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Konzert im Steinbruch in Marquartstein-Lanzing

Von Guiseppe Verdi bis James Bond-Film – Einzigartiger Sommerabend mit Serenaden im Steinbruch

Eindrucksvoll: Musik aus Guiseppe Verdis Oper Troubadour und dem Bond-Film „Skyfall“ erklingen vor gewaltiger Felswand.
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Eindrucksvoll: Musik aus Guiseppe Verdis Oper Troubadour und dem Bond-Film „Skyfall“ erklingen vor gewaltiger Felswand.
  • VonLudwig Flug
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Über 400 Zuhörer erlebten ein besonderes Konzert mit der Musikkapelle Marquartstein und der Marktkapelle Grassau. Nicht nur die Musik verzauberte von Anfang an, sondern auch die beeindruckende Kulisse. Bemerkenswert war auch, dass der Eintritt frei war.

Marquartstein – Über 400 Zuhörer erlebten einen einzigartigen Sommerabend im Steinbruch in Marquartstein-Lanzing. Die Musikkapelle Marquartstein und die Marktkapelle Grassau spielten ein wunderbares Konzert, eine „Serenade im Steinbruch“.

Noch vor Beginn verzauberte der Ort die Besucher, als sie schon vorzeitig Bänke einnahmen, sich einen guten Platz zu sichern. Hinter einer leicht aufgeschütteten Bühne stiegen die Felswände senkrecht auf. Aufgeschüttete Felsbrocken formten so trotz der weiten Flächen so etwas wie einen Raum. All das lud ein, sich darauf einzulassen, und der Alltag war schnell vergessen.

Atmosphäre ließ Zuhörer nicht mehr los

Pünktlich griff zuerst Konrad Müller zum Taktstock und seine Marquartsteiner Musikkapelle startete eindrucksvoll. Leise, rhythmisch setzten deren Trommeln ein, ihre Lautstärke wuchs an und es ging hinein in den „Trauermarsch“ aus der Oper Troubadour von Guiseppe Verdi. Solche Musik in der Akustik und dem Bild der wuchtigen nüchternen Felswände brachten Atmosphäre, die die Zuhörer nicht mehr losließ.

Unmittelbar darauf setzte die Marktkapelle Grassau unter Leitung von Wolfgang Diem mit dem „Festmarsch“, Themen aus dem 5. Klavierkonzert in Es-Dur von Beethoven, einen fröhlichen, kraftvollen Kontrast zum Vormarsch. Horst Lehnert, humorvoller Moderator, stimmte das Publikum auf die „Alpina Saga“ von Thomas Doss auf eine Bergwanderung voll Pracht und Gefahren ein. Die Grassauer Musikanten nahmen ihre Zuhörer mit. Die Akustik des Steinbruchs ließ den Aufstieg durch die Täler, den Weg über die Almen hinein in die schmalen Anstiege besonders lebendig werden. Ruhig klang der Part mit der sternklaren Nacht vor der Berghütte. Ein Hornsignal aus der Ferne rief zum munteren Abstieg, die Akzente, die die einzelnen Register dabei setzten, gab die Akustik rein und klar wieder.

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Mit ihrem warmen, sonoren Ton strahlten in „Begegnungen“ von Kurt Gäble die fünf Alphörner eine große innere Ruhe aus, wunderbar von der Marktkapelle begleitet und herausgestellt. Ein zeitloses Instrument auch für die Zukunft belegten die zwei so jungen Bläser im Alphornquintett.

„Skyfall“-Interpretation sorgt für langanhaltenden Beifall

Der Start nach der Pause gelang den Marquartsteinern mitreißend mit einem Medley der Melodien aus dem Film „The Bluesbusters“. Großes Kino dann auch von der Marktkapelle. Ihrer Katrin Reisinger gelang eine besondere Herausforderung. Sie sang eine gute, überzeugende Interpretation der Titelmusik aus dem Bond-Film „Skyfall“. Der langanhaltende Beifall unterstrich ihre besondere Leistung.

Für die Vielseitigkeit des Programms und des Repertoires stand der Marsch „Ferienfahrt“ der Marquartsteiner, Standardrepertoire vieler Blasorchester, gefolgt von John Miles Titeln der Grassauer und einem Tina Turner Medley der Marquartsteiner in wunderbaren Arrangements. In Brass Machine präsentierte sich überzeugend das Trompetenregister der Marktkapelle, vor allem aber Konrad Müller der Dirigent der Marquartsteiner in einem wunderbaren, kräftig beklatschten Trompetensolo.

Besonderer Abend

„Ohne Zugabe geht es nicht“, fand das Publikum. So schlossen alle Musikanten gemeinsam mit dem Marsch „Mein Heimatland“. Das Publikum empfand den Abend als besonderes Erlebnis, so die Stimmen nach dem Konzert.

Der Marquartsteiner Bürgermeister Andreas Scheck zeigte sich überwältigt von der Kulisse und vom guten Besuch. In einem herzlichen Dankeschön bedankte er sich bei allen, die zu diesem Erfolg beitrugen, allen voran den Familien Wandinger und Riedmaier, die mit ihrer Mannschaft den Steinbruch mit großem Aufwand herrichteten. Bemerkenswert auch, dass der Eintritt frei war. Den Getränkeverkauf organisierte der Förderverein „Lebendiges Marquartstein“.

lfl

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