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Gemeinde informiert über Vorhaben

Vom Hochbehälter bis zu Blackout-Vorkehrungen – die Projektliste in Rimsting ist lang

Der Hochbehälter in Pinswang gehört zu einem der vielen Großprojekte der Gemeinde Rimsting.
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Der Hochbehälter in Pinswang gehört zu einem der vielen Großprojekte der Gemeinde Rimsting.
  • Oliver Lang
    VonOliver Lang
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Rund 80 Personen nahmen an der Bürgerversammlung der Gemeinde Rimsting teil. Die Stimmung war entspannt, die Fakten hart.

Rimsting – Bürgermeister Andreas Fenzl (CSU) eröffnete die Bürgerversammlung 2022, die am 29. Oktober abgehalten wurde, mit einem herzlichen Gruß an die zahlreich erschienenen Bürgerinnen und Bürger. Für diese standen an den Tischen Brezen bereit, die von der Gemeinde gestiftet waren. Die Bewirtung hatte der Trachtenverein Greimharting übernommen.

Im Zentrum steht die Dorfgemeinschaft

Immer wieder kam während Fenzls Bericht zum Ausdruck, wie sehr er die dörfliche Gemeinschaft und das gegenseitige Vertrauen im Rathaus und der Verwaltung schätzt. „Für mich ist der Zusammenhalt in der Gemeinde der wichtigste Punkt“, so Fenzl auch im Nachgang gegenüber der Chiemgau-Zeitung.

Gedenken an die Verstorbenen

Ganz in diesem Sinne nahm der Bürgermeister beim Gedenken an die 73 verstorbenen Bürger des letzten Jahres insbesondere Bezug auf Irmi Huber und Sebastian Pichler.

„Er war ein Vereinsmann“

Sebastian Pichler sei sehr stark engagiert gewesen in den Vereinen, insbesondere beim Trachtenverein und beim Schützenverein, wo er auch Vorstand war. Die Jugendarbeit habe ihm sehr am Herzen gelegen, so Fenzl. „Er war einfach ein Vereinsmann.“

Mit Bastelarbeiten wahnsinnig viel erreicht

Die Geschäftsfrau Irmi Huber habe sich sehr stark sozial engagiert. Mit den „Turnerfrauen“ habe sie Weihnachtsmärkte organisiert und das ganze Jahr über selbst gebastelt, um die Waren dann für gute Zwecke zu verkaufen. Laut einer Notiz von Irmi Huber aus dem Jahr 2018 konnten so durch die Arbeit der Helferinnen und Helfer über die Jahre hinweg 499.000 Euro an karitative Zwecke gehen.

Gesamthaushalt ist 2022 wieder geringer

Im Informationsbericht des Bürgermeisters ging es dann um die Zahlen und Projekte des Jahres. Nachdem der Gesamthaushalt 2021 auf rund 19.000.000 Euro angestiegen war, wurden für den Rimstinger Haushaltsplan 2022 15.476.000 Euro veranschlagt. Die Differenz ist vor allem auf zwei Hochbaumaßnahmen zurückzuführen, die bereits 2021 begannen und nun weitestgehend beendet sind.

Bald folgt die Entscheidung, wer einziehen darf

Damit ist zum einen der kommunale Wohnungsbau in der Greimhartinger Straße mit Gesamtkosten in Höhe von 3.300.000 Millionen Euro gemeint, der fast abgeschlossen ist. Wer dort einziehen kann, wird demnächst nach sozialen und finanziellen Gesichtspunkten im Gemeinderat getroffen. Die Vergabe erfolge bevorzugt an Rimstinger.

Geringere Kosten als erwartet

Der abgeschlossene Neubau des Wasserhochbehälters Pinswang schlägt mit 1.350.000 Euro netto zu Buche. Dabei blieb man sogar um rund 150.000 Euro unter der Kostenschätzung. Die Gemeinde Riedering – da sie zum Notverbund gehört – ist mit 50 Prozent beteiligt. Der Abbruch steht noch aus. Ein Schadstoffgutachten ist bereits beauftragt.

So hoch sind die gemeindlichen Schulden pro Kopf

Die gemeindlichen Schulden erhöhen sich um 2.279.500 Euro auf insgesamt rund 3.762.000 Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 950 Euro entspricht.

Höhere Baukosten und Zinsen

Bei den Zahlen aus dem Bauamt fiel auf, dass die Zahl der Bauanträge deutlich abgenommen hat. Das führte Fenzl vor allem auf die gestiegenen Baukosten zurück. Baumöglichkeiten gäbe es noch genug, aktuell sollen aber keine neuen Flächen ausgewiesen werden.

Über den Winter kommen

Im Tiefbau stehen aktuell noch einige Straßensanierungen an. Aufgrund terminlicher Schwierigkeiten der Baufirma werden die größeren „Sachen“ dieses Jahr jedoch nicht mehr geschafft. Doch kleinere Ausbesserungen – um gut über den Winter zu kommen – sind aktuell vorgesehen.

Standort 100 Meter weiter westlich bevorzugt

Zum seit Jahren strittigen Punkt „Mobilfunkmast“ teilte der Bürgermeister mit, dass das Gericht die von der Gemeinde beantragte „Wiedereinsetzung der aufschiebenden Wirkung“ abgelehnt habe. Damit darf der Mobilfunkanbieter nun bauen, auch wenn das Gerichtsverfahren in der Hauptsache noch laufe.

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Unterwegs mit Rosi

Das Rosi-Mobil, das am 1. Mai 2022 startete, sei sehr gut angenommen worden. Er selbst, so Fenzl, habe das Öffentliche Nahverkehrsangebot bereits mehrfach genutzt.

Gemeinde sorgt für Stromausfall vor

Zum Thema längerfristiger Stromausfall, auch als Blackout bekannt, erläuterte Fenzl, dass in so einem Falle die Feuerwehrhäuser besetzt wären und dass die Turnhalle Rimsting und das Gemeindehaus Greimharting zu Ankerzentren würden. Dort bereite die Gemeinde alles für eine autarke Notstromversorgung mittels Dieselaggregaten vor. Auch für die Gemeinde selbst habe man – zu den teils seit Jahren vorhandenen – zwei weitere Notstromaggregate angeschafft.

Das steht 2023 an

Für Starkregenereignisse will Fenzl künftig weitere Mittel in den Haushalt einstellen. Auch die Zukunft des Feuerwehrhauses Greimharting steht in der Planung weit oben auf der Liste, ebenso die Sanierung der Hochbehälter Ludwigshöhe und Osterhofen.

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