Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Folker Schindlmayr verstorben

Väterlicher Freund der Pfadfinder

Folker Schindlmayr +
+
Folker Schindlmayr +

Grassau - Nur wenige Tage vor seinem 74. Geburtstag war Folker Schindlmayrs Weg zu Ende.

Nun trauern nicht nur Generationen von Achentaler Pfadfindern, sondern auch viele befreundete Pfadfindergruppe und auch die Gemeinde um den engagierten Freund der Jugend.

Folker Schindlmayr wurde in Steinhöring bei Ebersberg geboren, besuchte in Marquartstein das Gymnasium und studierte anschließend Architektur. Bereits 1955 versuchte "Fox", wie er liebevoll von den Pfadfindern genannt wurde, in Marquartstein mit gerade einmal 15 Jahren einen Stamm zu gründen, was leider scheiterte. 1959 dann legte er sein Pfadfinderversprechen mit dem Leitsatz "jeden Tag eine gute Tat ab" und blieb diesem Versprechen sein Leben lang treu. Schließlich fand Fox 1971 zum Pfadfinderstamm Schwarzer Mustang und blieb ihm dann 43 Jahre treu. Den Achentaler Pfadfindern stand er einige Jahrzehnte als Vorsitzender vor, zog sich dann in den späten 90er-Jahren in das zweite Glied zurück und war dann viele Jahre Schatzmeister.

Sein Tatendrang, sein Idealismus und sein unermüdliches Bestreben die Jugend zusammenzubringen, Kinder- und Jugendliche Erlebnisse in der Natur zu ermöglichen und jungen Menschen Achtung, Toleranz und Selbstvertrauen zu vermitteln, machten ihn zu dem liebenswerten Menschen, der in den Herzen der Pfadfinder weiter existieren wird.

Folker Schindlmayr engagierte sich auch in der SPD. Von 1972 bis 1984 war er Marktgemeinderat und setzte sich in diesem Gremium für die Belange der Jugend ein. Besonders lagen ihm die Natur und auch die erneuerbaren Energien am Herzen. So war Folker Schindlmayr auch an der Gründung des Bürgersolarkraftwerks beteiligt, das er in der Geschäftsführung von 2006 bis 2014 ehrenamtlich leitete. Mit dem Jugendförderpreis wurde Schindlmayr 2009 von der Marktgemeinde ausgezeichnet.

Sein Lebensweg war nicht immer einfach. Schon früh verlor Schindlmayr seine erste Frau und musste mit dem kleinen Sohn alleine zurechtkommen. Doch das Glück kehrte zurück, als er seine Evi kennenlernte und dem Paar ein zweiter Sohn geschenkt wurde. Die Familie stand bei Folker Schindlmayr an erster Stelle. Und dahinter folgten sofort die Pfadfinder, die er bis zu seinem Lebensende begleitete.

Abschied nehmen Familie, Pfadfinder, Freunde und Wegbegleiter am Freitag, 6. Juni, um 14 Uhr auf dem Friedhof Grassau. tb

Kommentare