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AUS DEM GEMEINDERAT

Verkehrs-Chaos in Unterwössen: Keine schnelle Lösung für Wanderparkplätze

Die Parksituation am Hammerergraben, von wo aus viele Wanderer in Richtung Rechenbergalm oder Feldlahnalm starten.
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Die Parksituation am Hammerergraben, von wo aus viele Wanderer in Richtung Rechenbergalm oder Feldlahnalm starten.

Die Temperaturen steigen und immer mehr Ausflügler zieht es in die Berge. Schon im vergangenen Jahr hat Unterwössen wegen zu weniger Parkplätze geächzt. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.

Unterwössen – Immer drängender wird in Unterwössen das Problem von überfüllten Wanderparkplätzen und ihren Folgen. Jetzt hat die CSU-Fraktion unter Federführung von Gemeinderat Martin Nieß beantragt, das Problem im Gemeinderat zu erörtern und nach Lösungen -auch im Austausch mit anderen Gemeinden- zu suchen. Das Ergebnis in der jüngsten Sitzung: Momentan gibt es keine wirklich praktikablen Lösungen aus der Sicht des Gemeinderates.

Drang in die Natur besonders durch Pandemie

Durch die Corona-Pandemie haben immer mehr Menschen den Wert von Bewegung in der Natur entdeckt. Fachleute gehen davon aus, dass die Aktivitäten auf einem hohen Niveau bestehenbleiben. Das hat Folgen, auch für Unterwössen.

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Nach den Worten von Geschäftsleiter Thomas Müllinger besteht die Herausforderung darin, die Besucherströme nachhaltig zu lenken und notfalls in besonders betroffenen Regionen auf ein erträgliches Maß zu senken. Zum anderen sollte ein umweltverträgliches Verhalten in der Natur und auch beim Parken vermittelt werden, damit Anlieger, Landwirte und Rettungskräfte nicht beeinträchtigt werden.

Dazu hat Müllinger einige Lösungsansätze präsentiert. Eine gewisse Entspannung verspricht man sich von der moderaten Erweiterung der drei größten Wanderparkplätze: Am Parkplatz Hochgern von circa 50 auf 75, an der Feldlahn von 25 auf 60 und am Taubensee von 20 auf 35. „Entsprechende Grundstücksverhandlungen und Planungen laufen bereits“, so der Geschäftsleiter

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Eine Möglichkeit der Parkplatzregulierung sieht er auch in einer digitalen Besucherlenkung, die derzeit vom Ökomodell Achental ins Auge gefasst wird. Dabei ist an Zähleinrichtungen gedacht, um die Belegung von Parkplätzen online oder über eine App abzurufen. Vorgesehen sind eventuell auch Hinweise an Ortseingangsschildern. Derzeit läuft laut Müllinger die Projektentwicklungsphase.Die Einhaltung von Halteverbotsschildern und das Freihalten von Zufahrts- und Rettungswegen kontrolliert derzeit die einheimische Polizeidienststelle zusammen mit der kommunalen Verkehrsüberwachung.

Auch Strafen helfen nicht

„Die Verstöße werden konsequent geahndet, aber die Erfolge sind eher bescheiden“, erklärt der Geschäftsleiter. „Zumal sich die Probleme dann oft nur auf andere Straßen verlagern.“

Eine Verbesserung der Gesamtsituation allein durch Parkgebühren stellte er ebenfalls in Abrede. Bei kleineren Parkplätzen könnten die Kosten von Parkautomaten, Betreuung, Kontrolle und Pacht sogar höher als die Einnahmen sein.

Die Verbindung von Parkplatzgebühren mit Gutscheinlösungen hält Müllinger „zumindest für bedenklich“. Gemeindliche Zuschüsse an Privatunternehmen seien nach Auffassung des kommunalen Prüfungsverbandes keine kommunalen Aufgaben.

Parkgebühren dürfen Einheimische nicht bevorzugen

Ein weiteres Problem bei den Parkgebühren sieht der Geschäftsleiter auch in der Bevorzugung von Einheimischen gegenüber den auswärtigen Gästen: „Das wäre nach der derzeitigen Rechtsprechung wohl kein legitimer Sachgrund.“

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Alles in allem gebe es aus Sicht der Verwaltung momentan keine wirklich praktischen Lösungen. Auch Bürgermeister Ludwig Entfellner (CSU) findet, dass zunächst die Entwicklungen in anderen Gemeinden abgewartet werden sollten, um dann gegebenenfalls gemeinsam - auch mit dem Ökomodell - Langzeitstrategien zu erarbeiten.

Kommt die App?

Weitere Anregungen kamen noch von einigen Gemeinderäten. So schlug Thomas Ager (CSU) ein Parkleitsystem vor, das über eine App getestet werden könnte. Auch Antragsteller Martin Nieß sympathisierte mit einer ParkApp. Er sprach sich jedoch gegen ein Warten auf andere Gemeinden aus, um eine Lösung zu finden.

Bürgermeister Entfellner versprach, Informationen über alle Vorschläge einzuholen und dann noch einmal zur Diskussion zu stellen.

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