Im vergangenen Jahr 12,5 Millionen Euro ausgegeben

Reit im Winkl – 12,5 Millionen Euro betrugen die Gesamteinnahmen und -ausgaben der Gemeinde Reit im Winkl im vergangenen Jahr. Geprüft hatte zuvor die Jahresrechnung der Gemeinde der Finanzausschuss.

Dies gab Bürgermeister Josef Heigenhauser in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats bekannt. Das Gremium beendet das Haushaltsjahr und stellte die Jahresrechnung 2015 fest. Auch die von der Verwaltung vorgelegten Jahresabschlüsse 2015 der Fremdenverkehrsbetriebe und der Wasserversorgung wurden abgesegnet.

In dessen Bericht ist vermerkt, dass insgesamt drei Haushaltsüberschreitungen mit mehr als 10 000 Euro vorlagen. So wurde bei den Planungskosten für Bebauungspläne der Haushaltsansatz von 35 000 Euro um rund 10 500 Euro überschritten, da eine größere Abschlagszahlung für die Änderung des Bebauungsplans Ortskern Nordwest bereits im Juli 2015 zu zahlen war. Die Kosten der Asphaltierung des Parkplatzes am Freibad wurden nicht dem Straßenunterhalt, sondern dem Freibad zugeordnet. Die Ausgaben übersteigen hier mit einem Ergebnis von 42 000 Euro den Haushaltsansatz von 30 000 Euro.

Im Vermögenshaushalt wurden die Tiefbauarbeiten im Bereich der Wasserversorgung für den Kaiserweg entgegen den ursprünglichen Planungen bereits 2015 abgeschlossen, wodurch das Anordnungssoll in Höhe von 60 200 Euro um rund 24 000 Euro überschritten wurde.

Der Finanzausschuss hielt fest, dass Buchhaltung und Kassenführung keinen Anlass zu Beanstandungen geben. So stellte der Gemeinderat einstimmig die Jahresrechnung 2015 mit einem Ergebnis von 10,1 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und 2,4 Millionen Euro im Vermögenshaushalt fest und erteilte der Verwaltung die Entlastung. Der Rücklagenstand betrug zum Jahresende 2,0 Millionen, der Schuldenstand 4,0 Millionen und der Vermögensstand 27,7 Millionen Euro.

Weiter lagen die Jahresabschlüsse 2015 der gemeindlichen Fremdenverkehrsbetriebe und der Wasserversorgung vor. Sie waren jeweils vom Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband aus der von der Gemeindeverwaltung vorgelegten Kameralrechnung entwickelt worden.

Bei den Fremdenverkehrsbetrieben hatten im Jahr 2015 Anlagenzugänge in Höhe von 52 000 Euro stattgefunden, sie betreffen in erster Linie die Errichtung eines Behinderten-WC mit rund 24 000 Euro. Der Jahresverlust konnte im Vergleich zum Vorjahresergebnis geringfügig auf 392 000 Euro gesenkt werden. Dies ist in erster Linie zurückzuführen auf einen niedrigeren Straßenunterhalt bei der Winklmoosstraße.

Das Defizit verringerte sich gegenüber dem Vorjahr durch niedrigere Strom- und Heizungskosten von 306 000 Euro auf 288 000 Euro. Im Freibad hingegen waren durch die Asphaltierung der Parkplätze erhöhte Unterhaltskosten zu verzeichnen, sodass sich der Fehlbetrag auf 93 000 Euro erhöhte.

Gewinn in Höhe von 31 000 Euro

Der Gemeinderat stellte einstimmig den Jahresabschluss der Fremdenverkehrsbetriebe mit einer Bilanzsumme von 8,4 Millionen Euro und einem Jahresverlust von 392 000 Euro fest.

Als sehr erfreulich bezeichnete es Bürgermeister Josef Heigenhauser, dass bei der gemeindlichen Wasserversorgung im vergangenen Jahr ein Gewinn von 31 000 Euro erzielt worden sei, was eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr und den Verlusten in früheren Jahren darstelle. Dies wirke sich im Endeffekt wieder positiv auf den Wasserpreis aus. Im Jahr 2014 hatte es hier noch eine Gebührenerhöhung gegeben.

Der Gemeinderat stellte den Jahresabschluss der Wasserversorgung mit einer Bilanzsumme von 2,3 Millionen Euro und einem Gewinn von 31 000 Euro fest. Der Gewinn wird mit den vorgetragenen Verlusten verrechnet. sh

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