Verwaltungsgericht: Kein Stopp für Kiesabbau in Seeon

Ein Teil der Fläche in Seeon-Grünweg, wo Kies abgebaut werden soll. Der Umweltverband UVA aus Seeon will dies verhindern.
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Ein Teil der Fläche in Seeon-Grünweg, wo Kies abgebaut werden soll. Der Umweltverband UVA aus Seeon will dies verhindern.

Der Umweltverband Seeon erleidet eine Schlappe vor Gericht: Seine Beschwerde vor dem Verwaltungsgerichtshof gegen den Kiesabbau in Seeon-Grünweg wurde zurück gewiesen.

Seeon-Seebruck – Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat am Freitag die Beschwerde des Umweltschutzverbands Alztal und Umgebung (UVA) bezüglich des Kiesabbaus in Seeon-Grünweg zurückgewiesen. Dies teilte der UVA unserer Zeitung jetzt mit.

Der Verband hatte Anfang August beim Verwaltungsgericht München Klage gegen die Kiesabbau-Genehmigung Grünweg eingelegt. Der Verband forderte eine sogenannte Zwischenverfügung (wir berichteten), um den Abbau sofort zu stoppen. Diese wurde Mitte August abgelehnt.

Laut UVA gefährdet der Kiesabbau empfindlichen Gewässerverhältnisse vor Ort und schädigt Natur und Landschaft. Gegen die Ablehnung war der Seeoner Verband dann beim Verwaltungsgerichtshof als zweite Instanz vorstellig geworden. Aber auch dieses sehe kein Erfordernis, den Kiesabbau sofort zu stoppen, bedauert Gerd Raepple, zweiter Vorsitzender des UVA aus Seeon. Dem Verband zufolge vertritt das Gerichte die Ansicht, dass der Kiesabbau in Grünweg auf 1,4 Hektar – betrieben von einer Eggstätter Firma – keine irreversiblen Schäden verursache.

Vor dem Verwaltungsgericht München läuft laut UVA dennoch das Eil-Verfahren weiter. „Vermutlich noch in der ersten September-Hälfte ist mit einem Urteil zu rechnen“, so Sprecher Raepple.

Die Gemeinde indes plant in Eglhart und Steinrab weitere Kiesabbau-Flächen auf 26 Hektar, dort könnte auch der Betreffende Betrieb eine Alternative zur Fläche in Grünweg finden (Bericht folgt). sen

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