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Leck gefunden

Ursache für hohen Wasserverlust in Grabenstätt behoben

Aufwendige Instandhaltungsarbeiten am Hochbehälter des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) Grabenstätt (an der Höringer Straße) gab es im März und August letzten Jahres. Auf dem Foto ist links Wassermeister Helmut Steinbeck zu sehen.
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Aufwendige Instandhaltungsarbeiten am Hochbehälter des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) Grabenstätt (an der Höringer Straße) gab es im März und August letzten Jahres. Auf dem Foto ist links Wassermeister Helmut Steinbeck zu sehen.
  • VonMarkus Müller
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Fast 40.000 Kubikmeter Wasser gingen in der Gemeinde Grabenstätt vor einiger Zeit den Bach runter – die Ursache dafür konnte nun behoben werden. Dafür bescheinigt der Wasserversorgungsverband eine sehr gute Wasserqualität und genehmigte ein Darlehen für teure Baumaßnahmen an den Leitungen.

Grabenstätt – „Wir sind guter Dinge, dass alles bald wieder seinen gewohnten Gang gehen kann“, so Karl-Heinz Austermayer, Chef des Wasserbeschaffungsverbands (WBV) Grabenstätt in der Jahresversammlung im Saal der Schlossökonomie.

Die Ursache für den vor rund einem Jahr vermeldeten hohen Wasserverlust habe man lange Zeit nicht ergründen können: „Das beschäftigte unsere Mitarbeiter mehrere Wochen und sie mussten sich so manche Nacht um die Ohren schlagen“. Schließlich sei der Rohrbruch in einem Garten am Eichbergfeld lokalisiert und repariert worden. Insgesamt sind im Berichtszeitraum sechs Rohrbrüche behoben worden. Austermayer erinnerte daran, dass Wassermeister Helmut Steinbeck und dessen Kollege Georg Heigenmoser auch außerhalb ihrer Dienstzeit in Rufbereitschaft seien.

Untersuchungen ohne Befund

„Die Wasserqualität ist nach wie vor sehr gut“, freute sich Austermayer und fügte an: „Die dreimonatigen Wasseruntersuchungen sind stets ohne Befund und der Nitratgehalt liegt immer zwischen zehn und elf bei einem maximalen Grenzwert von 50“. Bei der alljährlichen großen Wasseruntersuchung im September habe man festgestellt, dass das eigene Wasser fast die gleichen Werte aufweise wie Mineralwasser.

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„Ein Liter unseres Wassers kostet aber nur 0,12 Cent“, unterstrich Austermayer. Die genauen Untersuchungsergebnisse seien auf der Homepage abrufbar. Nachdem man in der letztjährigen Jahresversammlung den Wasserpreis zum 1. Juli 2021 angehoben hatte, kam man nun überein, auch den Preis für die Wasserlieferung an die Gemeinde zu erhöhen. „Der Preis pro Kubikmeter steigt von 57 auf 70 Cent zuzüglich Mehrwertsteuer“, so Austermayer.

Haushalt abgesegnet

In Marwang gibt es bekanntlich einen Mischbetrieb mit der gemeindlichen Wasserversorgung. Austermayer zufolge habe eine Rohrnetzberechnung eines Ingenieurbüros ergeben, dass das eigene Netz, trotz der Lieferung in das Gemeindenetz, „ausreichend dimensioniert und auch für die Löschwasserversorgung geeignet ist“. Die Umsetzung eines gemeindlichen Hochwasserkonzeptes dürfe nicht zum Nachteil der WBV-Quelle sein, „denn dafür ist unser Trinkwasser zu wichtig und zu wertvoll“, mahnte er an.

In ihrem Kassen- und Rechenschaftsbericht stellte Bürokraft Franziska Zippel die Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2020 vor. Demnach betrugen die Einnahmen rund 192.082 Euro und die Ausgaben rund 199 016 Euro. Rund 6933 Euro mussten den Rücklagen entnommen werden, so Zippel. Die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet. Der vorgelegte Haushaltsentwurf 2021 schließt im Verwaltungshaushalt in den Einnahmen mit 167.000 Euro und in den Ausgaben mit 17.590 Euro. Das Minus von 8890 Euro müsste dem Vermögenshaushalt entnommen werden. Der Vermögenshaushalt schließt dann mit 9110 Euro. Der Haushaltsentwurf 2021 wurde von den anwesenden Mitgliedern einstimmig abgesegnet.

Anbindung wird verbessert

Geschlossen genehmigte die Versammlung auch den von der Vorstandschaft vorgeschlagenen Darlehensrahmen in Höhe von bis zu 400.000 Euro für die anstehende Baumaßnahme „Neuverlegung einer Füll- sowie Versorgungsleitung zum Hochbehälter in der Höringer Straße mit einem zusätzlichen Leerrohr für eine Glasfaserverbindung“ (Kostenschätzung: zirka 240.000 Euro brutto) sowie für die Baumaßnahme „Anbindung der bestehenden Häuser an der Tüttenseestraße an die Wasserversorgung im Ort über den Obermühlweg“ (Kostenschätzung: zirka 80.000 Euro brutto).

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Fast 40.000 Kubikmeter Wasser verloren

Laut Wassermeister Helmut Steinbeck habe man im Vorjahr 1632 Einwohner mit Trinkwasser versorgt. Die Jahresfördermenge aus der Quelle betrug 179.953 Kubikmeter – ein Plus von 5,3 Prozent. Verkauft wurden in Grabenstätt 89.750 Kubikmeter (plus 14,2 Prozent) und in Marwang 50 .448 Kubikmeter (minus 10,1 Prozent). Der Wasserverlust sei mit 39.755 Kubikmetern wegen diverser Rohrleitungsschäden hoch gewesen, so Steinbeck.

Schäden gab es an den Versorgungsleitungen bei der Entermühle, beim Hofbauer und an der Tüttenseestraße sowie an den Hausanschlussleitungen in der Hochstraße und am Eichbergfeld. Sie wurden repariert.

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