Verkehrsüberwachung für Unterwössen abgelehnt

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Mehrere Anträge in Sachen „Verkehrssicherheit“ hat die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in die jüngste Sitzung des Unterwössener Gemeinderats eingebracht. Zur Abstimmung kam es über den Beitritt zum Zweckverband der kommunalen Verkehrsüberwachung.

Unterwössen –Diesen Antrag hat das Gremium mit acht zu sieben Stimmen abgelehnt. Gabi Neubert von den Grünen begründete den Beitrittsantrag vor allem mit häufigen Problemen des sogenannten „ruhenden Verkehrs“ wie zum Beispiel Parkplätze und den guten Erfahrungen der Nachbargemeinde Marquartstein mit der Überwachung.

Der Verbund mit seinen rund 100 Mitarbeitern betreut derzeit 164 Gemeinden. Der überwiegende Teil der Gemeinderäte sprach sich jedoch gegen Kontrollen aus und appellierte stattdessen an die Eigenverantwortung der Bürger.

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Hinsichtlich des Grünen-Antrags auf Geschwindigkeitskontrollen sahen die meisten Mandatsträger keinen Handlungsbedarf, da es kaum Beschwerden gebe und auch die Unfallstatistik laut Polizeiangaben „nicht dramatisch“ sei. „Bei der überwiegenden Zahl der Gemeindestraßen ist Schnellfahren auch gar nicht möglich“, meinte Bürgermeister Ludwig Entfellner.

Verständnis zeigte er für die dringende Bitte von Neubert hinsichtlich der Einrichtung von zwei Fußgängerüberwegen am Edeka-Markt und am Altenheim, um vor allem älteren Mitbürgern einen sicheren Straßenübergang zu garantieren. Auch entlang der B 305 sollten laut Neubert Fußgängerüberwege ins Auge gefasst werden.

Das Thema der Straßenquerungen werde Teil des geplanten umfassenden Geh- und Radwegekonzeptes im B ereich der Bundesstraße B 305 in Unter- und Oberwössen sein, erläuterte der Unterwössener Rathauschef. Das Konzept erhielt in derselben Sitzung grünes Licht. vd

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