Vieles hat in Prien bereits Kultstatus: Programmplanung für 2020 auf Hochtouren

Viel Arbeit liegt für die bevorstehenden Veranstaltungen vor der Prien Marketing GmbH. Florian Tatzel (Tourismusbüro-Leiter) mit den Mitarbeiterinnen Sarah Völk, Prima-Geschäftsführerin Andrea Hübner und Gabi Oberloher (von links) will kräftig anpacken. Mischi
  • Silvia Mischi
    vonSilvia Mischi
    schließen

Herrenchiemseelauf, Gesundheitstag, Nacht der Kunst, Swingin‘ Prien und Straßenkunstfest – das sind nur fünf Höhepunkt für die die Prien Marketing GmbH (Prima) im Einsatz ist. Auf Hochdruck wird derzeit an den Details des umfangreichen und vielfältigen Veranstaltungsprogramms gearbeitet.

Prien– Nach Fasching und Co. stehen Kabarett und Osterallerei nach den Kommunalwahlen am 15. März als nächstes größeres Ereignis an. „Im April gibt es dann eine Neuauflage des Gesundheitstags.

Dieses Jahr steht er unter dem Motto Körper, Geist und Lebensfreude“, so Andrea Hübner, Geschäftsführerin derPrima. Am gleichen Wochenende, 25. und 26. April, findet auch zum zweiten mal der Herrenchiemsee-Lauf statt. Die Premiere, bei der Hübner selbst mitgelaufen ist, war überaus gelungen. 1000 Läufer sind pro Tag zugelassen. Die Schirmherrschaft hat heuer Bayerns Finanzminister Albert Füracker inne.

Herrenchiemsee-Lauf am 25./26. April

Eine Strecke des Herrenchiemsee-Laufs beträgt 10,55 Kilometer, das Tagespensum liegt bei zwei runden. „So hat man, wenn man an beiden Tagen teilnimmt einen Marathon gelaufen. Viele nutzen diese Form der Wettkampfaufteilung als Training für Marathonteilnahmen über 40 Kilometer dann“, weiß Hübner. Heuer muss sie aus gesundheitlichen Gründen passen, aber: „Anfeuern und auf der Insel einen schönen tag verbringen, das geht immer.“ Anmeldungen sind bis Mitternacht am 12. April (Teilnehmerlimit zu beachten) noch möglich. Siegerehrung ist dann direkt am jeweiligen Wettkampftag in der Schlosswirtschaft auf der Insel. Helfer für die Organisation stellen Vereine.

Lesen Sie auch: Corona-Virus sorgt für Chaos und Unruhe in der Region Rosenheim - auch bei Ärzten und Schulen

„Das hat vergangenes Jahr toll geklappt und auch das Helferfest war sehr schön“, erinnert sich Hübner. Wer auch die Veranstaltung unterstützen will, kann sich bei der Prima melden. Es gibt eine Aufwandsentschädigung. Diese Großveranstaltung ist bewusst in die Nebensaison gelegt und soll zugleich auch Übernachtungsgäste akquirieren.

Viele turnusgemäßen Aktionen und Veranstaltungen wie die traditionellen Märkte (Maimarkt vom 30- April bis 3. Mai, Antimarkt am 17. Mai; Töpfermarkt am 13./14. Juni, Jakobimarkt am 19. Juli; Erntedankmarkt am 4. Oktober; Kathreinmarkt am 8. November und Christkindlmärkte im Advent), Führungen, Konzerte, Vorträge und mehr gibt es für die Prima alleine oder mit Kooperationspartnern umzusetzen. Viel ist zu tun und so laufen die Vorabreiten beispielsweise für Swinging‘ Prien vom 3. bis 5. Juli gerade auf Hochtouren an. Dieses Mal wird es auch Foodtrucks im Bereich der Marktplatzkreuzung geben und mit kulinarischen Schmankerl zusätzlich die Gäste begeistern. Diese Veranstaltungsreihe hat bereits regelrechten Kultstatuts in der Region und ist ein Beispiel für gemeinsame Projekte von Einzelhandel, Prima und weiteren Anbietern.

+++

Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

Klassiker und sehr beliebt bei Einheimischen und Urlaubern sind Musik und tanz am Maibaum, das Priener Kindersommerfest mit Saisoneröffnung und die zweite Priener Kunstnacht am 12. Juni im Ortszentrum.

Das vierte Straßenkunstfest, terminiert auf 3. und 4. Oktober, soll – wenn es nach den Wünschen der Prima geht – mit einem verkaufsoffenen Sonntag gepaart werden. „Wichtig ist uns aber auch, dass wir hier mit dem Erntedankmarkt der PrienPartner gut zusammenarbeiten, weil so zwischen Marktplatz und Wendelsteinpark eine Art Vergnügungsmeile entsteht“, findet Hübner. Die bisherigen Straßenkunstfest hätten zudem bestätigt, dass eine gewisse Sogwirkung für Einheimische und Urlauber gleichermaßen bestehe und der Einzelhandel gute Umsätze am Veranstaltungssamstag erzielen würde. Dies sei eine gelungene Symbiose dann zwischen Unterhaltung, Ortskernbelebung, Wirtschaftsförderung und gutem Image für die Marktgemeinde. Zugleich entspreche dies auch dem Marken-Leitbild er Kommune, welches Hübner in mehreren Workshops mit verschiednen Vertretern erarbeitet hatte.

Acht Werte fürs Marketing

Ziel: Prien zur „lebenswertesten Seegemeinde im Alpenraum“ entwickeln. Dabei würden Veranstaltungen nach folgenden Prinzipien beurteilt: Begeisterung, Zukunft, Seegefühl und Gemeinschaft. Zugrunde liegen dabei – wie berichtet – folgende acht Werte: traditionsverwurzelt, zugänglich, kreativ, fortschrittlich, lebhaft, gesundheitsbewusst, kulturverliebt sowie natursportbegeistert. Gemäß diesen Kriterien werden Projekte nach Angaben von Hübner und Morgenstern in Angriff genommen und ausgewählt. Nach er Kommunalwahl soll das Leitbild auch mit Gemeinderat und neuem Rathauschef besprochen und gegebenenfalls modifiziert werden.

Von wegen „staade Zeit“ heißt es dann für die Prima-Mitarbeiter ende des Jahres. Gleich zwei Christkindlmärkte auf der Fraueninsel – an den Wochenenden 27. bis 29. November sowie 4. bis 6. Dezember – sowie auf dem Priener Marktplatz an den Adventswochenenden sind vorzubereiten. „Im Dezember und Januar soll es überdies auch wieder eine Wiederholung des Winterwalds am Wendelsteinpark geben“, kündigen Hübner und Lisa Morgenstern (Presseabteilung) an. 2019 ein Novum ist diese Veranstaltungsreihe bei Familien besonders gut angekommen.

Wegen Coronavirus:Mitfastenmarkt am 22. März vorsorglich abgesagt

Kein unnötiges Risiko für Marktler, Besucher und Personal will die Marktgemeinde Prien eingehen und hat gestern Mittag den Mitfastenmarkt am 22. März abgesagt. Die entsprechenden Schreiben gingen raus. 2000 bis 3000 Besucher schlendern normalerweise entlang der Stände. Die Fieranten kommen zudem teils aus Südtirol. Zweiter Bürgermeister Hans-Jürgen Schuster und Gemeinde-Geschäftsführer Andreas Hell trafen in Absprache mit dem Ordnungsamt die Entscheidung – analog zur bayernweit ausgegebenen Verbot der Staatsregierung für Veranstaltungen über 1000 Personen.

Kommentare