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TRADITION MUSS NOCH EIN JAHR WARTEN

Vor 35 Jahren stellten die Staudach-Egerndacher erstmals einen Maibaum auf

Üblicherweise helfen beim Maibaumaufstellen in Staudach-Egerndach alle zusammen. Heuer muss der Brauch aber noch mal aussetzen.
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Üblicherweise helfen beim Maibaumaufstellen in Staudach-Egerndach alle zusammen. Heuer muss der Brauch aber noch mal aussetzen.
  • VonTamara Eder
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Vor inzwischen 35 Jahren wurde der erste Maibaum in Staudach-Egerndach aufgestellt. Daran erinnert Bürgermeisterin Martina Gaukler (CSU) aufgrund der Tatsache, dass die traditionelle Maibaumfeier am 1. Mai auch heuer entfallen musste.

Staudach-Egerndach – Auf ihren Maibaum müssen die Staudach-Egerndacher dennoch nicht verzichten, denn der Bestehende darf ein weiteres Jahr bleiben.

Noch relativ jung ist die Tradition des Maibaumaufstellens in der kleinen Gemeinde. Seit 1827 kam sie nach einem langen Verbot wieder ins Brauchtum zurück, aber erst vor 35 Jahren wurde der erste Maibaum, damals aufgrund der Idee von Bürgermeister Karl Kaditzky und der Vorsitzenden des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Ria Pfeiffer, in der Gemeinde aufgestellt.

Inspiration von Nachbargemeinden

Die Idee wurde von den damaligen Trachtenvereinsvorsitzenden Georg Guggenbichler aufgenommen. Sepp Pfeiffer ließ sich für die Figuren von Maibäumen in den Nachbargemeinden inspirieren. Seine Schablonen brachte er zu Martin Sabold in Schleching, der die Figuren dann schnitzte. Bemalt wurden sie von Maria Kunert.

Der Schmied Sepp Brunnhuber spendierte die Haltestifte und als Vorlage für die Maibaumspitze diente die Spitze der Trachtenfahne. Als geeigneter Standort wurde der Platz gegenüber dem Verkehrsbüro ausgewählt.

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Somit war alles für den Maibaum vorbereitet. Auch der Baum, den Altbürgermeister Josef Sedlmaier stiftete, war bald gefällt und wurde von den Ortsvereinen hergerichtet. Trotz der Wache stehenden Trachtenjugend gelang es der historischen Trachtengruppe Bergen, den Baum zu stehlen. Die Trachtler brachten ihn aber pünktlich sowie geschmückt zurück, ließen sich diesen teuer auslösen und packten beim Aufstellen, traditionell mit Schwaiberln, kräftig mit an.

Baum 2008 vom Blitz getroffen

Dem ersten Maibaum vor 35 Jahren folgten weitere elf Bäume. Furore machte der Staudach-Egerndacher Maibaum in seiner Geschichte bereits mehrfach. Anfang September 2008 wurde er von einem Blitz getroffen und stark beschädigt. Begehrt war der Staudach-Egerndacher Maibaum auch bei Dieben.

So wurde der Baum 2013 gleich mehrfach gestohlen. Lustige Geschichten sind mit dem Maibaum, dem Aufstellen und dem Bewachen verbunden. Diese Anekdoten müssen bis zum nächsten Jahr warten. Bürgermeisterin Gaukler freut sich auf das Fest sowie über eine Baumspende.

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