Unterwössen: Neue Räume für die Mittagsbetreuung an der Schule

Vor ihrer jüngsten Sitzung haben die Unterwössener Gemeinderäte die beengten Verhältnisse in der jetzigen Mittagsbetreuung für die Grundschulkinder besichtigt.
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Vor ihrer jüngsten Sitzung haben die Unterwössener Gemeinderäte die beengten Verhältnisse in der jetzigen Mittagsbetreuung für die Grundschulkinder besichtigt.

Gemeinderat trifft Grundsatzentscheidung für eine attraktivere Schule. Der Ort soll nach den Worten von Bürgermeister Entfellner für den Zuzug junger Familien reizvoller werden.

Von Bärbel vom Dorp

Unterwössen – „Wir müssen unsere Schule attraktiv gestalten, um den Standort zu halten und Unterwössen für den Zuzug junger Familien reizvoll zu machen“, sagte Bürgermeister Ludwig Entfellner (CSU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Mehr als zwei Stunden hatte sich das Gremium mit dem „Gesamtpaket Schule“ beschäftigt.

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Zur Zeit besuchen 114 Kinder die Grundschule (Klassen eins bis vier) und 109 Kinder die Mittelschule (Klassen fünf bis neun). Unter dem Motto „In der Schule zu Hause“ stellte Schulleiter Otto Manzenberger die vielfältigen Leistungen und Projekte seiner Schule vor.

Alte Räume sind zu klein geworden

„Auch die freiwillige offene Ganztagsschule bis 16 Uhr mit Hausaufgabenbetreuung, Mittagessen und Freizeitgestaltung gehört mittlerweile zum unverzichtbaren Angebot“, betonte Manzenberger. „Waren vor 15 bis 20 Jahren nur drei Familien an einem solchen Angebot interessiert, wird man heute von entsprechenden Nachfragen nahezu überrannt.“ Wie eine Ortsbesichtigung vor der Sitzung offenbarte, platzen die Räumlichkeiten der jetzigen Mittagsbetreuung mit einem kleinen Essraum für 40 bis 50 Kinder, einer Mini-Küche für die Zubereitung des Mittagessens und nur einer Toilette aus allen Nähten.

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Zwei Jahre lang hatten sich alle Beteiligten abgestimmt und nach Lösungen für Verbesserungen gesucht, erläuterte Toni Entfellner vom Architekturbüro intec. Räume innerhalb der Schule standen danach, ohne Störung des normalen Schulbetriebs, nicht zur Verfügung. Die Lösung fand der Architekt in einem möglichen, 200 Quadratmeter großen Anbau an die Turnhalle. Der Plan sieht Räume für die Garderobe, für Toiletten, das Personal, die Freizeitgestaltung sowie für die Mittags- und Hausaufgabenbetreuung vor.

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Platz sparen konnte man bei der Küchenplanung, weil das Essen nicht mehr selbst gekocht wird, sondern über die Kochwerkstatt des neuen Inklusionsprojekts „Gemeinsam Wohnen“ am Rathaus bezogen werden soll. Ideal sei es, so der Architekt, dass auch die Turnhalle zur gelegentlichen Mitbenutzung zur Verfügung stünde. Auch eine Nutzung des Obergeschosses für einzelne Projekte, eventuell auch für die Klassen fünf bis neun, sei möglich.

Der Gemeinderat erklärte sich einstimmig mit dieser Vorplanung einverstanden. Die Verwaltung soll nun Fördermöglichkeiten prüfen und in die weiteren Planungen einsteigen.

Sanierung dauert bis zu sechs Jahre

„Mit der Verbesserung und Sanierung der Schulinfrastruktur werden wir wohl noch die nächsten sechs Jahre beschäftigt sein“, informierte der Rathauschef. Neben den Schwerpunkten Barrierefreiheit und Brandschutz stünden die Erneuerung der Heizungstechnik im Schulhaus und in der Turnhalle, Technikräume für die Schüler und Arbeitsräume für die Lehrer sowie energetische Maßnahmen an.

Nach Besprechungen mit der Regierung stehen für diese Maßnahmen im Rahmen des kommunalen Investitionsprogramms für die Schulinfrastruktur rund 600 000 Euro an Zuschüssen zur Verfügung.

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