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Mit dem Bundespräsidenten in die USA

Unterwössener Martin Auer gewinnt mit seinem Verein den Jugend-Demokratiepreis

Freut sich riesig über den großen Erfolg: der 22-jährige Unterwössener Student Martin Auer.
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Freut sich riesig über den großen Erfolg: der 22-jährige Unterwössener Student Martin Auer.
  • VonLudwig Flug
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Die Jugendgruppe „Youth Lead the Change Germany“ (YLCG) ist eine der diesjährigen Preisträger des Jugenddemokratiepreises der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Der Unterwössner Martin Auer als YLCG-Vorsitzender und weitere Vereinsmitglieder nahmen jetzt im ehemaligen Plenarsaal des Bundestages in Bonn den Preis entgegen.

Unterwössen/Bonn – Der Jugend-Demokratiepreis wird alljährlich von der Jugendjury der bpb für zivilgesellschaftliches Engagement junger Menschen zwischen 16 und 27 Jahren verliehen. Neben dem Preisgeld von 3000 Euro gab es einen Pokal und eine Urkunde.

Sieger gewählt aus 50 Einsendungen

Die Jugendjury hatte die Sieger aus rund 50 aus ganz Deutschland eingesandten Bewerbungen ausgewählt. Youth Lead the Change Germany ist ein gemeinnütziger Verein, der junge Menschen für Demokratie begeistern möchte. Mit Hilfe kommunaler Jugendhaushalte sollen Jugendliche ihre Ideen zur Gestaltung ihrer Stadt einbringen und demokratisch darüber abstimmen, welche davon umgesetzt werden.

Über ein Stipendium in die USA

Seinen Weg aus Unterwössen in den hoch dekorierten Verein beschreibt Martin Auer als seinen „American Dream“. Über das Stipendium „Azubis in die USA & Canada“ der Joachim Herz Stiftung sei er als Auszubildender der Krones AG Rosenheim im Jahr 2019 in die USA gekommen, sagte der 22-Jährige unserer Zeitung. Seine Eindrücke beschreibt er für jemanden, der in den dortigen Arbeitsalltag eingebunden war, als sehr anders, tiefergehender als die Touristensicht, es seien Eindrücke „von herzlichen und liebevollen Menschen, deren Gastfreundlichkeit und Offenheit mich jedes Mal auf‘s Neue erstaunt haben, Eindrücke von der Weise wie Amerikanerinnen und Amerikaner denken und was hinter ihren Meinungen steckt“.

Seitdem führt Auer ein großes Lob für das deutsche duale Ausbildungssystem, „weil es so etwas wie Auszubildende in unserem Sinn in den USA nicht gibt“.

Im gleichen Jahr suchte das Bundespräsidialamt Jugendliche mit USA-Erfahrung für eine Delegationsreise des Bundespräsidenten in die Staaten. Vier Jugendliche durften mit. Martin Auer und Clara Kallich, später Mitgründerin von YLCG, waren zwei von ihnen in der deutschen „Air Force One“ mit dem Bundespräsidenten und seiner Frau. Als Höhepunkt seiner Reise beschreibt Auer ein Mittagessen mit Frau Büdenbender, in dem sich die Initiatoren und Mitglieder von YLC Boston vorstellten. Der Eindruck der Jugendlichen und Martin Auer nach dem Kennenlernen: „Wow – so etwas braucht es auch in Deutschland“. Was alle zuerst scherzhaft diskutierten, verfestigte sich. Am Ende fragte sich Auer „Na, wieso denn eigentlich nicht bei uns in Deutschland umsetzen?

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Er und seine Mitstreiter gründeten den deutschen Ableger. Sie fanden namhafte Unterstützer. Als prominente Schirmherrin gewann der Verein Elke Büdenbender.

Die Idee hinter dem Verein funktioniert so: Alle Jugendlichen einer Stadt sind aufgerufen, Projektideen einzureichen. Es genügt ein kleiner Gedanke, eine bloße Idee – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Erfüllt die eingereichte Idee eines der 17. Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, wird die Idee von federführenden Jugendlichen zu einem knappen Konzept ausgearbeitet.

Über die Konzepte wird abgestimmt

Über die Konzepte stimmen alle Jugendlichen der Stadt ab. Die beliebtesten Projekte werden in der Stadt realisiert – finanziert durch einen Teil des städtischen Haushalts.

Inzwischen studiert Martin Auer an der Leuphana Universität Lüneburg „Internationale Betriebswirtschaftslehre und Unternehmertum“.

Die Vereinsarbeit im preisgekrönten Verein Youth Lead the Change Germany erbringen die Jugendlichen im Ehrenamt. Wer den Kontakt sucht, schreibt an kontakt@ylc-germany.de.

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