Unterwössens „Mitnand“-Appell an Bergradler und Wanderer

Unterwössen freut sich über die neue Beschilderung für knapp 900 Kilometer Mountainbikewege. Die Routen werden zur Online-Anwendung digitalisiert.

Unterwössen – Ein einheitliches Beschilderungssystem für die Mountainbike-Strecken im bayerischen Alpenraum einschließlich Chiemgau hat Elisabeth Keihl als neue Geschäftsführerin des gemeinsamen Kommunalunternehmens im Achental Tourismus in der Sitzung des Unterwössener Gemeinderates vorgestellt.

Im Gemeindegebiet Unterwössen betrifft es sechs bereits ausgewiesene Strecken. Das Beschilderungssystem im bayerischen Alpenraum deckt ein Gesamtnetz von rund 890 Kilometern und 78 Touren ab. Es ist in Abstimmung zwischen den Kommunen, der „Lokalen Aktionsgruppe Chiemgauer Alpen“ und den Bayerischen Staatsforsten entstanden.

Zwei der geplanten drei Umsetzungsschritte wurden bereits realisiert. So wurde ein Beschilderungskonzept aus Informationstafeln und Startausgangstafeln entworfen. Mit weißen Hinweisschildern und dunkelroten Tourennummern an den ausgewiesenen Stellen im jeweiligen Ort ist dann von Ende August bis Mitte Oktober dieses Jahres der zweite Schritt umgesetzt worden.

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Vier Tafeln fehlen noch

Bis zum Frühjahr soll laut Keihl dann der dritte und letzte Schritt realisiert werden. Dazu gehören die Herstellung und das Aufstellen von großen Ausgangstafeln an den jeweiligen Strecken. Weiterhin sollen die Routen zur Online-Anwendung digitalisiert werden. Darüber hinaus sind auch gedruckte Radkarten in Planung.

Bei den sechs Strecken im Raum Unterwössen sind neben den Hinweisschildern zwei Ausgangstafeln vorhanden. Vier müssen noch hergestellt werden. Laut Keihl soll mit dem Projekt einerseits das vielseitige Mountainbike-Angebot übersichtlich dargestellt werden. Zum anderen sollen die Mountainbiker auf den ausgewiesenen Strecken gehalten werden. Weiterhin besteht die Hoffnung, dass Mountainbiker und Wanderer durch eine entsprechende Beschilderung zum „Mitnand“ für das Bergerlebnis animiert werden. Dass das wohl vorerst noch eine Illusion ist, offenbarte die anschließende Diskussion. So wünschte sich Gabi Neubert (Die Grünen) ein Radlfahrer-Verbot zugunsten von Wanderern für besonders unübersichtliche Stellen. Und Philipp Spanier (CSU) war sich sicher, dass die Verbesserung des Radler-Wanderer-Verhältnisses „noch viel Zeit braucht“. vd

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