Vorbereitungen für Gaufest laufen seit zwei Jahren

„Es werd des ganze Dorf braucht werdn und es werd des ganze Dorf feiern“ sprach Andi Hell, Vorsitzender des Trachtenvereins d’Gamsgebirgler.

Anlass für den Ausspruch sind zwei Ereignisse, die Schleching im Sommer erwarten. Von Mittwoch, 22. Juli, bis Sonntag, 2. August, findet das 84. Gautrachtenfest des Chiemgau Alpenverbandes im Ort statt und der Verein feiert sein 100-jähriges Bestehen. Die Besprechung war noch vor dem Katasrophenfall und den Corona-Auflagen.

Hell berichtete von den Vorbereitungen für das Gaufest, die schon seit zwei Jahren laufen und nun den Höhepunkt ansteuern.

Die Präparation für das 90 Meter lange und 29 Meter breite Zelt begann schon 2017. Die Fläche neben dem Sportplatz wurde abgezogen, aufgeschüttet, planiert, gerädert und wieder eingesät, um eine plane Ebene zu erhalten. Es werde – so die Planungen – im Zelt eine Bühne mit Bühnenbild, einer Bar und eine Kaffee- und Kuchen-Theke geben, versprach Hell. Der Aufbau des Zeltes beginnt vierzehn Tage vor Festbeginn. Für diese Mammutaufgabe werden viele freiwillige Helfer gebraucht. Hell erinnerte an das Gaufest vor 20 Jahren in Schleching, bei dem für den Aufbau 80 Leute zusammenkamen. Die Ausrichtung des Gaufestes geht bei den 23 Trachtenvereinen reihum und in diesem Jahr hat Schleching die Ehre. Um die Dimensionen klar zu machen, sprach Hell von 10 000 zu erwartenden Trachtlern und Gästen am Festsonntag, 26. Juli. Der Festzug geht durchs Dorf und über die Bundesstraße zum aufgebauten Altar an der Ache. Der Kirchplatz wurde gewählt, da der Blick auf die Hausberge, Geigelstein und Breitenstein, dort am schönsten ist. Die noch stehenden Bäume spenden genügend Schatten – man müsse sich nur mit dem Biber „einigen“, dass die Bäume bis zum Fest erhalten bleiben.

Die Festmusik stelle die Musikkapelle Schleching, Festwirt sei Kirner und Mayer aus Hirnsberg, den Ausschank übernehme die Firma Semmelmayer, erläuterte Hell. Es gibt bis jetzt 13 Organisationsgruppen für die Aufgaben im Vorfeld, aber es werden noch Unterstützer gebraucht. Dafür lagen auf den Tischen Bögen mit einer Aufstellung der noch offenen Arbeiten, für die sich die Besucher eintragen konnten, aus. Hell wandte sich mit der Bitte an alle Schlechinger zu helfen, mit den Worten „die Dorfgemeinschaft sind wir alle“.

Dem Trachtenverein ist das Miteinander, der Zusammenhalt im Dorf, der Wiedererkennungswert und der Erhalt für die nächste Generation sehr wichtig. Die Umsetzung der Ziele eines Bergsteigerdorfes sind genau die, die der Trachtenverein in Schleching seit 100 Jahren generationsübergreifend lebt. Im Verein seien vier Generationen zusammen, vom dreijährigen Dirndl bis zum 73-jährigen Opa, resümierte Hell.

Er beantwortete Fragen, zu den Themen „Zelt putzen“ und „Müll wegräumen“. Da spüre man, dass sich alle Gedanken machen und auf Unterstützung gehofft werden kann, so seine Meinung. wun

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