BLICK IN DIE GESCHICHTE

SV Unterwössen: Bewegte 60 Jahre durchlaufen

In seinen frühen Jahren machte der SV Unterwössen vor allem mit alpinen Großereignissen auf sich aufmerksam. Austragungsort war der Balsberg. Der Verein wird heuer 60 Jahre. Und auch einen Balsberglift gibt es noch. Im unteren Hang betreibt der SV Unterwössen im Winter ehrenamtlich einen Skilift.  RE
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In seinen frühen Jahren machte der SV Unterwössen vor allem mit alpinen Großereignissen auf sich aufmerksam. Austragungsort war der Balsberg. Der Verein wird heuer 60 Jahre. Und auch einen Balsberglift gibt es noch. Im unteren Hang betreibt der SV Unterwössen im Winter ehrenamtlich einen Skilift. RE

Bewegte 60 Jahre hat der Sportverein SV Unterwössen durchlaufen. Das zeigte Vorstand Philipp Weißenbacher in der Festveranstaltung zum 60-jährigen Bestehen im Wössner Gemeindesaal auf. 30 Gründer hatten am 23. Januar 1956 zunächst den Fußballklub (FC) Unterwössen um den Ersten Vorstand Sebastian Schwankner aus der Taufe gehoben.

Unterwössen – Abteilungen wurden gegründet, wieder aufgelöst oder blieben. 1963 wurde eine Ranggler-Gruppe aktiv, 1965 bildete sich die Eisstockschützen-Abteilung. Mit der neuen Turnhalle 1972 erweiterte der Verein sein Sportangebot um eine Turngruppe, die bereits seit 1965 in einer Turngemeinschaft mit dem TSV Marquartstein bestand. Donnerstagsturner und Montagsturnerinnen prägen den Verein bis heute.

1977 verschmolzen der Ski-Club und der TSV Unterwössen zum heutigen SV Unterwössen. Im Verein gründete sich eine Flugsportgruppe, die 1979 am Flugplatz eigenständig wurde. 1978 nahm der Verein den Tennisbetrieb um Stefan Hoffmann auf. Daraus wuchs 1985 die Tennisabteilung.

Mit dem Hallenbad brachte 1998 eine Schwimmabteilung dem Verein heftigen Zuspruch. Die Aufnahme musste über Wartelisten geregelt werden. Die Schwimmabteilung fand ihr Ende, als der Hallenbadbetrieb umstrukturiert wurde.

Auch die Rangglerabteilung wurde 1990 aufgelöst, es gab kein Interesse.

Der Sportverein brachte zusammen mit anderen Gremien oder allein erhebliche bauliche Veränderungen in den Ort. 1970 wurde die Turnhalle bezogen, 1973 der neue Fußballplatz eingeweiht. Das Sportheim entstand 1980 in Eigenleistung, 1993 wurde es unter Federführung und Planung des damaligen Vorstandes Max Angerer aus- und umgebaut. Unter großen finanziellen Anstrengungen des Vereins und mit Zuschüssen der Gemeinde und des Bayerischen Sportverbandes konnte für 60 000 DM der Schulsportplatz grundlegend saniert werden.

2007 ergänzte der Beachvolleyballplatz das Angebot. Er entstand ausschließlich aus Eigenleistung und Sponsorengeldern. 2011 wurde auf Betreiben von Martin Färbinger ein ehrenamtlicher Skibetrieb am Balsberglift wieder aufgenommen.

Mit dem Hochgernlauf und dem Wössner Halbmarathon organisiert der Sportverein zwei Großveranstaltungen. 1964 bis 1968 prägten alpine Großveranstaltungen wie Chiemgaumeisterschaften, bayerische Meisterschaften und Winterspiele der Jugend. 1973 wurden am Balsberg die internationalen bayerischen alpinen Meisterschaften ausgetragen.

Nicki Hronek und Tim Hronek sind heute die Aushängeschilder des Vereins. Nicki ist Ski-Weltcup-Rennläuferin, Tim blickt auf große Erfolge im Ski Cross.

Rund 550 Mitglieder zählt der Verein heute, darunter ein Drittel Kinder und Jugendliche.

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