Viele kleine Ensembles sorgen für Musik im Grassauer Kurpark

Die „Grassauer Blasmusi“ bot im Kurpark Polka und Walzer.
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Die „Grassauer Blasmusi“ bot im Kurpark Polka und Walzer.

Grassau – Unter freiem Himmel im Kurpark fand das erste Sommerkonzert des Musik- und Gesangvereins statt.

Die Moderation übernahm Markus Dieck.

Nach der langen Zeit des Wartens nimmt nun das musikalische Leben in der Gemeinde langsam wieder an Fahrt auf. Innerhalb von zwei Wochen, so berichtete der Leiter der Marktkapelle Wolfgang Diem, wurde vom Verein eine Konzertreihe mit elf Sommerkonzerten auf die Beine gestellt. Jeden Freitagabend wird bei schönem Wetter im Kurpark und bei Regen im Hefterstadel musiziert.

Mit einem kurzweiligen Programm meldet sich der Verein aus der Zwangspause zurück. Die Kapelle besteht aus einer Vielzahl an Registern, also kleinen Gruppen des selben Instruments. Da in großer Besetzung nicht gespielt werden kann, wurde die Kapelle nun geteilt, was der Qualität aber keinen Abbruch tat. Dieck erzählte, dass derzeit nur zehn bis maximal 15 Musiker gleichzeitig in einem Raum spielen dürfen. Jedoch wollen alle Mitglieder der Marktkapelle nicht nur üben, sondern auch auftreten. Die einzelnen Register rücken deshalb in den Mittelpunkt und demonstrieren ihr musikalisches Können.

Eröffnet wurde das Konzert von dem neu gegründeten Alphornquintett. Die Musiker zeigten im ersten Stück mit dem „Alphorntag“ von Gottfried Veit, wie ein „Alpenhandy“ Nachrichten zuverlässig verschickt, und beim „Triumphmarsch aus Aida“ kündigten sie hohen Staatsbesuch an.

Die „Grassauer Blasmusi“ stellte sich mit dem „Gamsgebirgsmarsch“ vor und gratulierte mit der „Glückwunschpolka“ allen, die in den vergangenen zwölf Wochen etwas zu feiern hatten, dies aber nur in kleiner Runde durchführen konnten. Auch den Brautwalzer „Die Dirndlkönigin“ hatte die kleine Formation der Marktkapelle parat.

Das Klarinettenensemble löste die „Blasmusi“ mit einem Stück von Wolfgang Amadeus Mozart ab, bot weitere exzellente Stücke und übergab mit der Filmmusik „Achteinhalb“, komponiert von Nino Rota, an das Tubaquartett.

Dieck erklärte, dass der Chor ebenfalls zum Verein gehöre, dieser aber noch nicht auftreten könne. Deshalb hätten sich die Tubisten dazu entschieden, diesen Part zu übernehmen, und die Posaunisten schlossen sich an.

Die Bläsergruppe präsentierte den Pilgerchor aus der „Tannhäuser“-Oper von Wagner, zeigte bei der „Pop Suite“ von Arthur Frackenpohl ihre lebensfrohe Ader und verabschiedete sich mit „Tuba Muckl“.

Die „Oim Musi“ verabschiedete das Publikum mit der Schlussnummer nach über einer Stunde Unterhaltung.

Am Freitag, 3. Juli, 19.30 Uhr, wird das nächste Sommerkonzert des Musik- und Gesangvereins mit neuem Programm stattfinden. tb

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