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Was die Gemeinde bewegt

Viele Wortmeldungen bei der Bürgerversammlung in Ruhpolding zu Lkw-Verkehr und Mobilfunk

Die Begrenzung der Tonnage auf der Hinternpoint-Brücke in Ruhpoldingführt dazu, dass der Schwerlastverkehr durch andere Ortsgebiete fahren würde, befürchtete ein Bürger auf der Versammlung.
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Die Begrenzung der Tonnage auf der Hinternpoint-Brücke in Ruhpoldingführt dazu, dass der Schwerlastverkehr durch andere Ortsgebiete fahren würde, befürchtete ein Bürger auf der Versammlung.
  • VonManfred Peter
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Zahlreiche Wortmeldungen bei der Bürgerversammlung in Ruhpolding drehten sich um das Thema Verkehr. Aber auch die Themen fehlender Wohnraum und 5G-Mobilfunktechnik wurden lebhaft diskutiert.

Ruhpolding - Reges Interesse an ihrer Heimatgemeinde zeigten die Ruhpoldinger bei der Bürgerversammlung. Bürgermeister Justus Pfeifer (CSU) sah sich mit einer Reihe von Fragen und Anregungen aus den verschiedensten Bereichen konfrontiert. Den gestiegenen Schwerlastverkehr und Mautflüchtlinge in Zell und St. Valentin etwa thematisierte Martin Rauscheder. Er forderte Konsequenzen.

Lastverkehr auf der Brücke und 5G

Dazu führte Pfeifer aus, dass die Auffassung subjektiv richtig sei. „Das Staatliche Bauamt hat jedoch vor und nach der Mauteinführung eine Zählung durchgeführt, die das Gegenteil beweist. Wenn diese Strecke von Lkw genutzt wird, bringt dies lediglich eine Mautersparnis im Cent-Bereich, aber eine längere Fahrzeit von knapp einer Viertelstunde.“ Es sei eher ein Navigations-Problem. Denn die Brücke bei Hinterpoint sei lastbegrenzt und so würde die Navigationsgeräte den Verkehr entsprechend umleiten.

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Wozu in Ruhpolding die neue 5G-Mobilfunktechnik benötigt werde und wie vor den Strahlen geschützt werden solle, wollte Lothar Löchter vom Bürgermeister wissen. Die G5-Technik sei „für den ganzen Ort wichtig“ und werde „die Zukunft bei der Daten-Übertragung“ sein, erklärte dazu Pfeifer. Gerade die jüngere Generation nutze die mobile Technik auch beim Wandern. Mit der aktuellen Mobilfunkabdeckung sei das nur unzureichend möglich. Durch eine entsprechende Standortwahl würden die Menschen vor Funkstrahlung geschützt, so Pfeifer.

VdK-Vorsitzende Nathalie Eisele-May erinnerte an die Erfordernisse der Barrierefreiheit. Nach ihren Worten fehlt in Ruhpolding eine Liste der Beherbergungsbetriebe mit entsprechenden Übernachtungsmöglichkeiten und gestalteten Zimmern.

Behinderten-WC und Loipen für die Gäste

Weiter monierte sie, dass es zwar in Ruhpolding ein Behinderten-WC gebe, „nur findet es keiner, da die Beschilderung fehlt.“ Laut Pfeifer sei die Abfrage der Betriebe in Arbeit, die Beschilderung der behindertengerechten Einrichtungen werde überprüft.

Jürgen von Krüdener warf die Frage auf, warum im vergangenen Winter die Loipen nicht gespurt worden seien. Ruhpolding habe ein tolles Loipennetz. Die Loipen würden durch den Kurbeitrag finanziert, erklärte Pfeifer. Doch werde davon ausgegangen, dass dieses Jahr wieder mehr Touristen kommen und die Loipe wieder gespurt werde.

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Thomas Siegel meinte, dass es im Ort viele Denkmäler gebe, die zum Beispiel auf einen Holzknecht verweisen würden oder auch Straßen, die nach Persönlichkeiten benannt worden seien. Doch erfahre man nichts Konkretes über diese Menschen.

Er regte an, deren Biografien mit einer kleinen Information besser zu erläutern. Der Antrag werde aufgenommen, sagte Pfeifer zu. Er könne sich vorstellen, dass dafür in Zusammenarbeit des Historischen Vereins und dem Bauhof eine Lösung gefunden werde könne.

Geld sparen beim Radweg-Ausbau

Ludwig Hurm brachte vor, dass beim Radweg von Neustadl Richtung Ruhpolding nach den Grabarbeiten für die Gasleitung nach wie vor die Feinschicht fehle und der Weg in einen „unzureichenden Zustand“ sei. Pfeifer antwortete, die Gemeinde sei dazu schon befragt worden, wolle aber die Arbeiten dort erst zu Ende führen, wenn Neustadl in absehbarer Zeit erschlossen ist. So würden auch Gelder gespart, „wenn man den fertigen Weg nicht innerhalb kurzer Zeit wieder aufreißt“, so Pfeifer.

Angebot für Gleitschirmflieger

Oliver Eisele regte an, dass sich die Gemeinde mit dem neuen Betreiber und Investor der Unternbergbahn auch mit einem Konzept für das Gleitschirmfliegen befassen solle. Ruhpolding habe zwei sehr attraktive Flugberge und warum solle es in der Kommune nicht auch geschafft werden, „dass Gleitschirmflieger vermehrt in Ruhpolding Urlaub machen“, wie das im benachbarten Kössen schon der Fall sei. Die Anregung werde er aufnehmen, versicherte ihm der Bürgermeister.

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