Viel Arbeit im Landkreis Traunstein: BRK-Rettungsdienst hat 28701 Einsätze absolviert

Zur Stelle, wenn es ernst wird(hier eine Übung): Die Rotkreuz-Rettungskräfte leisteten im Landkreis Traunstein im Jahr 2019 durchschnittlich 79 Einsätze pro Tag. BRK

Für den Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) im Landkreis Traunstein war 2019 ein betriebsames Jahr. Insgesamt 28701 Einsätze leisteten die 120 haupt- und circa 90 ehrenamtlichen Rotkreuz-Rettungskräfte in den abgelaufenen zwölf Monaten.

Traunstein– Durchschnittlich entfielen auf jeden Tag 2019 rund 79 Einsätze, die dieBRK-Rettungskräfte im Landkreisgebiet bewältigen mussten. Das bedeutet, dass die Helfer rein statistisch rund um die Uhr alle 18 Minuten ausrücken mussten. Das Gros der Einsätze bildeten Krankentransporte (14 845 Einsätze), Notarzteinsätze (4448) und Notfalleinsätze (3107).

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In die Kategorie Krankentransporte fallen etwa Transporte zum Krankenhaus, Verlegungs- und Heimfahrten, Dialyse-Fahrten sowie Fahrten zu ambulanten Operationen, Vor- und Nachbehandlungen und zur Strahlen- oder Chemotherapie. Der häufigste Grund für Notarzt- und Notfalleinsätze waren internistische Notfälle (wie Herzinfarkt, Lungenentzündung oder Blutzuckerentgleisungen) sowie Unfälle in verschiedenen Kontexten (Arbeit, Straßenverkehr, Freizeit oder Schule).

Sieben Tage rund um die Uhr einsatzbereit

Zu den 22 400 verrechnungsfähigen Einsätzen kommen nicht verrechnungsfähige Einsätze (6301) hinzu wie Gebietsabsicherungen oder zurückgenommene Alarmierungen. Im Vergleich zu 2018 stieg die Gesamtzahl der Einsätze leicht an (+ 1,3 Prozent). Dieser Zuwachs basiert auf Anstiegen bei Notarzteinsätzen (+ 3,7 Prozent) und Notfalleinsätzen (+ 5,1 Prozent). Die Zahl der Krankentransporte ging gegenüber dem Vorjahr leicht zurück (- 0,6 Prozent). Bei den im Einsatz gefahrenen Kilometern wurde eine Steigerung von 3,4 Prozent verzeichnet. Insgesamt legten die zehn Rettungs- und sieben Krankentransportwagen des BRK-Kreisverbandes Traunstein 987 239 Kilometer zurück. Hinzu kommen rund 160 000 Einsatzkilometer, die in Notarzteinsatzfahrzeugen (NEF) absolviert wurden.

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Die Gesamtkilometerzahl von rund 1,15 Kilometern entspricht rund dreimal der Distanz zwischen Erde und Mond. Im Landkreis Traunstein leistet das Rote Kreuz den Rettungsdienst nahezu komplett und unterhält dazu sieben, rund um die Uhr besetzte Rettungswachen in Traunstein, Traunreut, Trostberg, Grassau, Ruhpolding, Fridolfing und Reit im Winkl sowie fünf Standorte für Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF). Dadurch wird gewährleistet, dass im Notfall jeder Ort im Landkreis an einer öffentlichen Straße zügig von einem BRK-Rettungsdienstfahrzeug erreicht werden kann. In weiter von den Rettungswachen entfernt gelegenen Gemeinden wie Schnaitsee wurde zudem ein Helfer-vor-Ort-Dienst aufgebaut, um das Zeitintervall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken und im Notfall mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen zu beginnen. Dieser hohe Aufwand an Personal und Infrastruktur ist nötig, um auch bei größeren Schadensereignissen schnell und wirksam helfen zu können. BRK-Rettungsdienstleiter Hermann Schramm verweist in diesem Kontext exemplarisch auf einen schweren Verkehrsunfall, der sich im August auf der B 299 ereignet hatte mit sieben teils schwer verletzten Personen.

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