„Urlaub dahoam“ – aber mit Rücksicht auf Flora und Fauna

Im Sommer befinden sich auf dem Chiemsee viele Wasservögel, wie hier Kolbenenten und Blässrallen, in der Mauser. In dieser Zeit wird das gesamte Großgefieder erneuert und so sind die Vögel für einige Wochen flugunfähig und damit besonders störanfällig. Umso wichtiger, dass sie sich dann in die Ruhezonen zurückziehen können.
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Im Sommer befinden sich auf dem Chiemsee viele Wasservögel, wie hier Kolbenenten und Blässrallen, in der Mauser. In dieser Zeit wird das gesamte Großgefieder erneuert und so sind die Vögel für einige Wochen flugunfähig und damit besonders störanfällig. Umso wichtiger, dass sie sich dann in die Ruhezonen zurückziehen können.

Chiemsee – „Urlaub dahoam“ steht wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr besonders hoch im Kurs.

Somit zieht es verständlicherweise zahlreiche Urlauber und Tagesausflügler in den Chiemgau und speziell an den Chiemsee. Denn das „Bayerische Meer“ bietet eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten sowohl am und als auch auf dem Wasser.

Heimat fürviele Arten

Zugleich ist der Chiemsee aber auch Heimat unzähliger Tier- und Pflanzenarten, darunter viele seltene und vom Aussterben bedrohte Arten. Umso wichtiger ist es, dass diesen entsprechende Ruhe- beziehungsweise Rückzugsräume geboten werden. Daher wurden bereits im Jahr 2005 sogenannte Ruhezonen für den Chiemsee ausgewiesen, die für den Menschen tabu sind. Sie dienen dem Schutz von Fischen und Vögeln sowie den uferbegleitenden Schilfzonen. Auf dem Wasser sind sie durch Bojen gekennzeichnet und zusätzlich mit Informationstafeln ausgeschildert. Dirk Alfermann, Gebietsbetreuer Chiemsee, der gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei auf die Einhaltung der Regelungen achtet, bittet alle Erholungssuchenden ausdrücklich, die ausgewiesenen Ruhezonen wie auch die Kernzone des Naturschutzgebietes „Mündung der Tiroler Achen“ zu respektieren. „Der See ist groß genug. Ein Mit- und Nebeneinander ist auch jetzt in der Hauptferienzeit gut möglich. Wir müssen den seltenen oder gar vom Aussterben bedrohten Tieren unbedingt ihre Rückzugs- und Ruheräume lassen“, appelliert Alfermann eindringlich an die Urlauber.

Die wertvollen Ruhezonen im Chiemsee sind mit entsprechend beschilderten Bojen gekennzeichnet.
Gebietsbetreuer Dirk Alfermann ruft zu Umsicht in den Zonen auf.

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