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Kameradschaft übersteht die Pandemie

Unterwössener Chorleiter Wolfgang Kurfer zieht Bilanz – Sänger bis zu 60 Jahre dabei

Chormusik in Pandemiezeiten – da blieb in 2021 wenig für große Auftritte des Kirchenchors St. Martin und seines Chorleiters Wolfgang Kurfer (links neben Pfarrer Martin Straßer). Als schöne Gelegenheit sahen da Sängerinnen und Sänger die Begleitung des Gottesdienstes im Almbauerntag im Alten Bad Unterwössen.
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Chormusik in Pandemiezeiten – da blieb in 2021 wenig für große Auftritte des Kirchenchors St. Martin und seines Chorleiters Wolfgang Kurfer (links neben Pfarrer Martin Straßer). Als schöne Gelegenheit sahen da Sängerinnen und Sänger die Begleitung des Gottesdienstes im Almbauerntag im Alten Bad Unterwössen.
  • VonLudwig Flug
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Der Kirchenchor St. Martin Unterwössen feiert traditionell das ausgehende Kirchenjahr im Advent mit einer gemeinsamen Feier. Doch dieses Jahr standen die Pandemie-Vorschriften dagegen. Eine Bilanz zu einem gelungen Chorjahr gibt es trotzdem, berichtet Chorleiter Wolfgang Kurfer im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen.

Unterwössen – Der Chorleiter ist dankbar, dass alle in schwieriger Zeit zusammenhielten und halten. „Aus Kameradschaft und eigener Verantwortung unternahmen die Mitglieder vieles, wie sich impfen zu lassen oder Tests zu absolvierten.“ Die die chorinternen Geburtstagsfeiern fielen aus. „Aber die werden wir nachholen“, verspricht Kurfer.

Kurfer freut, dass in einer von ausgefallenen Terminen geprägten Pause die Chormitglieder die Zeit positiv gestimmt überstanden. „Der Zusammenhalt ist geblieben und alle waren freundlich dabei, als der Chorgesang wieder möglich wurde.“ Dabei war das Jahr 2021 von Improvisationen in der Kirchenmusik geprägt. So beschränkte sich die musikalische Begleitung der Weihnachtsmessen in 2020 auf ein Vokalquartett, das aus der Familie Wolfgang Kurfer erwuchs. Dann wieder übernahmen die drei Seewind Harfendirndln die musikalische Umrahmung.

Erleichterung über die erste Probe im Sommer

An Lichtmess und zu den Ostertagen des vergangenen Jahres begleitete das Kirchenorchester das Vokalquartett Kurfer. In kleiner Besetzung erhielten die Erstkommunion und das Priesterjubiläum von Pfarrer Martin Straßer ihren musikalischen Rahmen.

Erleichterung herrschte bei allen Chormitgliedern, als mit Beginn des Sommers eine erste Probe mit Abstand stattfand – nicht auf der gewohnten Chorempore, sondern im Kirchenschiff. Wenn es das Wetter zuließ, probten die Chormitglieder auch im Musikpavillon im Kurpark. Da gebührt der Musikkapelle der Dank, findet Kurfer, die der Anfrage des Chores auf Nutzung des Pavillons sofort zustimmte. „Endlich rührt sich wieder was“, so der Tenor bei den Musikanten.

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Die Freude der Chormitglieder, endlich wieder gemeinsam zu singen, drückte sich sowohl in der Probenbeteiligung als in der Begeisterung während der Probe aus. Mitte August unter den allgemeinen Erleichterungen von den Coronavorschriften unternahm der Chor seinen Jahresausflug auf Sparflamme. Eine gemütliche Runde traf sich bei Kaffee und Kuchen im Freien auf der Winklmoosalm.

Jetzt waren wieder Chorauftritte möglich und fleißig nahmen Sängerinnen und Sänger die Gelegenheit wahr, in den Gottesdiensten an Mariä Himmelfahrt, an Erntedank, zum Almbauerntag und dann Kirchweih zu singen und zu musizieren. Sorgen, die den Chorleiter zuvor drückten, zerplatzten. Erstaunlich gut fand der Chor nach langer Pause zu seinem vollen und harmonischen Klang zurück.

Inzwischen ehrte der Chorleiter langjährige Mitglieder für ihre Treue zum Chor. Zwei stechen hervor. Jochen Langer begann als junge Organist und Chorleiter und wirkte 60 Jahre im Chor mit. Kurfer erinnerte an Langers Zusammenarbeit mit Pfarrer Niegel, Wastl Fanderl und Annette Thoma, die Volksmusik in die Kirchen zu bringen. Er sah die wunderbaren Chorstunden mit Messen, Märschen und Liedern, die Langer komponierte und für den Kirchenchor bearbeitete. „Wenn die Kirchenmusik in Unterwössen weit über den Ort und den Landkreis hinaus bekannt ist, ist das vor allem Langers Verdienst“, findet Kurfer.

Monika Schlaipfer vielseitig engagiert

Ebenfalls 60 Jahre dabei ist Monika Schlaipfer. Sie hat sich in vielfältiger Weise für die Chorgemeinschaft engagiert, beschreibt Kurfer. „Das beginnt bei ihrem sicheren Soprangesang und führt zu vielfältigem Engagement in der Organisation von Feiern und Gratulationen, bei Blumensträußen, Blumenschmuck und kulinarischen Köstlichkeiten.

40 Jahre beim Unterwössener Kirchenchor St. Martin dabei sind die „Bläserbuam“ – so nennt sie Chorleiter Wolfgang Kurfer – die Jochen Langer damals zusammenführte. Kurfer nannte Anton und Markus Fritschka, Georg Schlaipfer und Wolfgang Kaindl, Franz Glanz und Christoph Tiefenthaler. Ihr hohes Niveau sei Ansporn für den Nachwuchs, den sie in ihre Auftritte integrieren. Die Kombination aus Jugend und Erfahrung seien von unschätzbarem Wert für die Kirchengemeinde Unterwössen. Clara Kalweit und Andrea Klauser gehören seit 35 Jahren zum Chor, Margit Schlaipfer, die Sopransolistin, 30 Jahre.

Kurfer entfacht Begeisterung immer neu

Bei all dem Dank, den Wolfgang Kurfer für die Chormitglieder und daneben seine Ehefrau fand, die Beziehung ist wechselseitig. Margit Schlaipfer sieht es als den Verdienst Wolfgang Kurfers, die Begeisterung für die Kirchenmusik immer neu zu entfachen. Pfarrer Martin Strasser dankte im Namen der Pfarrei für das enorme Engagement des Kirchenchores und seines Leiters „Engagement, dessen Wert man in der heutigen Zeit nicht hoch genug einschätzen kann.“ Straßer lobte den Kirchenchor für seine „weit über die Gemeindegrenzen bekannte Qualität.“

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