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Sanierung und Erweiterung

Unterwössen baut Offene Ganztagsschule

Virtuelle Ansicht der geplanten Ganztagsschule, die in der Verlängerung der Turnhalle gebaut werden soll. Intec
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Virtuelle Ansicht der geplanten Ganztagsschule, die in der Verlängerung der Turnhalle gebaut werden soll. Intec
  • vonLudwig Flug
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Die Grund- und Mittelschule Unterwössen wird energetisch saniert und mit einer Offenen Ganztagsschule erweitert. Der erste Bauabschnitt beginnt in wenigen Tagen.

Unterwössen – Nach Abschluss des Projektes „Altes Bad“ steht die Gemeinde Unterwössen vor neuen Herausforderungen rund um die Grund- und Mittelschule: In drei Bauabschnitten wird die Schule energetisch saniert, der Brandschutz auf einen modernen technischen Stand gebracht sowie unter dem verlängerten First der Turnhalle eine neue offene Ganztagsschule gebaut. Die Vorplanung kommt vom Architekturbüro Intec, Traunstein.

Bürgermeister Ludwig Entfellner (CSU) und Bauamtsleiter Hans Thullner sehen die Gemeinde auf einem guten Weg. Im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung berichten sie vom ersten Bauabschnitt, für den die Aufträge bereits vergeben sind, die Heizungsanlage der Schule zu erneuern.

Umstellung auf erneuerbare Energien

Eine moderne Pelletsheizung versorgt bald über Fernwärmeleitungen Schule, Turnhalle und das neue Gebäude der offenen Ganztagsschule. Neben der Umstellung auf erneuerbare Energien beschreiben Bürgermeister und Bauamtsleiter den Vorteil der Maßnahme mit Einsparungen bei den Betriebskosten.

Mit moderner Technik erfordert das Projekt eine Million Euro, 660.000 Euro davon werden über das Programm KIP-S gefördert, das Kommunal-Investitionsprogramm Schulinfrastruktur des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr. Der Bund legte 2015 einen neuen Fond zur Förderung von Investitionen finanzschwacher Gemeinden auf. KIP-S ist das bayerische Programm, diese Bundesförderung umzusetzen.

Erster Bauabschnitt startet in Kürze

Die Bauarbeiten des ersten Bauabschnitts beginnen Pfingsten und enden zum Schuljahresbeginn mit den auslaufenden Sommerferien. „Derzeit prüfen Fachleute die Leitungen“, so Hans Thullner. Je nach Ergebnis könne sich daraus weiterer Handlungsbedarf ergeben.

Als spannend bezeichnen Entfellner und Thullner den Bauabschnitt II, wenn der Erweiterungsbau südöstlich der Giebelwand der Turnhalle in den Pausenhof hinein entstehen wird. Er bringt die offene Ganztagsschule im Erdgeschoss unter.

Wössner Regenbogen betreut Grundschüler

Deren Konzept beschreibt Bürgermeister Entfellner: In sogenannten Differenzierungsräume betreut der Wössner Regenbogen die Grundschüler über den Tag. Das Konzept sieht ein Foyer, einen Gemeinschaftsraum und Toilettenanlagen vor. Dazu gehört eine kleine Cateringküche zur Aufbereitung der Mahlzeiten. Die kocht zukünftig die Lebenshilfe Traunstein im neu entstehenden Inklusionsprojekt hinter dem Unterwössner Rathaus.

Vom Neubau der Ganztagsschule wird unmittelbar die Turnhalle erschlossen. Im barrierefrei über einen Aufzug zu erreichenden Obergeschoss des Neubaus liegen weitere Räume, diein den Schulbetrieb integriert werdenkönnen.

Bürgermeister Entfellner sieht die Gemeinde damit der Zeit voraus. „Auf kurz oder lang wird es einen Rechtsanspruch der Eltern auf Betreuung in einer Ganztagsschule geben. Der Bedarf ist längst da und wird wachsen. Immer mehr Eltern sind beruflich so eingebunden, dass sie auf eine Ganztagsbetreuung ihrer Kinder zurückgreifen.“

In diesem Bauabschnitt investiere die Gemeinde voraussichtlich 2,4 Millionen Euro, so der Bürgermeister. Derzeit würden die Fördermöglichkeiten geprüft.

Erleichtert und begeistert ist Adelheid Meirerg. Sie ist die Vorsitzende des Wössner Regenbogens, des gemeinnützigen Sozialvereins, der die offene Ganztagsschule betreibt. „So wie bisher konnte es nicht weiter gehen. 45 Kinder werden derzeit auf 80 Quadratmeter nach Klassen getrennt betreut, die Corona Pandemie verschärft die Situation.“

Brandschutz wird auf neuen Stand gebracht

Sie freue sich, dass das Gebäude nach hinten in Richtung Pausenhof liegen werde, also weg von der Straße. „Vier großzügige Räume ermöglichen die Beschäftigung nach Klassen. Die Zugänge sind ebenerdig und behindertengerecht. Der Unterricht an der Schule im benachbarten Schulgebäude wird nicht gestört.“

In einem dritten Bauabschnitt wird der Brandschutz an der Schule auf neuesten Stand gebracht. Dann soll ein Aufzug helfen, die Schule barrierefrei zu machen.

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