Von wegen kinderleicht: Grassauer Schüler lernen, wie man richtig Bus fährt

Christian Obinger (Mitte) vom RVO sowie zwei Beamte der Polizeiinspektion Grassau weisen die Schüler bei ihrem Training auf Sicherheitsaspekte beim Busfahren hin.
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Christian Obinger (Mitte) vom RVO sowie zwei Beamte der Polizeiinspektion Grassau weisen die Schüler bei ihrem Training auf Sicherheitsaspekte beim Busfahren hin.

Der Regionalverkehr Oberbayern zeigt Grassauer Fünftklässlern, was sie beim Fahren mit dem Schulbus beachten müssen und klärt über mögliche Gefahren auf.

Grassau – „Unfälle beim Schulbusfahren müssen unbedingt verhindert werden“, betonte Christian Obinger, Team Fahrdienst des Regionalverkehrs Oberbayern, beim Schulbustraining an der Grund- und Mittelschule Grassau. Umso wichtiger ist es, dass Schüler rechtzeitig lernen, mit der oftmals neuen Situation umzugehen. Seit über 15 Jahren organisiert der Regionalverkehr Oberbayern ein Schulbustraining für Schüler.

Über 50 Schüler der fünften Klassen zeigten sich beeindruckt von dem großen toten Winkel eines Busses. Dieser Bereich ist für den Busfahrer nicht einsehbar und es könnte sich dort eine komplette Klasse verstecken. Die Schüler lernten dabei, dass sie in diesem Bereich vorsichtig sein müssen. Aber nicht nur dieser Bereich birgt Gefahren. Obinger verwies auf weitere Bereiche, die der Fahrer nicht überblicken kann.

Platzmachen für Ältere

Mit viel Geduld, aber auch bestimmt, erklärte Christian Obinger die Gefahren und Verhaltensregeln beim Busfahren. Natürlich wies er die Schüler zudem auf die Corona-Regeln hin und betonte, dass das Tragen eines Mund-Nasen Schutzes, während der Busfahrt vorgeschrieben ist. Vorsicht und Rücksicht sind beim Busfahren geboten.

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Ergänzt wurden die Ausführungen von Julia Nitsch von der Polizeiinspektion Grassau. Die junge Beamtin hatte sofort einen Draht zu den Schülern, wies auf korrektes, höfliches Verhalten, wie Platzmachen für ältere Menschen und Freundlichkeit im Umgang untereinander, hin. Sie riet den jungen Leuten, vor allem bei Nachtfahrten und fast leerem Bus nicht die hintersten Plätze zu belegen, sondern sich vielmehr näher zum Busfahrer zu setzen. Sollte jemand während der Fahrt Hilfe benötigen, kann dies durch direkte Ansprache eines weiteren Passagiers deutlich gemacht werden.

Schulbustraining ist wichtig

Dass das Gewicht und die Wucht eines Busses nicht unterschätzt werden dürfen, zeigte sich beim Überfahren eines vollen Wasserkanisters. Diese spektakuläre Demonstration faszinierte die Schüler. Interessant war für Christian Obinger, dass eine Vielzahl der Schüler mit dem Bus zur Schule kommt. Dies zeige deutlich, wie wichtig das Schulbustraining sei. Er hoffte, dass die Schüler das Erlernte auch zuhause diskutieren und somit Eltern angehalten werden, an Bussen, wie es die Straßenverkehrsordnung vorsieht, nur mit Schrittgeschwindigkeit vorbeizufahren und äußerste Vorsicht walten zu lassen. tb

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