiteres letztes Mal“ als Jugendwartin. Das Amt der Jugendsprecherin übernimmt Teresa Bauer von Irmi Schweinöster.

Das vergangene Vereinsjahr sah Wolfgang Färbinger von den zweitägigen Feiern zum 50-jährigen Bestehen geprägt. „Ich sage Vergelt‘s Gott allen, die in und außerhalb des Vereins geholfen haben.“ Besonders hob er Thomas Stöhr hervor. „Du hast es ja eigentlich alles organisiert.“

Das Kinder- und Jugendfest entfiel, weil die Sportler sich an der Organisation der Festwoche des Trachtenvereins D’Rechlberger zum 100-jährigen Bestehen beteiligten. Das Wetter verhinderte die Sternwanderung in das Röthelmoos. Die Weihnachtsfeier im Gasthaus Litzelau bezeichnete Färbinger als gelungen. Die Entscheidung, das letztjährige Schneefest vorzuziehen, erwies sich als richtig. In dessen Organisation hätten sich besonders Christian Entfellner und die Sparte Eishockey hervorgetan.

Mittlere Plätze verbuchte Spartenleiter Simon Weißenbacher in zwei Brotzeitturnieren der Stockschützen. In der Kreismeisterschaft gelang ihnen das Saisonziel, der Klassenerhalt. Keinen guten Tag erwischten sie dagegen beim Kreispokal mit einem der hinteren Plätze. Weißenbacher sieht die Abteilung durchaus im Aufwärtstrend, mahnt aber eine bessere Trainingsbeteiligung an.

Eigentlich hatten seine Eishockeyspieler den Aufstieg in die Gruppe A geschafft. Doch weil sich der Modus änderte, laufen derzeit Aufstiegsspiele, berichtet Entfellner. Zweimal bot die Sparte im Ruhpoldinger Eisstadion Kindereis. Mit je 30 Kinder war die Nachfrage hoch.

SoliderKassenstand

Vor einem soliden Kassenbestand berichtet Kassier Martin Rihl von einem Defizit im wirtschaftlichen Bereich, ausgelöst vom Festwochenende zum 50-jährigen Bestehen. Auf der Seite der Mitgliederein nahmen verzeichnet er eine Steigerung. Die Beitragserhöhung aus der letzten Jahreshauptversammlung schlägt durch. Derzeit sind es 323 Mitglieder, darunter 25 Kinder und zehn Jugendliche.

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