Corona hat vieles verändert

Volkshochschule Prien: Langjähriger Vorsitzender Rudolf Eberhardt verlässt Führungsriege

VHS-Geschäftsführerin Elisabeth Girg übergibt dem ehemaligen Vorsitzenden und neuem Ehrenmitglied Rudolf Eberhardt als Dank für sein langjähriges Engagegment einen Geschenkkorb.
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VHS-Geschäftsführerin Elisabeth Girg übergibt dem ehemaligen Vorsitzenden und neuem Ehrenmitglied Rudolf Eberhardt als Dank für sein langjähriges Engagegment einen Geschenkkorb.
  • Anton Hötzelsperger
    vonAnton Hötzelsperger
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Die VHS Prien stellt sich intern neu auf – ihr langjähriger Vorsitzender Rudolf Eberhardt verlässt zugleich die Führungsriege. Konnte man sich im Jahr 2019 noch über 535 Veranstaltungen mit 5854 Teilnehmern freuen, ärgern sich die Veranstalter über neuerlichen Bürokratismus. Coronabedingt finden viele Kurse inzwischen online statt.

Prien – Corona hat den Unterricht und die Haushaltsplanungen der Volkshochschule Chiemsee e.V. gehörig verändert – dennoch konnten Erster Vorsitzender Rudolf Eberhardt und VHS-Geschäftsführerin Elisabeth Girg jüngst über ein zufriedenstellendes Jahr 2019 berichten. Zudem freuen sie sich über die hohe Zustimmung zu den vorgeschlagenen Änderungen seitens der 27 wahlberechtigten Mitglieder.

So ist zunächst ein Umbau der Führungsriege innerhalb der VHS bei gleichbleibender Rechtsform als Verein geplant, zudem der Wechsel von einem ehrenamtlichen zu einem hauptamtlichen geschäftsführenden Vorstand und die Installierung eines Verwaltungsrates.

Eberhardt ist ab jetzt Ehrenmitglied

Dazu wurde die Satzung der VHS neu gefasst und von der Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen. Die Organe der VHS sind nunmehr die Mitgliederversammlung, der Finanzbeirat, der Verwaltungsrat und der Vorstand.

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15 Jahre war Rudolf Eberhardt Vorsitzender der Volkshochschule in Prien. Für diese Zeit und für die Führung des Vereins aus stürmischen Gewässern in ruhiges und erfolgreiches Fahrwasser bekam Rudolf Eberhardt nicht nur viel Lob und eine Urkunde, sondern auch die Ehrenmitgliedschaft. „Sie haben die VHS zu einer bedeutenden Bildungseinrichtung im westlichen Chiemgau weiterentwickelt“, zollte ihm Geschäftsführerin Elisabeth Girg ihren Respekt. Sie hob als seinen besonderen Verdienst hervor, in Abstimmung mit der Gemeinde in der Hochfellnstraße Räumlichkeiten gefunden zu haben, die von der Volkhochschule erworben werden konnten. Auch Priens Bürgermeister Andreas Friedrich würdigte das lange und aktive Engagement von Rudolf Eberhardt mit den Worten: „Für Corona kann Niemand was, Sie und Ihr Team haben immer neue Lösungen gefunden.“

Einschneidenden Veränderungen

Die VHS hat neben ihren fördernden Mitgliedern 13 Chiemgau-Gemeinden als Träger und Unterstützer des Vereins. 2019 konnte sie 535 Veranstaltungen mit 5 854 Teilnehmern durchführen, und zwar in insgesamt 10 056 Unterrichtsstunde. „Davon waren 5412 Sprach-Unterrichtsstunden. Ein zweiter, sehr erfolgreicher Unterrichtsschwerpunkt war das Thema Gesundheit mit 197 Veranstaltungen“, führte Eberhardt aus. Neben weweiteren Fachbereichen war der Themenkomplex Kultur sehr gefragt. Einschneidende Veränderungen, die sich bei der Höhe der Zuschüsse vom Bundesamt für Migration niederschlugen, gab es bei den Integrationskursen. Während die Zahl der Teilnehmer hier laut Eberhardt rückläufig war, sind der Dokumentationsaufwand und der Bürokratismus stark gestiegen. Für das laufende Geschäftsjahr wird aufgrund der derzeitigen Rahmenbedingungen mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 674 000 Euro kalkuliert, fast um 200 000 Euro weniger als 2019.

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„Wir sind verhalten optimistisch“

Die Wahlen des neuen Verwaltungsrates ergaben als Vorsitzende die langjährige Kursleiterin Susanne Schumacher aus Prien. Sie ist bereits zwölf Jahre für die VHS im Bereich Kommunikation und Rhetorik tätig. Zu ihrem Stellvertreter wurde der Priener Herbert Weißenfels gewählt. Weitere Mitglieder im neuen Verwaltungsrat sind Gudrun Unverdorben aus Bad Endorf sowie Georg Spindler aus Teisendorf, beide bereits bisher im Gesamtvorstand aktiv, sowie kraft seines Amtes Bürgermeister Andreas Friedrich. Revisoren sind der Steuerberater Thomas Fritz und der Rechtsanwalt Hans-Christian Türck.

Girg gab einen Ausblick auf die angepassten Kurse; so würden unter anderem Gesundheits- und Sprachkurse online angeboten. „Wir sind verhalten optimistisch“, so Girg über die Gesamtentwicklung.

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