Vor 160 Jahren gegründet: Der Bernauer Veteranen- und Reservistenverein

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Nur noch zwei der 80 Mitglieder des Veteranen- und Reservistenverein Bernau waren Soldaten im Zweiten Weltkrieg. Vorsitzendem Günter Frey ist wichtig, die Historie von einem der ältesten Bernauer Ortsvereine zu bewahren.

Bernau – Der Veteranen- und Reservistenverein Bernau wurde 1861 gegründet und hieß bis 1973 „Veteranen- und Kriegerverein“. Seine Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte am 27. Februar 1949, damals mit 119 Mitgliedern. 1986 zählte der Verein 203 Mitglieder.

Ursprünglich war die Aufgabe von Veteranenvereinen, sich unter anderem der Kriegsgräberfürsorge und der Fürsorge von Kriegs-Hinterbliebenen zu widmen, sich um Errichtung und Pflege von Kriegerdenkmälern sowie um die Reservistenbetreuung zu kümmern. So war einer der Höhepunkte für die damaligen Bernauer Mitglieder die Einweihung des neuen Kriegerdenkmals im Jahr 1959.

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Viele Zeitdokumente verschwunden

Ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit liegt heute auf dem letzten Geleit für verstorbene Kriegsteilnehmer und Fahnenabordnungen bei kirchlichen Festen. Die Bernauer Veteranen sind auch bei vielen regionalen Veranstaltungen zugegen, nicht zuletzt bei Gedenktagen zu Ehren der im Krieg Gefallenen.

Der Zweite Weltkrieg bedeutete eine Zäsur in der Vereinsarbeit, und so bedauert Vorsitzender Frey, dass sämtliche Unterlagen aus der Zeit vor 1945 verloren gegangen sind – sie wären aus seiner Sicht wichtige Zeitdokumente gewesen.

Die historischen Fahnen von 1861 und 1901, so Frey, liegen im Speicher des Bernauer Rathauses im „Dornröschenschlaf“: „Es wäre schön, wenn es einen geeigneten Ausstellungsplatz für sie und damit für die Geschichte eines der ältesten Ortsvereine zu finden.“

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